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	<title>Aktuelles-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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	<title>Aktuelles-Archiv - Baukunst</title>
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		<title>Wilhelmshaven: Deutschlands höchstes Klimarisiko trifft auf eine entfesselte Bauordnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 17:57:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen & Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
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		<category><![CDATA[Wilhelmshaven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der IW-Klimarisikoindex weist Wilhelmshaven das höchste Klimarisiko Deutschlands aus. Eine planungsrechtliche Analyse zwischen Sturmflut, NBauO-Novelle und fehlendem Klimaanpassungsgesetz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/wilhelmshaven-deutschlands-hoechstes-klimarisiko-trifft-auf-eine-entfesselte-bauordnung/">Wilhelmshaven: Deutschlands höchstes Klimarisiko trifft auf eine entfesselte Bauordnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">baukunst.art </strong><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">| </strong></em>Regionales<em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong"> |</strong></em> Niedersachsen / Wilhelmshafen <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">| </em>Juni 2026</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []">Klimarisiko Wilhelmshaven: Wie Niedersachsens Bauordnung an der Küste vorbeiregelt</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Klimarisikoindex ist eine wissenschaftliche Kennzahl, die für alle 400 deutschen Kreise und kreisfreien Städte abbildet, wie verwundbar die städtische Infrastruktur gegenüber Sturm, Starkregen, Hitze, Dürre und Hagel ist, gemessen auf einer Skala von null (geringes Risiko) bis zehn (hohes Risiko).</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Den höchsten Wert aller untersuchten Regionen trägt Wilhelmshaven. Die niedersächsische Hafenstadt liegt im am 5. Januar 2026 veröffentlichten Index der IW Consult aktuell bei 5,7 und steigt bis 2050 auf 5,9. Entwickelt haben die Kennzahl Forschende des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gemeinsam mit der Köln.Assekuranz, einer Tochter der ERGO Versicherung, auf Basis des Risikomodells K.A.R.L. Die Gefahrenmodellierung stützt sich auf zwanzig globale Klimamodelle aus dem internationalen CMIP6-Projekt, wobei besonders schädliche Risiken wie Überschwemmungen, Starkregen und Sturmfluten stärker gewichtet wurden. Am unteren Ende der Skala steht Kempten im Allgäu mit 2,8, das bis 2050 lediglich auf 3,1 klettert.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Warum trägt Wilhelmshaven das höchste Klimarisiko Deutschlands?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wilhelmshaven vereint nahezu alle Gefahrenlagen, die der Index hoch gewichtet, an einem einzigen Ort. Die Stadt liegt am Jadebusen, einer Bucht der Nordsee, hinter Deichen und teils nur knapp über dem mittleren Tidehochwasser. Steigt der Meeresspiegel, verschärft sich die Sturmflutgefahr unmittelbar. Hinzu kommen Sturm und Starkregen, die der IW-Studie zufolge bundesweit zu den drei größten Naturgefahren zählen. Sturm bedroht bereits heute alle deutschen Kreise mit Indexwerten über 7,5, und an der offenen Küste wirkt diese Belastung ungefiltert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was Wilhelmshaven von anderen exponierten Städten unterscheidet, ist die Dichte kritischer Infrastruktur. Hier liegt der JadeWeserPort, der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands, dazu der größte Marinestützpunkt des Landes und seit 2022 ein Anlandeterminal für verflüssigtes Erdgas. Diese Anlagen sind nicht verlagerbar; ihr Standort folgt der Geografie der Jade, nicht der Risikokarte. Ein Schadensereignis trifft daher nicht allein Wohngebäude, sondern nationale Versorgungs- und Verteidigungsfunktionen. Der hohe Indexwert ist somit weniger ein lokales als ein gesamtstaatliches Signal.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auch der Gebäudebestand erhöht die Verwundbarkeit. Wilhelmshaven verfügt über zahlreiche Bauten der Nachkriegsmoderne und der Gründerzeit, deren Fassaden, Flachdächer und Kellergeschosse nicht auf häufigere Starkregenereignisse ausgelegt sind. Wo Niederschlag nicht abfließen kann, staut er sich in tief liegenden Quartieren. Der Index bündelt diese Faktoren zu einem Wert, doch hinter der Zahl 5,9 steht ein konkretes Zusammenspiel aus Lage, Bausubstanz und Versorgungsbedeutung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Region kennt diese Bedrohung aus eigener Geschichte. Die schweren Sturmfluten von 1962 und 1976 prägten das kollektive Gedächtnis der gesamten Nordseeküste und führten zu einem systematischen Ausbau der Deichlinien. Der Klimawandel verändert die Ausgangslage jedoch grundlegend: Was früher als seltenes Extremereignis galt, rückt in der Häufigkeit näher zusammen. Der Index übersetzt diese Verschiebung in eine vergleichbare Kennzahl und macht sichtbar, dass Wilhelmshaven nicht trotz, sondern wegen seiner Lage und seiner Funktion an der Spitze der Rangliste steht.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Was bedeutet das für das Baurecht in Niedersachsen?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Hier zeigt sich ein planungsrechtlicher Widerspruch. Während der Index steigende Risiken dokumentiert, hat Niedersachsen seine Bauordnung in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Die am 1. Juli 2024 in Kraft getretene Novelle der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) senkt mit dem neuen § 85a NBauO die Anforderungen an das Bauen im Bestand deutlich. Bei Aufstockung, Umbau oder Ausbau müssen Bauteile künftig vor allem Standsicherheit und Brandschutz gewährleisten; weitergehende Anforderungen entfallen weitgehend. Das beschleunigt die Nachverdichtung, klammert die Klimaanpassung konstruktiv jedoch weitgehend aus.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Dem stehen mehrere übergeordnete Regelwerke gegenüber. Das Baugesetzbuch verpflichtet die Bauleitplanung in § 1 Absatz 5 BauGB ausdrücklich darauf, dem Klimaschutz und der Klimaanpassung Rechnung zu tragen. Das Wasserhaushaltsgesetz untersagt in § 78 WHG in festgesetzten Überschwemmungsgebieten grundsätzlich die Ausweisung neuer Baugebiete. Und das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG), seit dem 1. Juli 2024 in Kraft (BGBl. 2023 I Nr. 393), verlangt in § 8 KAnG ein Berücksichtigungsgebot: Träger öffentlicher Aufgaben müssen das Ziel der Klimaanpassung bei allen Planungen und Entscheidungen einbeziehen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Schwäche liegt im Detail. Das KAnG überlässt es nach § 12 KAnG den Ländern, ob und wie Kommunen zu Klimaanpassungskonzepten verpflichtet werden. Anders als Nordrhein-Westfalen oder Berlin hat Niedersachsen bislang kein eigenes Landesklimaanpassungsgesetz verabschiedet. Verbindliche kommunale Konzepte bleiben damit eine Ermessensfrage. Für eine Stadt mit dem höchsten Klimarisiko des Landes ist das eine bemerkenswerte Lücke.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Hinzu kommt eine räumliche Besonderheit. Große Teile des Hafen- und Industriegürtels liegen in Bereichen, die wasserrechtlich als überschwemmungsgefährdet einzustufen sind. Dort kollidiert der wirtschaftliche Druck zur Erweiterung mit dem Bauverbot des § 78 WHG, das neue Baugebiete nur unter engen Voraussetzungen zulässt. Die Bauleitplanung muss solche Flächen im Flächennutzungsplan nach § 5 BauGB kennzeichnen, was die Konflikte transparent macht, ohne sie aufzulösen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Welche Normen entscheiden über die Widerstandsfähigkeit?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auf der Gebäudeebene konkretisieren technische Regelwerke die Anpassung. Windlasten bemisst der Eurocode 1, in Deutschland eingeführt als DIN EN 1991-1-4; Wilhelmshaven fällt in die höchste Windlastzone der Bundesrepublik. Der sommerliche Wärmeschutz, der mit dem zunehmenden Hitzestress an Bedeutung gewinnt, ist in DIN 4108-2 geregelt. Für die Ableitung von Starkregen gilt DIN 1986-100. Diese Normen sind anerkannte Regeln der Technik, doch sie greifen erst, wenn ein Vorhaben überhaupt nach Neubaustandard errichtet wird, was § 85a NBauO im Bestand gerade nicht mehr verlangt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Den Küstenschutz selbst regelt das Niedersächsische Deichgesetz (NDG), das Bau und Unterhaltung der Hauptdeiche dem Land und den Deichverbänden zuweist. Der bauliche Hochwasserschutz an der Jade ist damit von der kommunalen Bauleitplanung organisatorisch getrennt. Diese Trennung sichert die Deichlinie, lässt aber offen, wie die Quartiere hinter dem Deich auf ein Versagen der ersten Verteidigungslinie vorbereitet sind.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der finanzielle Befund verschärft die Lage. IW-Experte Hanno Kempermann warnt, vielen Kommunen habe bislang das Geld gefehlt, um sich hinreichend auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten; Mittel aus dem Sondervermögen müssten daher auch die kommunale Ebene erreichen. Olaf Bläser, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung AG, benennt das Grundmuster nüchtern: Der Klimawandel betreffe alle, aber nicht überall gleich stark.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Für Wilhelmshaven ergibt sich daraus eine doppelte Aufgabe. Die Stadt muss ihre nicht verlagerbare Infrastruktur gegen Sturmflut und Starkregen ertüchtigen und zugleich einen Gebäudebestand anpassen, den das geltende Landesrecht von hohen Anforderungen entlastet. Der Klimarisikoindex liefert dafür die Datengrundlage. Ob daraus verbindliche Planung wird, entscheidet sich nicht im Modell K.A.R.L., sondern in der niedersächsischen Landespolitik. Solange ein eigenes Klimaanpassungsgesetz fehlt, bleibt der höchste Risikowert des Landes eine Mahnung ohne rechtlichen Hebel.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Neues Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Die Neue Nationalgalerie lässt grüßen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 08:03:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mäckler]]></category>
		<category><![CDATA[Mies van der Rohe]]></category>
		<category><![CDATA[Terminal 3 Frankfurt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vier Milliarden Euro, 21 Jahre Bauzeit, eine 18 Meter hohe Glashalle: Christoph Mäcklers Terminal 3 verbeugt sich vor Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/neues-terminal-3-am-frankfurter-flughafen-die-neue-nationalgalerie-laesst-gruessen/">Neues Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Die Neue Nationalgalerie lässt grüßen</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>baukunst.art </strong> /  Meinung / Mai 2026</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []">Geniales Zitat oder ehrgeizige Kopie? Das Terminal 3 fordert die Moderne heraus</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das am 22. April 2026 eröffnete Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist die größte privatwirtschaftliche Hochbauleistung, die Deutschland in den vergangenen drei Jahrzehnten realisiert hat, und zugleich ein Bekenntnis zur klassischen Moderne, das ausgerechnet von einem ihrer profiliertesten Kritiker stammt. <strong><a href="https://chm.de" target="_blank" rel="noopener">Christoph Mäckler,</a></strong> sonst entschiedener Anwalt der europäischen Stadt mit Putzfassade und Steildach, hat in Frankfurt eine 18 Meter hohe Glashalle gebaut, deren formaler Bezug auf <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Nationalgalerie" target="_blank" rel="noopener">Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie</a></strong> unverkennbar ist. Wer das Bauwerk betritt, sieht den Berliner Universalraum von 1968 wiederkehren, hochskaliert ins Rechteckige. Das ist die eigentliche Pointe dieses Vier-Milliarden-Euro-Projekts.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Worum geht es bei Terminal 3 wirklich?</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auf rund 361.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche sollen jährlich bis zu 19 Millionen Fluggäste abgefertigt werden, langfristig sind 25 Millionen vorgesehen. Drei Piers (G, H und J), 21 Sicherheitskontrollspuren mit CT-Scannern, rund 100 Check-in-Schalter, ein 6.000 Quadratmeter großer „Marktplatz&#8220;, 99 Aufzüge und ein eigenes Parkhaus mit 8.500 Stellplätzen bilden das funktionale Programm. Die Tragwerksplanung verantwortet das Frankfurter Büro Bollinger und Grohmann, die markante Tropfendecke der zentralen Halle stammt vom Stuttgarter Büro LAVA, eine raumgreifende Kunstinstallation steuert Julius von Bismarck bei. Der Spiegel kommentierte zur Eröffnung, hier baue Deutschland endlich wieder, wie es schon immer bauen wollte: effizient, präzise, verlässlich. Die FAZ nannte die Check-in-Halle ein „geniales Plagiat&#8220; der Neuen Nationalgalerie. Das Online-Portal BauNetz sprach hingegen von „Anmaßung&#8220;. Beide Reaktionen sind verständlich.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Verständlich ist die Begeisterung, weil Terminal 3 in Zeiten der BER-Hängepartien und Stuttgart-21-Endlosgeschichten als Beleg gilt, dass deutsche Großprojekte funktionieren können. Das stimmt allerdings nur eingeschränkt. Ursprünglich war die Eröffnung für 2022 geplant, sie verschob sich um vier Jahre, die Kosten stiegen von einst kommunizierten 2,5 auf rund vier Milliarden Euro, und der ehemals geplante vierte Pier ist vorerst gestrichen. Verständlich ist auch die Skepsis, denn ein Frankfurter Stadtbaukünstler, der jahrzehntelang gegen „Glas- und Blechkisten&#8220; anredet, baut nun selbst die größte Glaskiste der Republik.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Warum greift Mäckler ausgerechnet auf Mies zurück?</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Antwort steckt in der Bauaufgabe. Ein Terminal ist kein Wohnquartier in Frankfurt-Westend, das nach Main-Sandstein und gefasster Lochfassade verlangt. Ein Terminal ist ein Stützengewölbe für tausende Menschen in Bewegung. Wo Mäckler sonst Kontext, Material und Ortsbezug einfordert, gibt es hier nichts als das Vorfeld, die Rollwege und den Himmel. Der Universalraum, den Mies van der Rohe in Berlin als skulpturale Setzung isoliert hatte, findet in Frankfurt endlich seine eigentliche Funktion: als Schwelle zwischen Stadt und Welt. Insofern ist die Referenz weniger Plagiat als typologisch zwingend.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Doch genau hier beginnt die Kritik. Eine 155 mal 82 Meter große Halle mit kreuzförmigen Stahlstützen und überkragendem Raumtragwerk ist kein neutrales Zitat. Sie ist eine Geste, die sich an der Schaffenshöhe eines der wirkmächtigsten Architekten der Moderne bemisst. Wer das Erbe der Neuen Nationalgalerie in dieser Größe aufruft, muss es auch tragen können. Mies hatte in Berlin ein Quadrat von 50 mal 50 Metern, geometrisch perfekt, mit acht Stützen unter einem einzigen Dach. Mäckler hat in Frankfurt das Dreifache, dazu einen Knick im unteren Drittel der raumhohen Fassadenverglasung zur Aufnahme von Windlasten, eine Tropfendecke, eine Kunstinstallation, Retail-Flächen und ein Wegeleitsystem für 19 Millionen Passagiere. Das Ergebnis ist beeindruckend, aber nicht souverän. Es ist Mies in der Vergrößerung, nicht Mies im Nachvollzug. Sein Universalraum war nie eine Frage der Quadratmeter, sondern der inneren Konsequenz. Er duldet keine Möblierung, keine Zwischennutzung, keine Tropfendecke. Er hält genau das aus, wofür er entworfen wurde, und nichts darüber hinaus.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Was bedeutet das für die deutsche Architekturpraxis?</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Drei Beobachtungen lassen sich festhalten. Erstens: Die These, Christoph Mäckler stehe für eine traditionalistische Gegenposition zur Moderne, ist mit Terminal 3 erledigt. Wer einen Funktionsbau dieser Größenordnung gestalten muss, kommt am modernen Erbe nicht vorbei. Die Frage ist nur, ob man es virtuos einsetzt oder lediglich auf eine Größenordnung skaliert, in der die ursprüngliche Proportion verloren geht.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Zweitens: Komplexität und Honorarstruktur solcher Projekte sind mit den Leistungsbildern nach § 15 HOAI nur noch unter Einsatz hochspezialisierter Generalplaner-Strukturen zu bewältigen. Ein Bauwerk dieser Größenordnung, geplant über 21 Jahre und nach einem mehrstufigen Wettbewerb (2002 Foster and Partners im Ideenwettbewerb, 2005 Mäckler im Realisierungswettbewerb), gehört in die Hand eines Großbüros mit eigenständiger Projektsteuerung, nicht eines klassischen Stadtbaukunst-Ateliers. Mäckler hat das mit der Tochtergesellschaft CHM Airport organisatorisch abgebildet. Das ist klug, verändert aber die Rolle des Architekten grundlegend, weg vom gestaltenden Autor, hin zum Steuermann eines Planungsapparats.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Drittens: Nachhaltigkeit. Terminal 3 wirbt mit reduziertem Energiebedarf, und auf der Gebäudeebene ist das nach den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) plausibel. Die ökologische Wahrheit eines Flughafenneubaus liegt allerdings nicht im Gebäude, sondern im Geschäftsmodell. Jeder zusätzliche Sitzplatz im Linienverkehr produziert Tonnen CO2, gleich wie effizient die Klimaanlage läuft. Das Terminal nach DIN 276 zu kalkulieren und nach GEG zu bilanzieren, ist Pflicht. Den ökologischen Fußabdruck des Wachstumsversprechens auf 25 Millionen Passagiere zu verschweigen, ist Marketing.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Bleibt die Frage nach dem architektonischen Bleibewert. Terminal 3 wird sehr wahrscheinlich gut altern. Die Tropfendecke von LAVA ist eine eigenständige Setzung, die Materialwahl in den Marktbereichen wirkt im Bestand wertig, die Wegeführung ist klar, die Hallen sind tageslichtdurchflutet. Wer aus München, Berlin oder Wien anreist, wird den Vergleich mit den Heimatflughäfen suchen und Frankfurt nicht hintenanstellen. Das ist viel, gemessen an dem, was deutsche Verkehrsbauten der vergangenen zwei Jahrzehnte abgeliefert haben.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Doch es ist auch nicht alles. Die Schaffenshöhe der klassischen Moderne lag in der Spannung zwischen Reduktion und Idee. Mies in Barcelona, Brno und Berlin, Le Corbusier in Marseille, Kahn in Dhaka: Jeder dieser Bauten hat das Programm, das ihn umgab, infrage gestellt. Terminal 3 stellt nichts infrage. Es bestätigt das Wachstumsversprechen des Luftverkehrs, des Flughafenbetreibers Fraport und einer Architektur, die sich an den großen Vorbildern misst, ohne deren Radikalität einzulösen. Die Neue Nationalgalerie lässt grüßen, ja. Aber sie schmunzelt dabei.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Krieg als Baukostentreiber: Was der Irankonflikt für Österreichs Bauwirtschaft bedeutet</title>
		<link>https://baukunst.art/krieg-als-baukostentreiber-was-der-irankonflikt-fuer-oesterreichs-bauwirtschaft-bedeutet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 10:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Baukosten]]></category>
		<category><![CDATA[Bauwirtschaft Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepreise]]></category>
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		<category><![CDATA[Irankonflikt 2026]]></category>
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		<category><![CDATA[ÖNORM B 1801-1]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Krieg als Baukostentreiber: Wie der Irankonflikt Energiepreise, Lieferketten und Finanzierung gleichzeitig unter Druck setzt, und was das fuer österreichische Planungsbüros bedeutet.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">baukunst.art</strong></p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Kategorie: MEINUNG &amp; KRITIK</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Krieg baut keine Wohnungen: Warum der Irankonflikt Wohnungsmangel verschärft</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Bauwirtschaft ist ein Seismograph der Geopolitik: Kaum ein anderer Wirtschaftszweig reagiert so sensibel auf Energiepreise, Lieferkettenunterbrechungen und Zinsentwicklungen wie das Baugewerbe. Seit dem 28. Februar 2026, dem Beginn des Irankriegs mit israelischen und amerikanischen Angriffen auf Teheran, erlebt Österreich genau diese Kombination in einer Intensität, die an die Schockwellen des Ukrainekriegs von 2022 erinnert. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die österreichische Bauwirtschaft gerade erst begonnen hatte, sich aus einer langen Rezessionsphase herauszuarbeiten.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Wachstumsprognose für 2026 bereits auf 0,5 Prozent zurückgenommen. Gouverneur Martin Kocher brachte es auf den Punkt: &#8218;Alles hängt davon ab, wie lange dieser Krieg dauert.&#8216; Raiffeisen Research ist noch pessimistischer und rechnet im Szenario einer länger gesperrten Straße von Hormus mit nur 0,3 Prozent Wachstum. Nach zwei Jahren Rezession haette 2026 ein Jahr des Aufbruchs werden sollen. Stattdessen: der nächste geopolitische Schock.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Was kostet der Krieg die österreichische Baustelle?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Bauwirtschaft sind handfest und mehrfach. Erstens: Energie. Rund 41 Prozent des Energieverbrauchs im Baugewerbe entfallen auf Diesel, den Treibstoff von Bagger, Kran, Lastwagen und Betonmischer. Der Brent-Ölpreis sprang nach Kriegsbeginn zeitweise auf über 120 US-Dollar, europäischer Diesel verteuerte sich um mehr als 20 Prozent. Für ein mittelgroßes Bauprojekt bedeutet das konkret: Die Kalkulationsgrundlage, auf der der Generalunternehmer noch im Jänner unterschrieben hat, ist im März bereits nicht mehr gültig.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Zweitens: Baustoffe. Zement liegt bereits 60 Prozent über dem Preisniveau von 2021 und bewegte sich zuletzt kaum mehr. Flachglas, eines der energieintensivsten Baumaterialien, hatte sich 2025 bereits um 20 Prozent verteuert. Steigende Gas- und Stromkosten durch den Irankonflikt könnten nun die nächste Preisstufe zünden. Gleichzeitig führt die Gefährdung der Schifffahrtsrouten im Persischen Golf zu Verzögerungen bei Materiallieferungen und erhöhten Frachtkosten weltweit. Wer als Architekt oder Architektin heute ein Bauprojekt kalkuliert und es 2028 fertigstellen will, muss laut Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit 10 bis 13 Prozent höheren Gesamtkosten rechnen, und zwar im Basisszenario.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Drittens: Finanzierung. Die Bauzinsen, die Anfang 2026 noch bei rund 3,6 Prozent lagen, sind inzwischen auf über 4 Prozent gestiegen. Bei einem typischen Projektdarlehen von 350.000 Euro bedeutet ein Anstieg von nur 0,2 Prozentpunkten eine Mehrbelastung von rund 700 Euro pro Jahr. Banken fordern gleichzeitig höhere Eigenkapitalquoten, weil sie das geopolitische Risiko einpreisen. Gerade kleinere Bautraeger geraten dadurch in Bedrängnis. Projektfinanzierungen werden restriktiver vergeben, Transaktionen werden verschoben oder ganz abgesagt.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Sind Chancen im Wiederaufbau realistisch?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Es waere unkritisch, nur die Schatten zu zeichnen. Eine Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) gemeinsam mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) unter Direktor Gabriel Felbermayr skizziert auch ein Langfristszenario: Im Falle eines politischen Umbruchs im Iran und der Aufhebung der Sanktionen koennte das österreichische BIP langfristig um 0,5 Prozent zulegen. Österreich ist, so wiiw-Experte Mahdi Ghodsi, &#8218;traditionell stark im Anlagen- und Maschinenbau, in der Bauwirtschaft, bei Verkehrsinfrastruktur oder in der Wasseraufbereitung und Umwelttechnik&#8216;, Bereiche mit enormem Aufholbedarf im Iran.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das ist richtig. Und es ist zugleich ein Trugschluss, der österreichischen Planungsbüros heute kurzfristig wenig nutzt. Erstens: Die Exporte Österreichs in den Iran sanken von 276 Millionen Euro im Jahr 2016 auf nur noch 118 Millionen Euro im Jahr 2024. Die wirtschaftlichen Verbindungen sind bereits vor dem Krieg auf ein Minimum geschrumpft. Zweitens: Wiederaufbau im postkonfliktären Iran, wenn er denn kommt, ist ein mittelfristiges Szenario, das unter enormer politischer Unsicherheit steht. Drittens: Die österreichische Bauwirtschaft kaempft gerade damit, genug Fachkraefte fuer heimische Projekte zu haben. Laut Schätzungen fehlen der europäischen Baubranche aktuell fast 400.000 qualifizierte Arbeitskraefte. Exportprojekte im Krisengebiet setzen andere Voraussetzungen voraus, als sie heute gegeben sind.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Was bedeutet das für Planungsbüros in Österreich?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die eigentliche Lektion des Irankriegs für die österreichische Architektur- und Planungsbranche ist keine iranische, sondern eine hiesige: Geopolitische Risiken sind längst Bestandteil der Projektkalkulation geworden. Das war nach dem Ukrainekrieg 2022 so, und es gilt 2026 erneut. Wer heute ein Projekt über HOAI-konforme Honorarermittlung oder die österreichische Honorarordnung Architekten (HOA) abwickelt und bei der Kostenschätzung nach ÖNORM B 1801-1 fünf Prozent Unvorhergesehenes einplant, muss sich fragen, ob diese Reserve in einem Energiepreisschock von 20 Prozent auf Diesel noch ausreicht.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Antwort ist unbequem: Nein. Die Branche braucht neue Konventionen fuer geopolitische Risikoaufschläge in Vertraegen, ähnlich dem, was in der Bauwirtschaft nach dem Ukraineschock diskutiert, aber kaum umgesetzt wurde. Gleichzeitig bietet die Situation eine paradoxe Chance: Der österreichische Staat plant, wie in Deutschland mit dem Sondervermögen von 500 Milliarden Euro, massive Infrastrukturinvestitionen. Staatliche Nachfrage wird einen Markt befeuern, dem qualifizierte Fachkräfte fehlen. Wer heute gut aufgestellt ist, hat Arbeit auf Jahre hinaus. Wer auf den privaten Wohnungsbau gesetzt hat, schaut in die Röhre.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Felbermayr sprach von &#8218;moralischer Klarheit und wirtschaftlicher Vorsorge&#8216;, die sich nicht ausschliessen. Das gilt auch für die Baubranche. Die moralische Klarheit besteht darin, einen Krieg als das zu benennen, was er ist: als humanitaere Katastrophe mit realen wirtschaftlichen Konsequenzen. Die wirtschaftliche Vorsorge besteht darin, Projekte heute so zu kalkulieren, dass sie morgen noch gebaut werden koennen. Unsicherheit, das haben alle Krisen seit 2020 gezeigt, ist kein temporärer Zustand mehr. Sie ist die neue Normalität. Und die Bauwirtschaft muss sich darauf einstellen, mit Vertraegen, Honorarordnungen und Planungsinstrumenten, die dieser Realität entsprechen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">
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		<title>Baukulturförderung in Österreich: Ein Anfang, aber kein Durchbruch</title>
		<link>https://baukunst.art/baukulturfoerderung-in-oesterreich-ein-anfang-aber-kein-durchbruch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 12:26:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Baukulturförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufspolitik Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Baukultur]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit 400.000 Euro startet Österreich die erste föderale Baukulturförderung. Ein symbolischer Schritt, der zeigt, dass Politikerinnen und Politiker die Bedeutung von Qualitätsarchitektur erkannt haben – doch die Mittel bleiben bescheiden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-renderer-start-pos="535">Jahrzehntelange Forderung wird endlich Realität</h1>
<p data-renderer-start-pos="584">Es ist ein Tag, auf den Praktikerinnen und Praktiker aus Architektur, Stadtplanung und verwandten Disziplinen lange gewartet haben: Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) vergab erstmals eine Baukulturförderung. Ab 1. September 2025 können bis zum 30. September Kommunen, Vereine, Unternehmen und Einzelpersonen Anträge einreichen. Mit insgesamt 400.000 Euro werden Projekte finanziert, die qualitätsvolle Vorhaben und Prozesse in Architektur, Freiraum- und Stadtgestaltung unterstützen. Das Geld teilt sich in zwei Töpfe: 325.000 Euro für konkrete Projekte und Prozesse, 75.000 Euro für baukulturelle Bildung.</p>
<p data-renderer-start-pos="1232">Die Forderung nach einer solchen Förderung ist nicht neu. Sie findet sich seit Jahren in den Empfehlungen des Österreichischen Baukulturreports, jenem maßgeblichen Strategiepapier, das die Bundesregierung alle fünf Jahre in Auftrag gibt. Der vierte Report von 2022 schlug sogar die Gründung einer eigenständigen Agentur für Baukultur vor – mit einem Baukulturförderprogramm als Kernaufgabe. Dass diese Förderung nun endlich Wirklichkeit wird, verdankt sich not only dem politischen Willen, sondern auch dem konstanten Druck von Interessensvertretungen wie der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen, die das Programm aktiv mitunterstützt.</p>
<h1 data-renderer-start-pos="1871">Phase 0 und gute Vorbereitung: Europäische Best Practice kommt nach Österreich</h1>
<p data-renderer-start-pos="1951">Ein besonderes Augenmerk des Programms liegt auf der sogenannten Phase 0 – jenem oft unterschätzten Moment, in dem die Grundlagen für erfolgreiche Projekte gelegt werden. Standort- und Bedarfsanalysen, Machbarkeitsstudien, Beteiligungsprozesse: genau diese Leistungen können mit der neuen Förderung unterstützt werden. Das ist eine sinnvolle Fokussierung. Eine gute Vorbereitung spart nicht nur später Kosten durch vermeidbare Planungsänderungen, sondern erhöht auch die Qualität der Endprodukte und erschließt oft Einsparungspotenziale durch intelligente Synergien und Umnutzungen.</p>
<p data-renderer-start-pos="2535">Mit dieser Ausrichtung folgt Österreich europäischen Vorbildern. Die Davos Declaration, auf die sich 2018 Kulturminister:innen europäischer Länder einigten, betont genau diese ganzheitliche, qualitätsorientierte Herangehensweise. Länder wie Deutschland und Schweiz praktizieren ähnliche Fördermodelle seit Jahren – mit messbaren Erfolgen bei der Hebung der Planungsqualität im öffentlichen Raum.</p>
<h1 data-renderer-start-pos="2932">Kritischer Blick: Ist 400.000 Euro ausreichend?</h1>
<p data-renderer-start-pos="2981">Trotz dieser positiven Signale bleibt die kritische Frage: Reichen 400.000 Euro wirklich aus, um Baukultur bundesweit zu stärken? Zum Vergleich: Die Länder Deutschland und die Schweiz investieren in ihre Baukulturförderung deutlich höhere Beträge pro Jahr. In Österreich verteilen sich diese 400.000 Euro auf ein ganzes Land mit neun Bundesländern, Hunderten von Gemeinden und einer vielfältigen Akteurslandschaft. Das ergibt eine durchschnittliche Förderung, die schnell aufgebraucht ist – besonders wenn hochwertige Prozesse mit intensiver Beteiligung gefördert werden sollen.</p>
<p data-renderer-start-pos="3561">Dennoch: Ein Anfang ist ein Anfang. Dieser erste Call zeigt, dass die Bundesebene bereit ist, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Ob die Mittel in Zukunft aufgestockt werden, hängt von zwei Dingen ab: erstens vom politischen Willen, zweitens vom Erfolg dieses Pilotprogramms. Projektverantwortliche und Antragstellerinnen und Antragsteller sollten daher ihre besten Projekte einreichen – nicht um Geld zu verschleudern, sondern um zu zeigen, welches Potenzial in systematischer Baukulturförderung liegt.</p>
<h1 data-renderer-start-pos="4063">Wer darf einreichen? Eine offene, aber komplexe Handhabung</h1>
<p data-renderer-start-pos="4123">Die Ausschreibung ist bemerkenswert offen: Städte und Gemeinden können ebenso antragen wie Vereine, Unternehmen und Einzelpersonen. Für diese Gruppen gilt: österreichische Staatsbürgerschaft oder ständiger Wohnsitz in Österreich. Das ist inklusiv gedacht und würdigt die Tatsache, dass Baukultur nicht nur von institutionellen Akteuren vorangetrieben wird, sondern auch von engagierten Bürgern und Bürgerinnen, lokalen Initiativen und Privatpersonen.</p>
<p data-renderer-start-pos="4575">Allerdings birgt diese Offenheit auch Komplexität. Die Antragstellung erfordert detaillierte Projektbeschreibungen, Kostenkalkulation nach Bundesvergabegesetz, CV und Referenzen der verantwortlichen Personen sowie Nachweise über sonstige Förderungen aus öffentlicher Hand. Das ist sachlich richtig – Transparenz und Nachverfolgbarkeit sind in der Kulturförderung geboten – kann aber kleineren Gemeinden oder Initiativen ohne professionelle Projektmanagement-Erfahrung Hürden aufbauen. Eine Beratungsstelle oder digitale Checklisten wären wünschenswert gewesen.</p>
<h1 data-renderer-start-pos="5137">Der berufspolitische Kontext: Chancen für Architektinnen und Architekten</h1>
<p data-renderer-start-pos="5211">Aus berufspolitischer Perspektive ist die neue Förderung bedeutsam. Sie signalisiert, dass Qualitätsarchitektur und Stadtplanung nicht länger als Luxusausstattung gelten, sondern als Investition in gesellschaftliche Lebensqualität, Klimaschutz und Wohnzufriedenheit. Damit werden die strategischen Leitgedanken des Baukulturreports – etwa &#8218;Öffentliche Mittel an Qualitätskriterien knüpfen&#8216; – in konkrete Förderprogramme übersetzt.</p>
<p data-renderer-start-pos="5643">Für Architektinnen und Architekten, die sich auf Prozessgestaltung spezialisiert haben – auf Beteiligung, Stakeholder-Management, Planung im Dialog – eröffnet sich ein neues Betätigungsfeld. Die Bundeskammer der Ziviltechniker:innen hatte die Ausschreibung mitgestaltet; dies zeigt, dass die Interessensvertretung des Berufsstandes proaktiv mitgestaltend agiert, anstatt nur von außen zu kommentieren.</p>
<h1 data-renderer-start-pos="6046">Ausblick: Der fünfte Baukulturreport und die Zukunft</h1>
<p data-renderer-start-pos="6100">Spannend ist auch der Blick in die unmittelbare Zukunft: Der fünfte Österreichische Baukulturreport wird derzeit erarbeitet und wird Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Baukultur enthalten. Wird er die Mittel für das Förderprogramm erhöhen? Wird er weitere Instrumente vorschlagen, etwa gesetzliche Verankerungen oder strukturelle Reformen in den Planungsprozessen? Diese Fragen sind offen – und sie werden Anlass für intensive Diskussionen unter Fachleuten bieten.</p>
<p data-renderer-start-pos="6574">Der heute verfügbare Förderrahmen ist ein wichtiger Anfang. Er beweist: Baukultur ist auf der politischen Agenda angekommen. Dass die Mittel begrenzt sind, ist weniger ein Scheitern als vielmehr ein Eingeständnis, dass finanzielle Ressourcen auch in der Kultur nicht unbegrenzt sind. Umso wichtiger ist es nun, dass die einmal bereitgestellten Mittel wirksam und beispielgebend eingesetzt werden – um zu zeigen, dass Baukulturförderung nicht nur idealistisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist.</p>
<p data-renderer-start-pos="7073"><strong data-renderer-mark="true">FAZIT:</strong> Die neue Baukulturförderung Österreichs ist ein wichtiges Signal. Sie zeigt politischen Willen und Erkenntnis, dass hochwertige Architektur und Stadtplanung öffentliche Güter sind, in die es sich zu investieren lohnt. Mit 400.000 Euro ist es allerdings eher ein Anfang als ein großer Wurf. Wer Baukultur in Österreich nachhaltig stärken will, wird früher oder später um höhere Budgets und strukturelle Verankerung nicht herumkommen. Bis dahin gilt: Die Qualität der ersten Förderrunde wird zeigen, ob dieses Modell tragfähig ist.</p>
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		<title>Wie Österreich seine Denkmaler digital rettet &#8211; und real gefährdet</title>
		<link>https://baukunst.art/wie-oesterreich-seine-denkmaler-digital-rettet-und-real-gefaehrdet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 10:33:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Architekturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Österreichs neues Denkmalschutzgesetz: Mehr Förderung, aber neue Schlupflöcher. Die Wirtschaftlichkeitsklausel gefährdet echten Schutz. Ist das genug für unsere Baukultur?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Verstaubtes Gesetz, zeitgenössische Probleme</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Knapp 40.000 Bauten stehen in Österreich unter Denkmalschutz. Ein Drittel gehört der öffentlichen Hand, ein Drittel Kirchen und Religionsgemeinschaften, das letzte Drittel Privatpersonen. Diese Verteilung ist bezeichnend: Denkmalschutz ist nicht nur eine Frage von Architektur, sondern auch der Ressourcenverteilung. Das österreichische Denkmalschutzgesetz stammte in seiner Grundfassung aus dem Jahr 1923 &#8211; 100 Jahre später war eine Modernisierung überfällig. Im September 2024 trat die lange erwartete Novelle in Kraft, die das Gesetz für die kommenden Jahrzehnte fit machen sollte. Doch schon bei der Begutachtung zeigten sich erhebliche Widersprüche zwischen Anspruch und Wirklichkeit.</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die unbequeme Frage: Wer definiert das Schützenswert Sein?</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Definition eines Denkmals klingt zunächst einfach: Das Bundesdenkmalamt kann einen von Menschen geschaffenen Gegenstand von geschichtlicher, künstlerischer oder sonstiger kultureller Bedeutung zum Denkmal erklären, wenn dessen Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt. Eine Unterschutzstellung folgt dann einem formalisierten Verfahren. Das Problem liegt jedoch in der Diskrepanz zwischen dieser formalen Definition und ihrer praktischen Anwendung. Wolfgang Salcher, Landeskonservator des Bundesdenkmalamts für Wien, spricht von einem &#8218;wunden Punkt&#8216;: Wenn ohne Vorankündigung öffentlich wird, dass etwas unter Denkmalschutz gestellt wird, schrillen die Alarmglocken. Das ist mehr als berechtigt, denn mit der Unterschutzstellung entstehen für Eigentümerinnen und Eigentümer erhebliche Beschränkungen. Umbauten, Modernisierungen, sogar das Anbringen von Photovoltaikanlagen werden reguliert. Diese Unsicherheit hat dazu geführt, dass man in den letzten Jahren versucht, den Prozess transparenter zu gestalten &#8211; doch die Novelle macht hier tatsächlich Fortschritte.</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Erhaltungspflicht als Schlüsselregelung</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das zentrale Versprechen der 2024er Novelle ist die Einführung einer sogenannten Erhaltungspflicht. Zum ersten Mal in der österreichischen Rechtsgeschichte wird Eigentümerinnen und Eigentümern explizit auferlegt, ihre Denkmäler in ordnungsgemäßem Zustand zu erhalten. Das klingt progressiv und ist es auch &#8211; es zielt darauf ab, das bewusste Verfallenlassen von Bausubstanz zu unterbinden. Manche Eigentümer hatten in der Vergangenheit taktisch vorgegangen: Sie ließen ihre Denkmäler gezielt verfallen, um später einen Abbruch begründen zu können. Diese Praxis sollte nun unterbunden werden.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Dazu kam eine deutliche Aufstockung der Fördergelder: Ab 2024 wurden zunächst sechs Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt, ab 2025 sind es zehn Millionen Euro pro Jahr. Das Bundesdenkmalamt erhielt damit endlich die Werkzeuge, die es zur Unterstützung von Eigentümerinnen und Eigentümern benötigt. Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamts, betont zu Recht: Die Erhaltungspflicht funktioniert nur, wenn sie mit ausreichenden Förderressourcen gepaart ist.</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Schlupflöcher statt wirklichem Schutz</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Doch hier offenbaren sich bereits die ersten Risse im neuen Regelwerk. Der Verein Initiative Denkmalschutz erkannte in der Novelle zwar prinzipiell Verbesserungen, kritisierte aber zugleich erhebliche Schlupflöcher. Das zentrale Problem: Sobald eine Erhaltung als &#8218;wirtschaftlich unzumutbar&#8216; beurteilt wird, darf unmittelbar abgerissen werden. Ein Warten auf bessere Zeiten oder neue Eigentümerinnen und Eigentümer ist damit ausgeschlossen. Das ist der Kern der Kritik &#8211; was bedeutet &#8218;wirtschaftlich unzumutbar&#8216;? Diese Bewertung unterliegt einer gewissen Subjektivität und ermöglicht es profitorientierten Investorinnen und Investoren, ihre Interessen vor Denkmalschutz zu priorisieren.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Darüber hinaus wurden andere grundsätzliche Forderungen nicht erfüllt. So fehlt bis heute eine umfassende Gartendenkmalpflege &#8211; Österreich steht hier europaweit auf dem Schlusslicht. Kulturlandschaften und historische Freiräume werden nicht angemessen geschützt. Auch die Ratifizierung der Konvention von Granada, eines europäischen Standards für den Schutz des architektonischen Erbes, steht noch aus. Von 46 Europaratsmitgliedern haben nur fünf diese wichtige Übereinkunft nicht unterzeichnet &#8211; neben Österreich nur noch Albanien, Island, Monaco und San Marino. Das ist mehr als peinlich für eine Nation, die ihre kulturelle Identität zu schätzen vorgibt.</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Wer trägt die Lasten des Denkmalschutzes?</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Während die Novelle auf Bundesebene Verbesserungen brachte, führte sie zu massiven Kostensteigerungen für die Gemeinden. Der Österreichische Gemeindebund warnte ausdrücklich: Zwar seien die erhöhten Förderungen begrüßenswert, aber &#8218;das wird bei weitem nicht ausreichen&#8216;. Gemeinden, die ohnehin schon Schwierigkeiten haben, ihre Denkmäler zu finanzieren, werden zusätzlich belastet. Das ist eine strukturelle Ungerechtigkeit, die die Novelle nicht adressiert. Die Frage, wer Denkmalschutz bezahlen soll &#8211; Private, Gemeinden oder der Bund &#8211; wurde letztlich nicht wirklich gelöst. Sie wurde nur umverteilt.</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Digitalisierung als neuer Hoffnungsträger</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Interessanterweise setzt das Bundesdenkmalamt seit kurzem auf einen anderen Weg: Digitalisierung. Der 30. Tag des Denkmals 2025 steht unter dem Motto &#8218;Denkmal bewahren, digital erfahren&#8216;. Die Rotunde, 1873 zur Wiener Weltausstellung errichtet und 1937 durch ein Großfeuer zerstört, wurde virtuell rekonstruiert. Das Hoxton-Hotel in Wien, zwischen 1952 und 1954 für die Wirtschaftskammer erbaut, wird digital dokumentiert. Diese Strategie erlaubt es, Denkmäler einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ohne sie jederzeit physisch erhalten zu müssen. Doch das ist kein Ersatz für echten Schutz &#8211; es ist ein Zusatz. Eine virtuelle Rotunde erinnert an die echte, bewahrt sie aber nicht.</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Fazit: Notwendige Reformen, ungelöste Grundfragen</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Novelle des Denkmalschutzgesetzes 2024 war notwendig und brachte in einigen Bereichen echte Fortschritte. Die Erhaltungspflicht und die erhöhten Fördergelder sind Schritte in die richtige Richtung. Aber das neue Gesetz offenbart auch, dass die grundsätzliche Frage ungelöst bleibt: Wer sollte für den Schutz unseres kulturellen Erbes verantwortlich sein, und wie wird diese Verantwortung gerecht verteilt? Die wirtschaftliche Unzumutbarkeit als Abrissgrund bleibt ein Schlupfloch. Die Gartendenkmalpflege ist weiterhin unterreguliert. Und die Unterschiedlichkeit zwischen Bund und Gemeinden zeigt, dass die Verteilung der Lasten nicht wirklich neu gedacht wurde. Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten, kann aber die Substanz nicht ersetzen. Ein ehrlicher, kritischer Blick offenbart: Die Reform war ein wichtiger Schritt, aber es ist noch ein weiter Weg zu einem wirklich zeitgenössischen, nachhaltigen und gerechten Denkmalschutz in Österreich.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">
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		<title>Die Pixellüge: Wie KI-Bilder die Architektur korrumpieren</title>
		<link>https://baukunst.art/die-pixelluege-wie-ki-bilder-die-architektur-korrumpieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 13:52:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale-Scheinwelten]]></category>
		<category><![CDATA[KI-Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Pinterest-Problem]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=13388</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die KI-Bilderflut auf Pinterest zeigt unmögliche Traumräume. Wie verteidigen echte Architekten ihre durch Bauwirklichkeit geprägte Kreativität? Ein Plädoyer für die Rückkehr zur ehrlichen Planung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-pixelluege-wie-ki-bilder-die-architektur-korrumpieren/">Die Pixellüge: Wie KI-Bilder die Architektur korrumpieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []">Traumschlösser erobern Pinterest &#8211; Eine Streitschrift wider den digitalen Illusionismus</h1>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Erosion der Wirklichkeit</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Ein Kunde betritt mein Büro, das Smartphone gezückt wie eine Waffe. „Das hier&#8220;, sagt er und wischt durch eine Bildergalerie unmöglicher Räume, „genau das will ich.&#8220; Was er mir zeigt, ist ein architektonisches Perpetuum Mobile: Eine freitragende Wendeltreppe, die sich ohne erkennbare Statik über drei Stockwerke windet, gekrönt von einem Glasdach, das offenbar der Schwerkraft trotzt. Willkommen in der Post-Realität der Architektur.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Nach vier Jahrzehnten im Beruf habe ich vieles erlebt – von der Postmoderne über den Dekonstruktivismus bis zur parametrischen Architektur. Doch was sich derzeit abspielt, ist keine stilistische Evolution, sondern eine fundamentale Erosion unseres Verhältnisses zur gebauten Umwelt. Die KI-generierten Traumbilder, die Pinterest und Instagram überschwemmen, sind nicht nur ästhetischer Datenmüll. Sie sind ein Frontalangriff auf die Essenz unseres Berufs: die Vermittlung zwischen Traum und Machbarkeit.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Der Algorithmus als falscher Prophet</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Künstliche Intelligenz hat ein perfides Talent: Sie produziert Bilder, die gerade plausibel genug aussehen, um Laien zu verzaubern, aber gerade absurd genug sind, um jeden Statiker in den Wahnsinn zu treiben. Diese digitalen Halluzinationen folgen keiner Logik außer der des maximalen visuellen Reizes. Ein Kamin, in dem kein Feuer brennen kann. Stühle mit fünf Beinen. Räume ohne Türen. Das mag auf den ersten Blick wie harmlose Spielerei wirken, doch der Schaden ist real und messbar.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wenn Bauherrinnen mit KI-generierten Fantasien in unsere Büros kommen und erwarten, dass wir diese Hirngespinste in Beton gießen, offenbart sich ein grundlegendes Missverständnis: Architektur ist keine reine Bildproduktion. Sie ist die Kunst des Möglichen innerhalb physikalischer, rechtlicher und budgetärer Grenzen. Jeder Entwurf, den ich in vier Jahrzehnten realisiert habe, war ein Kompromiss – aber ein kreativer, durchdachter, ehrlicher Kompromiss.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Rache der Schwerkraft</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was mich besonders beunruhigt: Die junge Generation von Architektinnen und Architekten wächst mit diesen Bildern auf. Sie scrollen durch endlose Feeds perfekter Unmöglichkeiten und verlieren dabei den Bezug zur haptischen Realität des Bauens. Wie sollen sie lernen, dass ein Balkon eine Mindestauflagefläche braucht? Dass Glas ab einer gewissen Größe Verstrebungen benötigt? Dass jeder Raum Steckdosen, Heizkörper und – ja, auch das – manchmal hässliche, aber notwendige Installationen braucht?</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Ironie dabei: Während die KI uns vorgaukelt, alles sei möglich, werden die realen Spielräume immer enger. Bauvorschriften verschärfen sich, Budgets schrumpfen, nachhaltige Materialien limitieren die Gestaltungsoptionen. In dieser Realität zu arbeiten und trotzdem Räume zu schaffen, die Menschen berühren – das ist die wahre Kunst. Das kann keine KI.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Der Wert des Widerstands</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Doch wie wehren wir uns gegen diese digitale Sintflut? Die Antwort liegt paradoxerweise in dem, was die KI nicht kann: im Unperfekten, im Kontextuellen, im zutiefst Menschlichen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Ich rate meinen jüngeren Kollegen: Nehmt die Klientinnen mit auf die Baustelle. Zeigt ihnen den rohen Beton, die Schweißnähte, die Kabelschächte. Lasst sie die Kälte von Stahl spüren und die Wärme von Holz. Erklärt, warum ein Fenster genau hier sitzen muss und nicht dort. Macht die Physik erlebbar.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Statt mit gerenderten Perfektion zu konkurrieren, sollten wir unsere Skizzen zeigen – roh, ehrlich, mit all den Korrekturen und Überlegungen. Eine von Hand gezeichnete Perspektive, die den Denkprozess offenlegt, hat mehr Integrität als tausend KI-generierte Hochglanzbilder. Sie zeigt: Hier hat ein Mensch nachgedacht, abgewogen, entschieden.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die neue Aufklärung</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wir brauchen eine Art architektonische Medienkompetenz. Bauherren müssen lernen, KI-Bilder als das zu erkennen, was sie sind: digitale Süßigkeiten, die auf der Zunge zergehen, aber keinen Nährwert haben. Und wir Architekten müssen zu Vermittlerinnen werden zwischen der digitalen Scheinwelt und der gebauten Realität.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das bedeutet auch, die KI nicht zu verteufeln, sondern intelligent zu nutzen. Als Werkzeug für erste Ideenskizzen, als Inspirationsquelle – aber niemals als Ersatz für fundierte Planung. Die Verantwortung liegt bei uns: Wir müssen die Grenze ziehen zwischen kreativer Vision und baubarer Wirklichkeit.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Das Manifest des Machbaren</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Nach vier Jahrzehnten im Beruf weiß ich: Die besten Gebäude entstehen nicht aus perfekten Renderings, sondern aus dem Dialog zwischen Vision und Einschränkung. Ein genialer Grundriss, der mit dem vorhandenen Budget auskommt, ist mehr wert als eine spektakuläre Fassade, die nie gebaut wird. Ein clever platziertes Fenster, das den Blick rahmt und gleichzeitig die Privatsphäre wahrt, zeigt mehr architektonische Intelligenz als jede KI-generierte Traumkulisse.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Zukunft gehört den Architektinnen und Architekten, die beides beherrschen: die digitalen Tools und das analoge Handwerk. Die wissen, wann ein Algorithmus hilft und wann er schadet. Die den Mut haben, zu sagen: „Das ist physikalisch unmöglich, aber ich zeige Ihnen, was möglich ist – und es wird Sie genauso begeistern.&#8220;</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Unsere Stärke liegt nicht darin, mit der Perfektion der Pixel zu konkurrieren. Sie liegt in der Unperfektion der Realität, in der Patina des Materials, in der Überraschung des unerwarteten Lichteinfalls. Darin, Räume zu schaffen, die nicht nur auf Instagram funktionieren, sondern im echten Leben.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die KI mag die Realität erschlagen wollen. Aber am Ende siegt immer die Schwerkraft.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">
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		<title>Herzog &#038; de Meurons Milliardenquartier: Wie Münchens Bahnhofsviertel seine Schmuddelecken-Image loswerden will</title>
		<link>https://baukunst.art/herzog-de-meurons-milliardenquartier-wie-muenchens-bahnhofsviertel-seine-schmuddelecken-image-loswerden-will/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 13:14:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[München-Bahnhofsviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltige Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Quartiersentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Münchens größtes Innenstadtprojekt THE VERSE transformiert das Bahnhofsviertel. Herzog &#038; de Meuron schaffen ein Quartier zwischen bayerischer Bautradition und internationalem Anspruch.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []">THE VERSE: Münchens Bahnhofsviertel zwischen Verdichtung und Verheißung</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Münchner Bahnhofsviertel hat schon vieles gesehen: Gründerzeitlichen Glanz, kriegsbedingte Zerstörung, zwielichtige Rotlichtromantik und nun die nächste Metamorphose. Mit THE VERSE entsteht hier bis 2027 ein Quartier, das exemplarisch für die Herausforderungen bayerischer Stadtentwicklung steht. Herzog &amp; de Meuron interpretieren dabei nicht nur ein schwieriges Grundstück neu, sondern navigieren geschickt durch die Untiefen der Bayerischen Bauordnung und münchnerischer Planungskultur.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese: Ein Standort im Spannungsfeld</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Areal zwischen Bayer-, Schwanthaler-, Paul-Heyse- und Mittererstraße liegt im Epizentrum städtebaulicher Umbrüche. Die Nähe zum derzeit komplett neugestalteten Hauptbahnhof macht das Quartier zum Gravitationszentrum der sich wandelnden Münchner Innenstadt. Was die Entwicklerinnen und Entwickler von ACCUMULATA gemeinsam mit Oaktree Capital Management hier realisieren, folgt einer spezifisch münchnerischen Logik: maximale Verdichtung bei gleichzeitiger Schaffung von Aufenthaltsqualität – ein Balanceakt, den die Stadtgestaltungskommission mit Argusaugen beobachtet.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die bayerische Landeshauptstadt ringt seit Jahren mit ihrer eigenen Attraktivität. Der Zuzugsdruck, die astronomischen Grundstückspreise und die restriktive Höhenbegrenzung der Münchner Bauordnung zwingen Planerinnen und Planer zu kreativen Lösungen. THE VERSE nutzt diese Zwänge produktiv: Mit über 70.000 Quadratmetern Mietfläche auf einem verhältnismäßig kompakten Grundstück entsteht hier eine der größten Innenstadtentwicklungen Münchens – bei einer Höhe von gerade einmal 30 Metern.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Grüne Lunge statt graue Energie: Der Nachhaltigkeitsansatz</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Robert Hösl, Partner bei Herzog &amp; de Meuron, spricht von einer &#8222;Verfeinerung des nachhaltigen Konzepts&#8220;. Dahinter verbirgt sich mehr als übliche Architektenprosa. Der Teilerhalt des Bestandsrohbaus bis zum dritten Obergeschoss spart nicht nur graue Energie, sondern ist auch eine Verneigung vor der Münchner Tradition des behutsamen Stadtumbaus. Die Bayerische Bauordnung mit ihren spezifischen Anforderungen an Brandschutz und Statik macht solche Bestandsintegrationenn zur Herkulesaufgabe – umso bemerkenswerter ist deren konsequente Umsetzung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die 2.700 Quadratmeter große parkähnliche Oase im Inneren des Quartiers folgt einer typisch süddeutschen Tradition: der Schaffung halböffentlicher Rückzugsräume im verdichteten urbanen Kontext. Anders als in Berlin oder Hamburg, wo Blockrandbebauungen oft hermetisch abgeschlossen bleiben, öffnet sich THE VERSE bewusst zum Viertel. Die Passagen, die Herzog &amp; de Meuron zwischen den Straßenzügen und den Innenhöfen spannen, erinnern an die historischen Durchgänge der Münchner Altstadt – neu interpretiert und klimatisch optimiert.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Dachlandschaft als urbanes Statement</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was sich in luftiger Höhe über dem Bahnhofsviertel entwickelt, könnte wegweisend für die bayerische Baukultur werden. Mit über 2.000 Quadratmetern nutzbarer Dachterrassenfläche entsteht eine der ambitioniertesten Dachlandschaften der Stadt. Laufbahnen, Fitnessflächen und sogar ein Padel-Court in 30 Metern Höhe – das klingt nach Silicon Valley, funktioniert aber auch im konservativen München. Die Stadtgestaltungskommission, sonst eher für ihre Skepsis gegenüber allzu progressiven Ideen bekannt, hat diese Vision abgesegnet.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese Entscheidung markiert einen Paradigmenwechsel in der münchnerischen Planungskultur. Während andere bayerische Städte noch über die Aktivierung ihrer Dachflächen diskutieren, schafft München Fakten. Die lokale Architektenkammer Bayern hat in den vergangenen Jahren intensiv für die Nutzung von Dachflächen als &#8222;fünfte Fassade&#8220; geworben – THE VERSE liefert nun ein Leuchtturmprojekt.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Lokale Akteure, internationale Standards</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Zusammenarbeit zwischen dem Schweizer Büro Herzog &amp; de Meuron und den lokalen Projektentwicklern illustriert eine spezifisch süddeutsche Herangehensweise: Weltläufigkeit bei gleichzeitiger Verwurzelung. Markus Diegelmann von ACCUMULATA, ein Münchner Urgestein der Immobilienbranche, und sein Team kennen die Eigenarten des lokalen Marktes. Die Vermietungsstrategie durch Montibus Asset Management folgt einer Multi-Tenant-Logik, die auf die kleinteilige Unternehmensstruktur Münchens zugeschnitten ist – anders als in Frankfurt, wo Großbanken ganze Türme mieten.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Riedel Bau AG als ausführendes Bauunternehmen steht exemplarisch für die Leistungsfähigkeit bayerischer Mittelständler. Während andernorts internationale Generalunternehmer dominieren, setzt München auf regionale Expertise. Diese Firmen kennen die Tücken des Münchner Baugrunds, die spezifischen Anforderungen der örtlichen Bauaufsicht und die ungeschriebenen Regeln der lokalen Baukultur.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Das Bahnhofsviertel als Labor urbaner Transformation</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was sich rund um den Münchner Hauptbahnhof entwickelt, ist mehr als eine isolierte Quartiersentwicklung. THE VERSE wird zum Katalysator einer umfassenden Transformation, die das lange vernachlässigte Bahnhofsviertel zum Central Business District aufwertet. Diese Entwicklung folgt keinem Masterplan von oben, sondern einer typisch bayerischen Mischung aus privatwirtschaftlicher Initiative und kommunaler Steuerung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Nähe zur geplanten zweiten S-Bahn-Stammstrecke macht das Quartier zum Mobilitätshub ersten Ranges. Die Münchner Verkehrsgesellschaft plant bereits die Optimierung der Tramlinien, die Landeshauptstadt München arbeitet an einem umfassenden Mobilitätskonzept für das Viertel. THE VERSE profitiert von diesen Planungen, trägt aber auch zur kritischen Masse bei, die solche Infrastrukturinvestitionen rechtfertigt.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Zwischen Leuchtturm und Lehrbeispiel</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Stefan Schillinger von ACCUMULATA betont, hier entstehe &#8222;keine sterile Bürowelt, sondern ein lebendiges, gemischt genutztes Quartier&#8220;. Diese Aussage ist mehr als Marketing – sie spiegelt einen Paradigmenwechsel in der bayerischen Projektentwicklung. Während in den 1980er und 1990er Jahren monofunktionale Bürotürme das Ideal darstellten, fordert die moderne Stadtplanung Nutzungsmischung. Die Erdgeschosszone mit Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen folgt dieser Logik konsequent.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Reduzierung der Arkadentiefe entlang der Paul-Heyse-Straße zeigt, wie kleinteilige Optimierungen große Wirkung entfalten können. Solche Details mögen banal erscheinen, prägen aber die Aufenthaltsqualität entscheidend. Die Münchner Stadtgestaltungskommission, bekannt für ihre akribische Detailbetrachtung, hat diese Anpassungen explizit gewürdigt.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Fazit: Ein Modell mit Übertragungspotenzial</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">THE VERSE zeigt, wie moderne Quartiersentwicklung unter bayerischen Rahmenbedingungen funktionieren kann. Die Kombination aus internationalem Architekturniveau, lokaler Bauexpertise und sensibler Einbettung in den städtebaulichen Kontext macht das Projekt zum potentiellen Vorbild für andere bayerische Großstädte. Nürnberg, Augsburg oder Regensburg stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Verdichtung bei Wahrung der Lebensqualität, Aktivierung brachliegender Innenstadtquartiere, Integration nachhaltiger Mobilitätskonzepte.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Fertigstellung 2027 wird zeigen, ob die hochgesteckten Erwartungen erfüllt werden. Bis dahin bleibt THE VERSE ein faszinierendes Realexperiment bayerischer Baukultur – mit all seinen Chancen und Risiken. Die Münchner Stadtgesellschaft beobachtet gespannt, ob Herzog &amp; de Meurons Vision aufgeht: Ein Quartier zu schaffen, das nicht nur architektonisch überzeugt, sondern auch sozial funktioniert. In einer Stadt, die zwischen Laptop und Lederhose navigiert, keine leichte Aufgabe.</p>
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		<title>Baukunst-Zwischen Volkspark und Teilchenbeschleuniger – Hamburgs kühner Wurf für die Wissenschaft</title>
		<link>https://baukunst.art/baukunst-zwischen-volkspark-und-teilchenbeschleuniger-hamburgs-kuehner-wurf-fuer-die-wissenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2025 08:20:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Nord]]></category>
		<category><![CDATA[Cobe Architekten]]></category>
		<category><![CDATA[Science City Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung Bahrenfeld]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=12994</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hamburg macht Ernst mit der Wissenschaftsstadt der Zukunft: Das dänische Büro Cobe überzeugt mit einer Vision, die Forschung und Stadtleben revolutionär verschmelzt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []">Hamburgs Science City: Dänische Vision für Deutschlands Wissenschaftsquartier der Zukunft</h1>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein Pionierstadtteil nimmt Gestalt an</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Im September 2024 fiel die Entscheidung für eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands: Das dänische Büro Cobe aus Kopenhagen setzte sich im Wettbewerblichen Dialog für die &#8222;Quartiere am Volkspark&#8220; in der Science City Hamburg Bahrenfeld durch. Mit einem Entwurf, der Wissenschaft nicht länger in isolierte Campus-Inseln verbannt, sondern sie zum integralen Bestandteil städtischen Lebens macht, haben die Däninnen und Dänen die Jury überzeugt – und nebenbei eine Blaupause für die Wissenschaftsquartiere der Zukunft geliefert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Dimensionen sind beeindruckend: Auf 55 Hektar entlang des Volksparks Altona entstehen bis in die 2040er Jahre rund 3.800 neue Wohnungen, universitäre Einrichtungen, Forschungslabore und ein lebendiges Stadtquartier. Das Areal erstreckt sich vom Gelände der zu verlagernden Trabrennbahn über die derzeitigen Kleingartenanlagen bis zum künftigen A7-Deckel. Was hier entsteht, ist nicht weniger als Hamburgs Antwort auf Cambridge, Oxford oder das Silicon Valley – nur eben auf Hanseatisch und mit skandinavischem Feingefühl geplant.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Drei Quartiere, eine Vision</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Entwurf von Cobe teilt die &#8222;Quartiere am Volkspark&#8220; in drei charakteristische Teilgebiete, die jeweils ihre eigene Identität entwickeln und dennoch Teil eines kohärenten Ganzen sind.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Campusviertel</strong> bildet das pulsierende Herz der Science City. Ein System urbaner Plätze und öffentlicher Funktionen unterstreicht hier den städtischen Charakter. Die geplanten Fachbereiche der Universität Hamburg, insbesondere für Chemie und Physik, prägen das Viertel, ergänzt durch ein neues Hörsaalzentrum. Hier verschmelzen akademisches Leben und urbane Vitalität zu einem neuen Typus des Wissenschaftsquartiers. Die Campusmeile mit ihrer grünen Mitte wird zum zentralen Treffpunkt – keine sterile Wissenschaftsachse, sondern ein lebendiger Boulevard des Wissens.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die östlich angrenzende <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">neue Gartenstadt</strong> interpretiert ein klassisches städtebauliches Konzept zeitgemäß neu. Lineare, offene Wohnblockstrukturen schaffen grüne Höfe und stärken den Nachbarschaftscharakter. Die Struktur nimmt dabei geschickt Bezug auf die bestehenden Kleingärten, die auf den künftigen A7-Deckel umziehen werden – ein respektvoller Umgang mit gewachsenen Strukturen, der für Hamburger Stadtentwicklung charakteristisch ist.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Naturquartier</strong> östlich des A7-Deckels zeigt, wie Urbanität und Natur verschmelzen können. Eine lose, durchmischte Blockstruktur lässt die Natur immer wieder in die Zwischenräume eindringen – ein Konzept, das angesichts der Klimakrise und des Artensterbens wegweisend ist.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Nachhaltigkeit als Gestaltungsprinzip</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Besonders überzeugend ist Cobes Umgang mit dem Regenwasser. Ein Netz aus Entwässerungsmulden, Gräben und Rückhaltebecken fängt Niederschläge auf und lässt sie versickern. Die Retentionsflächen werden zum landschaftsplanerischen Gestaltungselement. Diese &#8222;Schwammstadt&#8220;-Prinzipien sind keine nachträgliche Ergänzung, sondern integraler Bestandteil der städtebaulichen Konzeption. Karoline Liedtke-Sørensen von Cobe bringt es auf den Punkt: &#8222;Dieses Netzwerk verknüpft die bedeutenden Parkanlagen Bahrenfelds und wird zu den grünen, pulsierenden Adern der Science City.&#8220;</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Mobilitätskonzept setzt konsequent auf den Umweltverbund. Eine neue unterirdisch verlaufende S-Bahn-Station wird zentral im Gebiet liegen, ergänzt durch Mobility Hubs an den Quartierseingängen. Das Prinzip ist klar: Der nachhaltigste Transportweg ist immer am schnellsten zu erreichen. Die weitgehende Befreiung der Nachbarschaft vom motorisierten Individualverkehr schafft Raum für Begegnung und Aufenthaltsqualität.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Partizipation als Erfolgsfaktor</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was den Hamburger Prozess von anderen Großprojekten unterscheidet, ist die intensive Bürgerbeteiligung. Mit der &#8222;Stadtteildelegation&#8220; wurde ein innovatives Beteiligungsformat entwickelt: Menschen aus der Nachbarschaft begleiteten den gesamten Wettbewerblichen Dialog und berieten das Auswahlgremium als Sachverständige. Diese Form der Partizipation geht weit über kosmetische Beteiligung hinaus – hier wurden Anwohnerinnen und Anwohner zu echten Mitgestaltern ihrer künftigen Nachbarschaft.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Science City Hamburg Bahrenfeld GmbH als Ausloberin hat damit neue Maßstäbe gesetzt. Die Beteiligung fand nicht nur in Hinterzimmern statt: Präsentationen in der Esther-Bejarano-Schule, Ausstellungen im Infocenter und sogar ein mobiles Info-Fahrrad brachten die Planungen direkt zu den Menschen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Hamburgs spezifischer Weg</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, betont: &#8222;Die Science City Hamburg Bahrenfeld steht für das, was Hamburg stark macht: Offener Austausch, Vernetzung und Raum für innovative Ideen.&#8220; Diese Aussage ist mehr als politische Rhetorik – sie beschreibt einen spezifisch hamburgischen Ansatz der Stadtentwicklung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Anders als in München, wo mit dem neuen Campus Garching eine isolierte Wissenschaftsstadt entstand, oder in Berlin, wo die Wissenschaftsstandorte über die Stadt verstreut sind, verfolgt Hamburg einen integrativen Ansatz. Franz Josef Höing, Hamburgs Oberbaudirektor, bringt es auf den Punkt: &#8222;Mehr Stadt in der Stadt – der prämierte Entwurf setzt die Hamburger Stadtentwicklungsstrategie am Volkspark entscheidend um: dicht und dennoch grün.&#8220;</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Science City ist dabei kein Prestigeprojekt der Landesregierung, sondern fest in der lokalen Verwaltung verankert. Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg freut sich besonders, &#8222;dass der Erhalt ortsbildprägender Bestandsbauten mitgedacht wird und dass auch die soziale Infrastruktur Raum findet.&#8220; Diese Bodenhaftung unterscheidet Hamburg wohltuend von anderen Metropolen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Herausforderungen und Kritikpunkte</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Bei aller Begeisterung bleiben Fragen offen. Die Verlagerung der Trabrennbahn und der Kleingärten bedeutet für viele Menschen den Verlust vertrauter Orte. Wie sozialverträglich diese Transformation gelingt, wird sich zeigen. Die geplanten 3.800 Wohnungen sollen einen hohen Förderanteil aufweisen – doch &#8222;hoch&#8220; ist relativ, und Hamburg kämpft bereits jetzt mit explodierenden Mieten.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auch die zeitliche Dimension birgt Risiken. Die Funktionsplanung soll Ende 2026 abgeschlossen sein, erste Bauaktivitäten sind ab 2027/2028 zu erwarten. Bis zur vollständigen Realisierung in den 2040er Jahren kann viel passieren – Regierungswechsel, Wirtschaftskrisen, veränderte Prioritäten. Die lange Bauzeit birgt die Gefahr, dass das heute visionäre Konzept bei Fertigstellung bereits überholt ist.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein Modell mit Strahlkraft</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Trotz dieser Unwägbarkeiten hat Hamburg mit der Entscheidung für Cobe ein starkes Signal gesetzt. Cobe setzte sich gegen renommierte Konkurrenz durch: Karres en Brands mit ADEPT sowie Mandaworks mit LOLA Landscape Architects. Dass ein dänisches Büro den Zuschlag erhielt, ist kein Zufall – Kopenhagen gilt als Vorreiter nachhaltiger Stadtentwicklung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Hamburger Ansatz könnte Schule machen. Während deutsche Universitäten oft in historischen Innenstädten gefangen oder auf grünen Wiesen isoliert sind, zeigt die Science City einen dritten Weg: die Integration von Wissenschaft in moderne, gemischte Stadtquartiere. Andreas Kleinau von der Science City GmbH fragt rhetorisch: &#8222;Wer würde in diesem Pionierstadtteil nicht forschen, lernen oder leben wollen?&#8220;</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Fazit: Mehr als ein Quartier</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was in Hamburg-Bahrenfeld entsteht, ist mehr als ein weiteres Stadtentwicklungsprojekt. Es ist der Versuch, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie Wissenschaft und Stadt im 21. Jahrhundert zusammengehören. Der Cobe-Entwurf zeigt: nicht als getrennte Welten, sondern als sich gegenseitig befruchtende Systeme.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Science City könnte zum Modell werden für andere Städte, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. In Zeiten, in denen Wissensproduktion zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor wird und gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum zur Mangelware, bietet Hamburg eine überzeugende Synthese. Ob diese Vision Realität wird, hängt von vielen Faktoren ab – nicht zuletzt vom politischen Willen und der Finanzierungssicherheit über Legislaturperioden hinweg.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Eines ist jedoch sicher: Mit der Entscheidung für Cobe hat Hamburg die Weichen gestellt für ein Stadtquartier, das internationale Maßstäbe setzen könnte. Ein Quartier, das zeigt, dass Spitzenforschung nicht im Elfenbeinturm stattfinden muss, sondern mitten im Leben. Die Hansestadt beweist damit einmal mehr ihren Anspruch, nicht nur Tor zur Welt, sondern auch Labor für die Stadt der Zukunft zu sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/baukunst-zwischen-volkspark-und-teilchenbeschleuniger-hamburgs-kuehner-wurf-fuer-die-wissenschaft/">Baukunst-Zwischen Volkspark und Teilchenbeschleuniger – Hamburgs kühner Wurf für die Wissenschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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		<title>Verena Hubertz: Eine stille Strategin im Bauministerium?</title>
		<link>https://baukunst.art/verena-hubertz-eine-stille-strategin-im-bauministerium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 13:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bauministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Verena Hubertz]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Fast-Food-Job zur Ministerin: Verena Hubertz wird Bundesbauministerin – mit klarem Kurs auf Wohnungsbau, Mieterschutz und sozialer Verantwortung.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Zwischen Gründergeist und Genossenschaftsgeist: Verena Hubertz und der Neubeginn im Bauministerium</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wenn Politikerinnen und Politiker mit unternehmerischem Hintergrund ein Ministeramt übernehmen, erzeugt das oft Neugier – und mitunter Skepsis. Im Fall von Verena Hubertz, der neuen Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, liegen die Maßstäbe hoch: 400.000 neue Wohnungen jährlich, Mieterschutz, Wohnungsbauturbo und klimaneutrale Architektur. Gleichzeitig ist Hubertz ein politisches Talent mit pragmatischem Habitus und unternehmerischer Erfahrung – eine Mischung, die im Bauministerium dringend gebraucht wird.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Sozialdemokratin mit Fast-Food-Erfahrung</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die aus Trier stammende Betriebswirtin prägte ein Nebenjob bei Burger King: niedrige Löhne, ungerechte Arbeitsverhältnisse – diese frühen Eindrücke führten sie zur SPD und letztlich in die Politik. Es ist kein PR-Gag, sondern eine authentische Geschichte sozialen Aufstiegs, die zeigt, wie tief ihr Engagement für gerechtere Wohn- und Lebensverhältnisse verwurzelt ist.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Von der App zur Ampel</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">2013 gründete Hubertz das erfolgreiche Start-up “Kitchen Stories”, dessen Rezepte selbst Apple-Chef Tim Cook überzeugten. Nach dem Verkauf an eine Bosch-Tochter wechselte sie 2021 in den Bundestag. Dort machte sie sich rasch einen Namen: als stellvertretende Fraktionsvorsitzende mit Zuständigkeit für Wirtschaft, Energie und – Bauen. Ihr Verhandlungsgeschick in den Ampel-Jahren, ihre Nähe zu SPD-Chef Lars Klingbeil und ihr Auftreten – sachlich, leise, aber durchsetzungsfähig – machten sie zur idealen Kandidatin für das krisengeschüttelte Bauministerium.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Programmatisch klar: Hubertz’ wohnungspolitische Agenda</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Herausforderungen sind immens: Mietpreisbremse, Wohnungslosigkeit, Bürokratieabbau. Hubertz’ Positionen sind deutlich: Ein Mietenstopp für drei Jahre soll die soziale Schieflage auf dem Wohnungsmarkt mildern. Für Wohnungslose fordert sie mehr Sozialarbeit und bessere Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig braucht es Tempo beim Wohnungsbau: Ein neuer § 246e im Baugesetzbuch soll Genehmigungen beschleunigen. Förderprogramme sollen strategischer gesteuert, das Ministerium gestärkt werden.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Klimaneutral bauen bis 2045 – dieses Ziel bleibt. Hubertz will ökologische Baustandards voranbringen und den Dialog mit der Bauwirtschaft intensivieren. Sie gilt als offen für neue Technologien, sieht aber auch soziale Fragen als integralen Bestandteil jeder Nachhaltigkeitsstrategie.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Erwartung und Realität</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Verbände wie der GdW und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe begrüßen ihre Ernennung, sehen aber auch Reformdruck. Die Erwartungen sind hoch, die Zeit knapp – und nach dem blassen Auftritt ihrer Vorgängerin Klara Geywitz muss Hubertz nicht nur liefern, sondern auch Vertrauen zurückgewinnen.</p>
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		<title>Das Rätsel unter dem Acker: 800 Jahre alte Fluchtburg gibt Geheimnisse preis</title>
		<link>https://baukunst.art/das-raetsel-unter-dem-acker-800-jahre-alte-fluchtburg-gibt-geheimnisse-preis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 15:42:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterirdische Architektur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=11737</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein 800 Jahre alter Erdstall in Oberösterreich gibt Rätsel auf. Forschende der FH Wels nutzen modernste 3D-Messtechnik, um die Geheimnisse dieser einzigartigen unterirdischen Architektur zu entschlüsseln.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/das-raetsel-unter-dem-acker-800-jahre-alte-fluchtburg-gibt-geheimnisse-preis/">Das Rätsel unter dem Acker: 800 Jahre alte Fluchtburg gibt Geheimnisse preis</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Geheimnis um Erdstall in Grieskirchen gelüftet: Hightech enthüllt mittelalterliches Versteck</h1>
<p>Ein architektonisches <strong>Meisterwerk des Mittelalters</strong> liegt sieben Meter unter der Erde im oberösterreichischen Grieskirchen. Was 1993 durch einen Zufall entdeckt wurde, entwickelt sich zu einem Paradebeispiel moderner <strong>Architekturforschung</strong>.</p>
<h2>Baukunst im Verborgenen</h2>
<p>Der <strong>Erdstall Meierhofer</strong> erstreckt sich über 37 Meter und umfasst sieben kunstvoll angelegte Räume. Die Besonderheit: Verbunden sind diese durch präzise konstruierte <strong>Schlupfe</strong> – Durchgänge von lediglich 40 Zentimetern Durchmesser. Eine architektonische Meisterleistung, die Fragen aufwirft.</p>
<h2>Innovative Forschungsmethoden</h2>
<p>Professor Kurt Niel und sein Kollege Raimund Edlinger von der <strong>FH Oberösterreich</strong> haben eine bahnbrechende <strong>Messmethode</strong> entwickelt. Mit einem tragbaren System, ausgestattet mit <strong>Tiefenkameras</strong> und <strong>Gyroskop</strong>, erstellen sie präzise <strong>3D-Modelle</strong> der unterirdischen Struktur. Diese Technologie ermöglicht erstmals eine detaillierte Analyse der mittelalterlichen Bausubstanz.</p>
<h2>Architektonische Raffinesse</h2>
<p>Die Konstruktion folgt einem ausgeklügelten Plan: Ausgehend von einem sieben Meter tiefen Bauschacht schufen die mittelalterlichen Baumeisterinnen und Baumeister ein dreidimensionales Labyrinth. Die engen Durchgänge dienten nicht der Materialersparnis – sie waren Teil eines durchdachten <strong>Verteidigungskonzepts</strong>.</p>
<h2>Funktionale Architektur mit Mehrwert</h2>
<p>Die architektonische Analyse offenbart durchdachte Details: <strong>Sitz- und Lampennischen</strong> zeugen von geplanter längerer Aufenthaltsdauer. Ein kreisrunder <strong>Verschlussstein</strong> und Spuren einer <strong>Holztür</strong> belegen das ausgefeilte Sicherheitssystem. Die Architektur vereint dabei Funktionalität mit effizienter Raumnutzung.</p>
<div id="attachment_11741" style="width: 1223px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11741" class="size-full wp-image-11741" src="https://baukunst.art/wp-content/uploads/2025/01/Bild-3.jpeg" alt="Baukunst-Das Rätsel unter dem Acker: 800 Jahre alte Fluchtburg gibt Geheimnisse preis" width="1213" height="673" srcset="https://baukunst.art/wp-content/uploads/2025/01/Bild-3.jpeg 1213w, https://baukunst.art/wp-content/uploads/2025/01/Bild-3-768x426.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1213px) 100vw, 1213px" /><p id="caption-attachment-11741" class="wp-caption-text">© FH OÖ</p></div>
<h2>Zukunftsweisende Präsentation</h2>
<p>Die Gemeinde plant eine innovative Präsentation des architektonischen Erbes. Ein <strong>überirdisches 1:1-Modell</strong> soll die unterirdische Architektur erlebbar machen. Ergänzt durch <strong>Virtual-Reality-Technologie</strong> entsteht eine zeitgemäße Verbindung von historischer Baukunst und moderner Vermittlung.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der Erdstall von Grieskirchen demonstriert eindrucksvoll, wie mittelalterliche Architekten komplexe Sicherheitsanforderungen mit präziser Bauausführung verbanden. Die moderne <strong>3D-Vermessungstechnik</strong> ermöglicht nun erstmals, diese architektonische Leistung umfassend zu würdigen und zu dokumentieren. Ein Beispiel dafür, wie historische Baukunst durch innovative Technologie neu erschlossen werden kann.</p>
<p><a href="https://www.volksbildungswerk.at/fileadmin/bilder/Vereine/Erdstaelle_und_kuenstliche_Hoehlen.pdf" target="_blank" rel="noopener">mehr&#8230;</a></p>
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		<title>KI im Architekturbüro – Wer hat die Rechte? Architekten in der Zwickmühle!</title>
		<link>https://baukunst.art/ki-im-architekturbuero-wer-hat-die-rechte-architekten-in-der-zwickmuehle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 15:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KI im Architekturbüro: Urheberrecht und Haftung – Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Architekturbüro birgt rechtliche Herausforderungen. Wer ist Urheber, wer haftet? Klare Antworten fehlen noch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/ki-im-architekturbuero-wer-hat-die-rechte-architekten-in-der-zwickmuehle/">KI im Architekturbüro – Wer hat die Rechte? Architekten in der Zwickmühle!</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Urheberrecht bei Verwendung von KI im Architekturbüro: Chancen und Herausforderungen</strong></h3>
<p>Die Nutzung von <strong>Künstlicher Intelligenz (KI)</strong> hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und auch die Architekturbranche erreicht. Architekturbüros setzen zunehmend KI-gestützte Tools ein, um Arbeitsprozesse zu optimieren, Entwürfe zu automatisieren und kreative Ideen zu entwickeln. Doch der Einsatz von KI bringt nicht nur technische Innovationen, sondern auch rechtliche Fragestellungen mit sich, insbesondere im Hinblick auf das Urheberrecht und die Haftung.</p>
<h4>Die Einordnung von KI in der Architektur</h4>
<p>Auf europäischer Ebene regelt der <strong>AI-Act</strong> den Einsatz von KI-Systemen und teilt diese in verschiedene Risikokategorien ein. Während hochriskante Anwendungen, wie die biometrische Identifikation, strengen Regulierungen unterliegen, fallen KI-Tools, die im Architekturbüro eingesetzt werden, meist in die Kategorie des geringen Risikos. Das bedeutet, dass keine spezifischen Einschränkungen für Architekturbüros gelten. Allerdings müssen Anbieter von KI-Systemen weiterhin bestimmte Informationen bereitstellen und einen Vertreter in der EU benennen, wenn sie ihren Sitz außerhalb der EU haben. Dies betrifft insbesondere KI-Modelle, die zur Erstellung von architektonischen Renderings verwendet werden, welche als Werkzeuge in Planungsbüros eine hohe Relevanz besitzen.</p>
<h4>Urheberrechtliche Fragen: Wer ist der Urheber?</h4>
<p>Eine der zentralen Fragen beim Einsatz von KI in der Architektur ist die nach der Urheberschaft. Traditionell sind <strong>urheberrechtlich geschützte Werke</strong> an die kreative Schöpfung eines Menschen gebunden. Doch bei KI-generierten Entwürfen stellt sich die Frage, ob diese als geistige Schöpfungen gelten können, wenn sie durch eine Maschine und nicht durch einen Menschen erstellt wurden. Der aktuelle rechtliche Rahmen sieht vor, dass Werke durch eine persönliche geistige Schöpfung entstehen müssen, um urheberrechtlich geschützt zu sein. Dies führt zu Unsicherheiten, wenn es um Werke geht, die vollständig oder teilweise durch KI erstellt wurden.</p>
<p>In der EU gibt es Bestrebungen, den bestehenden Rechtsrahmen zu überarbeiten, um den Herausforderungen durch KI gerecht zu werden. Eine Anpassung der <strong>DSM-Richtlinie</strong> (Urheberrechtsrichtlinie) könnte den rechtlichen Schutz von KI-generierten Werken klären. Dennoch bleibt die Frage offen, ob die KI selbst als Urheber betrachtet werden kann oder ob diese Rolle weiterhin Menschen vorbehalten bleibt, die die KI bedienen und steuern.</p>
<h4>Haftungsfragen: Wer trägt die Verantwortung?</h4>
<p>Neben dem Urheberrecht ist die Haftungsfrage eine der größten Herausforderungen beim Einsatz von KI in Architekturbüros. Bei Fehlern in KI-generierten Entwürfen stellt sich die Frage, wer für die entstandenen Schäden haftet – der Architekt, der die Software verwendet, der Anbieter der KI-Software oder gar die Entwickler der KI selbst? Traditionell haften Architekten für die Qualität ihrer Entwürfe. Mit der Einführung von KI-basierten Tools könnten jedoch neue Grauzonen entstehen, die eine genaue vertragliche Regelung erfordern.</p>
<p>Die <strong>Novellierung der Produkthaftungsrichtlinie</strong> der EU zielt darauf ab, die verschuldensunabhängige Haftung für Schäden, die durch die Nutzung von KI-Systemen entstehen, zu regeln. Dabei wird betont, dass Architekturbüros klare vertragliche Vereinbarungen über die Haftung und die Nutzung von KI-Tools treffen sollten, um Unsicherheiten zu vermeiden. Diese Regelungen könnten sowohl die Verantwortlichkeiten der Architekten als auch der Anbieter von KI-Systemen umfassen.</p>
<h4>Neue Geschäftsmodelle und Chancen</h4>
<p>Trotz der rechtlichen Herausforderungen bietet der Einsatz von KI in der Architektur auch zahlreiche Chancen. Architekturbüros können durch den Einsatz von KI-gestützten Lösungen ihre Effizienz steigern, Kosten senken und neue Geschäftsmodelle entwickeln. KI kann Prozesse automatisieren, komplexe Daten analysieren und innovative Designs generieren, die menschliche Kreativität ergänzen. Diese neuen Möglichkeiten müssen jedoch im Einklang mit den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen stehen, um sowohl die kreative Freiheit als auch den rechtlichen Schutz zu gewährleisten.</p>
<h4>Ausblick: Die Zukunft des Urheberrechts in der Architektur</h4>
<p>Die Integration von KI in den architektonischen Entwurfsprozess wird die Branche weiterhin vor große Herausforderungen stellen. Es bedarf eines proaktiven Ansatzes, um diese Herausforderungen anzugehen und geeignete Lösungen zu finden. Eine mögliche Reform des Urheberrechts könnte helfen, klare Regelungen für die Schutzfähigkeit von KI-generierten Werken zu schaffen. Gleichzeitig müssen Architekten und Fachleute im rechtlichen Bereich die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um ihre Praxis rechtzeitig an die sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen.</p>
<p>Während die rechtlichen Fragen zu Urheberrecht und Haftung bei der Nutzung von KI in der Architektur weiterhin offen bleiben, ist klar, dass die Branche eine ausgewogene Herangehensweise benötigt. Die Verbindung von technischer Innovation und rechtlicher Sicherheit ist der Schlüssel, um die Vorteile von KI optimal zu nutzen und gleichzeitig die Rechte und Pflichten aller Beteiligten zu wahren.</p>
<hr />
<p>Der Artikel beleuchtet die aktuellen rechtlichen Herausforderungen und Chancen beim Einsatz von KI in Architekturbüros, mit Fokus auf Urheberrecht und Haftung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/ki-im-architekturbuero-wer-hat-die-rechte-architekten-in-der-zwickmuehle/">KI im Architekturbüro – Wer hat die Rechte? Architekten in der Zwickmühle!</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das schwere Erbe der Villa Tugendhat</title>
		<link>https://baukunst.art/das-schwere-erbe-der-villa-tugendhat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Aug 2024 16:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Bauhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Funktionalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Internationaler Stil]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=10651</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Villa Tugendhat in Brünn - ein Meilenstein moderner Architektur. Entworfen von Mies van der Rohe, erbaut 1930 für ein jüdisches Ehepaar. Klare Linien, offene Räume und innovative Materialien prägen dieses UNESCO-Weltkulturerbe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/das-schwere-erbe-der-villa-tugendhat/">Das schwere Erbe der Villa Tugendhat</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-pm-slice="0 0 []"><strong>Ein Meisterwerk der Moderne</strong></h3>
<p>“Das Haus”, das ist schlicht ein Meisterwerk. Ein Meilenstein moderner Architektur, in Auftrag gegeben beim deutschen Visionär Ludwig Mies van der Rohe von dem jüdischen Ehepaar Fritz und Grete Tugendhat, erbaut zwischen 1928 und 1930 hoch über Brünn. Es gab kein Kostenlimit, das großzügige Geschenk kam von Gretes Vater Alfred Löw-Beer, der als einer der ersten Industriellen im Land ein Vermögen gemacht hatte. Die Villa Tugendhat &#8211; Ein Meilenstein der modernen Architektur</p>
<h4>Einführung</h4>
<p>Die Villa Tugendhat in Brünn, Tschechien, ist eines der bekanntesten und einflussreichsten Werke des deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Das 1929-1930 erbaute Wohnhaus gilt als Ikone der modernen Architektur und wurde 2001 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.</p>
<h4>Entstehungsgeschichte</h4>
<p>Das junge Unternehmerpaar Greta und Fritz Tugendhat beauftragte Mies van der Rohe 1928 mit dem Entwurf eines Einfamilienhauses, das ihren Vorstellungen von modernem Wohnen entsprechen sollte. Das Grundstück am Stadtrand von Brünn wurde Greta Tugendhat von ihrem Vater, dem Textilfabrikanten Alfred Löw-Beer, geschenkt. Mies van der Rohe lieferte noch im selben Jahr einen fertigen Entwurf, der sich an seinem Konzept für den Deutschen Pavillon der Weltausstellung in Barcelona orientierte. Die Villa Tugendhat wurde so zu einem der ersten Wohnhäuser, die eine tragende Stahlkonstruktion verwendeten, was eine neuartige Raumgestaltung und großzügige Verglasung ermöglichte.</p>
<h4>Architektonisches Konzept</h4>
<p>Das Gebäude ist dreigeschossig angelegt, wobei das Erdgeschoss den Hauptwohnbereich mit Wohnzimmer, Esszimmer und Küche beherbergt. Im Obergeschoss befinden sich die Schlafräume, während im Untergeschoss die technischen Einrichtungen wie Heizung, Lüftung und Beleuchtung untergebracht sind. Die offene Raumaufteilung, die großen Glasfronten und der Bezug zur Natur durch die Terrassen und den Garten sind charakteristisch für den Entwurf Mies van der Rohes. Hochwertige Materialien wie Onyx, Makassar-Ebenholz und Chrom verleihen dem Interieur einen luxuriösen Charakter.</p>
<h4>Bedeutung und Geschichte</h4>
<p>Die Villa Tugendhat gilt als Meilenstein der modernen Architektur und zählt zu den Schlüsselwerken des Internationalen Stils. Ihr Einfluss auf die Architektur des 20. Jahrhunderts ist kaum zu überschätzen. Nach der Flucht der Tugendhats ins Exil 1938 wurde das Gebäude zunächst durch Bombenangriffe und Vandalismus beschädigt, bevor es in den Nachkriegsjahrzehnten verschiedenen Nutzungen und Vernachlässigung ausgesetzt war. Erst in den 1980er Jahren erfolgten erste Renovierungsmaßnahmen, bevor das Haus 2001 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und von 2010 bis 2012 umfassend restauriert wurde.</p>
<h4>Heutige Nutzung und Bedeutung</h4>
<p>Seit der Restaurierung ist die Villa Tugendhat der Öffentlichkeit als Museum zugänglich und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Sie gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der modernen Architektur und zieht jährlich tausende Besucher aus aller Welt an. Neben ihrer architektonischen Bedeutung ist die Villa Tugendhat auch ein wichtiges Zeugnis der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Daniela Hammer-Tugendhat setzte sich jahrelang für das von ihren jüdischen Eltern erbaute Mies-van-der-Rohe-Meisterwerk ein. Lesen Sie das komplette Interview in DerStandart <a href="https://www.derstandard.at/story/3000000218475/das-schwere-erbe-der-villa-tugendhat-des-schoensten-hauses-der-moderne" target="_blank" rel="noopener">mehr…</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/das-schwere-erbe-der-villa-tugendhat/">Das schwere Erbe der Villa Tugendhat</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Staatspreis 2024</title>
		<link>https://baukunst.art/staatspreis-2024-engere-wahl-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jul 2024 11:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=10577</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur 2024 feiert beispielhafte nachhaltige Bauten. Sieben Projekte wurden für die engere Wahl nominiert und präsentieren zukunftsweisende Lösungen für Wirtschaft und Arbeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/staatspreis-2024-engere-wahl-2/">Staatspreis 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-pm-slice="0 0 []">Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2024: Nachhaltiges Bauen im Fokus</h3>
<p>Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur 2024 feiert beispielhafte nachhaltige Bauten. Sieben Projekte wurden für die engere Wahl nominiert und präsentieren zukunftsweisende Lösungen für Wirtschaft und Arbeit. Der Preis wird seit 1996 alle zwei Jahre vom Ministerium für Wirtschaft, Bauen, Verkehr und Digitalisierung in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen verliehen. Die Projekte bieten einen hervorragenden Überblick über das aktuelle Baugeschehen in Niedersachsen.</p>
<h4>Die Auswahl der Jury</h4>
<p>Die 12-köpfige Jury unter dem Vorsitz des Stuttgarter Architekten Wolfgang Mairinger bewertete insgesamt 50 eingereichte Bewerbungen. Nach intensiven Diskussionen entschied die Jury, sieben Objekte in die engere Wahl zu nehmen. Diese Projekte werden vor Ort besichtigt, bevor die Nominierungen festgelegt und schließlich das Siegerprojekt gekürt werden.</p>
<h3>Die Nominierten Projekte</h3>
<ol class="ak-ol" start="1">
<li><strong>Bahnhofschule Hildesheim</strong>
<ul class="ak-ul">
<li><strong>Bauherrin:</strong> Kaiser GmbH + Co. KG Vermietungsgesellschaft Hannover</li>
<li><strong>Architekten:</strong> Guder Hoffend Architekten Hannover</li>
<li><strong>Fertigstellung:</strong> Januar 2023<br />
Die Bahnhofschule in Hildesheim ist ein gelungenes Beispiel für die Umnutzung historischer Gebäude. Die Schule kombiniert moderne Lernumgebungen mit denkmalgeschützter Bausubstanz und bietet den Schülerinnen und Schülern ein inspirierendes Lernumfeld.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>CIC &#8211; Coppenrath Innovation Centre Osnabrück</strong>
<ul class="ak-ul">
<li><strong>Bauherrin:</strong> Ringlokschuppen Osnabrück GmbH</li>
<li><strong>Architekten:</strong> KRESINGS Münster</li>
<li><strong>Fertigstellung:</strong> März 2024<br />
Das CIC in Osnabrück fördert Innovation und Kreativität in einem energieeffizienten Gebäude. Es bietet flexible Arbeitsräume und setzt auf nachhaltige Technologien, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Studierendenhaus TU Braunschweig</strong>
<ul class="ak-ul">
<li><strong>Bauherrin:</strong> Technische Universität Braunschweig</li>
<li><strong>Architekten:</strong> Gustav Düsing &amp; Max Hacke, Berlin</li>
<li><strong>Fertigstellung:</strong> Dezember 2022<br />
Das Studierendenhaus der TU Braunschweig bietet moderne Wohn- und Lernräume für Studierende. Das Gebäude zeichnet sich durch seine energieeffiziente Bauweise und die Verwendung nachhaltiger Materialien aus.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Neubau Rosink Nordhorn</strong>
<ul class="ak-ul">
<li><strong>Bauherrin:</strong> VR Besitz GmbH &amp; <a href="http://co.kg/" data-inline-card="" data-card-data="">http://Co.KG</a> Bentheim</li>
<li><strong>Architektin:</strong> Birgit Westphal, Westphal Architekten BDA Bremen</li>
<li><strong>Fertigstellung:</strong> September 2023<br />
Der Neubau der Rosink Nordhorn zeigt, wie Industriearchitektur ästhetisch und funktional gestaltet werden kann. Das Gebäude verbindet modernste Technologie mit nachhaltigem Design.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Sartorius Forschungs- und Entwicklungsgebäude Göttingen</strong>
<ul class="ak-ul">
<li><strong>Bauherrin:</strong> Sartorius AG Göttingen</li>
<li><strong>Architekten:</strong> Bünemann &amp; Collegen GmbH Hannover</li>
<li><strong>Fertigstellung:</strong> November 2023<br />
Das Forschungs- und Entwicklungsgebäude der Sartorius AG setzt Maßstäbe in der Laborarchitektur. Es bietet hochmoderne Arbeitsumgebungen und verwendet innovative Energiekonzepte.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Gymnasium Langenhagen</strong>
<ul class="ak-ul">
<li><strong>Bauherrin:</strong> Stadt Langenhagen</li>
<li><strong>Architekten:</strong> gernot schulz : architektur gmbH Köln</li>
<li><strong>Fertigstellung:</strong> Januar 2023<br />
Das Gymnasium Langenhagen ist ein Vorbild für Bildungsbauten. Es bietet flexible Lernräume und setzt auf nachhaltige Bauweise, um ein gesundes und inspirierendes Lernumfeld zu schaffen.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>M + P. Das neue Büro Braunschweig</strong>
<ul class="ak-ul">
<li><strong>Bauherrin:</strong> Gattermann Immobilien Projekt GmbH</li>
<li><strong>Architekten:</strong> GÖDDE Architekten Gifhorn</li>
<li><strong>Fertigstellung:</strong> März 2023<br />
Das Bürogebäude M + P in Braunschweig überzeugt durch seine nachhaltige Bauweise und flexible Raumkonzepte. Es bietet moderne Arbeitsumgebungen und setzt auf Energieeffizienz.</li>
</ul>
</li>
</ol>
<h3>Nachhaltigkeit als zentrales Thema</h3>
<p>Alle nominierten Projekte zeichnen sich durch ihre nachhaltige Bauweise aus. Sie verwenden umweltfreundliche Materialien, setzen auf Energieeffizienz und schaffen flexible, zukunftsfähige Räume. Der Fokus liegt auf der Verbindung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten des Bauens.</p>
<h4>Beispielhaftes Nachhaltiges Bauen</h4>
<p>Die ausgewählten Projekte zeigen, wie nachhaltiges Bauen in der Praxis umgesetzt werden kann. Sie sind Vorbilder für zukünftige Bauvorhaben und setzen neue Maßstäbe in der Architektur. Die Jury lobte die innovativen Konzepte und die hohe Qualität der eingereichten Projekte.</p>
<h3>Preisverleihung und Ausblick</h3>
<p>Die Preisverleihung findet am 30. Oktober 2024 im Großen Festsaal des Alten Rathauses Hannover statt. Der Niedersächsische Bauminister Olaf Lies wird den Staatspreis überreichen. Alle nominierten Projekte werden am Tag der Preisverleihung ausgestellt. Ab Winter 2024/25 werden die Ergebnisse in einer Dokumentation veröffentlicht und in einer Wanderausstellung landesweit präsentiert. Der Ausstellungsauftakt ist in der Landesvertretung Berlin Anfang 2025 geplant.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur 2024 zeigt, dass nachhaltiges Bauen nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist. Die nominierten Projekte bieten innovative Lösungen für die Herausforderungen der heutigen Zeit und setzen neue Standards in der Architektur. Sie zeigen, wie ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Effizienz und soziale Verträglichkeit miteinander verbunden werden können. Die Ausstellung der nominierten Projekte wird ein breites Publikum ansprechen und das Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltigen Bauens schärfen. Der Staatspreis fördert damit nicht nur die Baukultur in Niedersachsen, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bei.</p>
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		<item>
		<title>Projekt Viola W.</title>
		<link>https://baukunst.art/projekt-viola-w/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 07:50:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Architekturwettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Bernisches Historisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamterneuerung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=10512</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Bernische Historische Museum steht vor einer umfassenden Sanierung, der ersten seit 130 Jahren. Das Gewinnerprojekt „Viola W.“, von ARGE Bellorini Architekt·innen, Kast Kaeppeli Architekten und Kossmanndejong entworfen, kombiniert historische Substanz mit einem modernen Anbau.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-pm-slice="0 0 []"><strong>Ein neues Kapitel für das Bernische Historische Museum:</strong> <strong>Ein Überblick über die Gesamterneuerung</strong></h2>
<p>Das Bernische Historische Museum (BHM) bereitet sich auf eine umfassende Sanierung vor – die erste seit seiner Eröffnung vor 130 Jahren. Das Gewinnerprojekt „Viola W.“, entworfen von einem Team unter der Leitung von ARGE Bellorini Architekt·innen und Kast Kaeppeli Architekten aus Bern sowie Kossmanndejong aus Amsterdam, steht fest. Dieses Projekt wurde ausgewählt, weil es den historischen Charakter des Gebäudes bewahrt und gleichzeitig durch einen modernen Anbau ergänzt, wodurch das Museum eine zeitgemäße und wertige Gesamterscheinung erhält.</p>
<h3>Das Wettbewerbsergebnis</h3>
<p>Aus 28 eingereichten Vorschlägen wurden vier Teams für die finale Phase des Wettbewerbs ausgewählt. Die entscheidenden Kriterien umfassten das architektonische Konzept, die Anforderungen des Publikumsbetriebs, den Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz, die Integration ins Museumsquartier Bern sowie die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Schließlich überzeugte das Projekt „Viola W.“ durch seinen behutsamen Umgang mit der historischen Struktur und die geschickte Erweiterung durch einen neuen Gebäudeteil, der sich nach Süden zum Museumsgarten öffnet.</p>
<h3>Ein innovativer Brückenschlag</h3>
<p>Das Projekt „Viola W.“ schafft eine architektonische Brücke zwischen dem wertvollen historischen Bestand und der neuen südseitigen Erweiterung. Die großzügige Eingangshalle im Erdgeschoss des Moserbaus wird durch die historische Treppenhalle und das Nordfoyer zu einem offenen, durchlässigen Ensemble verbunden. Die bisher düstere Treppenhalle wird durch seitliche Fenster zu einem zentralen, lichtdurchfluteten Element des Museums umgestaltet. Innen wird durch denkmalpflegerische Sorgfalt eine zusammenhängende Raumfolge geschaffen, die sowohl horizontale als auch vertikale Rundgänge ermöglicht.</p>
<h3>Nachhaltigkeit und Technik</h3>
<p>Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Energie- und Gebäudetechnikkonzept, das den gesamten Komplex in verschiedene technische Zonen unterteilt. Dies ermöglicht den Einsatz dezentraler Klima- und Lüftungsgeräte, die für optimale Flexibilität sorgen. Zudem wird die Raumstruktur auf den historischen Zustand zurückgeführt, wobei wertvolle Bauteile wie Fenster und Ausstattungselemente erhalten und aufgewertet werden.</p>
<h3>Zukunftsvision und Umsetzung</h3>
<p>Die Ausstellung der vier Finalprojekte wird vom 30. Mai bis 4. August 2024 im BHM zu sehen sein und den Startschuss für die Vorprojekt-Phase bilden. Der Baubeginn ist nach Abschluss der Planungs- und Bewilligungsphasen sowie der Sicherstellung der Finanzierung für 2027 geplant. Während der bis 2031 andauernden Sanierungsarbeiten bleibt die große Ausstellungshalle im Erweiterungsbau „Kubus“ geöffnet, und das BHM plant die Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Museen im Kanton Bern.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Mit der Gesamterneuerung des Bernischen Historischen Museums wird nicht nur ein historisches Gebäude bewahrt und modernisiert, sondern auch ein neuer, inspirierender Raum für Besucher geschaffen, der die Vergangenheit respektiert und gleichzeitig zukunftsweisend ist. Ein wahrlich gelungenes Beispiel für die harmonische Verbindung von Alt und Neu.</p>
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		<item>
		<title>„Gesetz aus Niedersachsen wird Blaupause für Deutschland“</title>
		<link>https://baukunst.art/gesetz-aus-niedersachsen-wird-blaupause-fuer-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2024 08:12:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Regelwut]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=10014</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Reform des Baurechts, wie sie Niedersachsen plant, ist ein notwendiger Schritt, um den Wohnungsbau in Deutschland zu beleben und die Kosten zu senken. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/gesetz-aus-niedersachsen-wird-blaupause-fuer-deutschland/">„Gesetz aus Niedersachsen wird Blaupause für Deutschland“</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-pm-slice="0 0 []">Komplexe Genehmigungsverfahren und Auflagen: Kosten/Nutzen-Analyse der deutschen Regelwut</h3>
<p>In der deutschen Bauwirtschaft herrscht zunehmend Unzufriedenheit über die Komplexität und den Umfang der Baurechtsvorschriften. Diese Regelungen treiben nicht nur die Kosten in die Höhe, sondern behindern auch die Schaffung dringend benötigten Wohnraums. Der kürzlich von der niedersächsischen Landesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zielt darauf ab, diese Problematik anzugehen, indem bestimmte Komfortstandards und Vorschriften gelockert werden.</p>
<h4>Die aktuelle Situation: Eine Sackgasse der Bauvorschriften</h4>
<p>Die bestehenden Bauvorschriften in Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten stetig verschärft. Standards für Brandschutz, Schallschutz, Barrierefreiheit und vieles mehr sind auf ein Maximum getrieben worden. Obwohl diese Regelungen aus gut gemeinten Gründen eingeführt wurden – etwa zur Erhöhung von Sicherheit und Komfort – haben sie das Bauen in Deutschland extrem verteuert und kompliziert gemacht. Dies zeigt sich besonders im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden und Schweden, die mit deutlich weniger strengen Vorschriften dennoch qualitativ hochwertige und preiswerte Wohngebäude schaffen.</p>
<h4>Der niedersächsische Gesetzesentwurf: Eine Blaupause für Deutschland?</h4>
<p>Der neue Gesetzesentwurf aus Niedersachsen könnte als Modell für ganz Deutschland dienen. Er sieht vor, dass Baumaßnahmen genehmigt sind, sofern die Bauämter nicht innerhalb von drei Monaten widersprechen. Dies würde die Planungs- und Bauprozesse erheblich beschleunigen. Besonders hervorgehoben werden die Erleichterungen bei Umbauten und Modernisierungen bestehender Gebäude. Künftig sollen neue wie auch bestehende Bauteile nur noch den Standards des Baujahres entsprechen müssen, was den Spielraum für kostengünstigere Lösungen deutlich erweitert.</p>
<h4>Kosten/Nutzen-Analyse: Ist die Regelwut gerechtfertigt?</h4>
<p>Eine Kosten/Nutzen-Analyse zeigt, dass viele der strengen Vorschriften oft nicht den erhofften Mehrwert bringen. Beispielsweise erfordert der Schallschutz in Neubauten eine Deckenstärke, die erheblich teurer ist, ohne dass ein spürbarer Nutzen für die Bewohner entsteht. Ein Gutachten des ehemaligen BGH-Richters Stefan Leupertz unterstützt diese Sichtweise und zeigt, dass durch die Reduzierung technischer Anforderungen die Wohnqualität nicht signifikant beeinträchtigt wird. Dies könnte die Baukosten erheblich senken und den Wohnungsbau beleben.</p>
<h4>Praktische Auswirkungen: Vorteile und Bedenken</h4>
<p>Der Entwurf birgt jedoch auch Risiken. Kritiker befürchten, dass die Abstriche bei den Bauvorschriften zu einer Verschlechterung der Bauqualität und Sicherheit führen könnten. Beispielsweise könnten reduzierte Brandschutzmaßnahmen zu einem erhöhten Risiko bei Bränden führen. Dennoch bleibt das Ziel klar: Durch den Abbau bürokratischer Hürden soll der Wohnungsbau beschleunigt und verbilligt werden.</p>
<h4>Ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung</h4>
<p>Die Reform des Baurechts, wie sie Niedersachsen plant, ist ein notwendiger Schritt, um den Wohnungsbau in Deutschland zu beleben und die Kosten zu senken. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen als Blaupause für den Rest des Landes dienen können und ob der Balanceakt zwischen Kostensenkung und Qualitätssicherung gelingt. Klar ist jedoch, dass ein Umdenken in der deutschen Bauwirtschaft dringend notwendig ist, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tag der Architektur Berlin</title>
		<link>https://baukunst.art/tag-der-architektur-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 11:24:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Einfach (Um)bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Tag der Architektur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=10095</guid>

					<description><![CDATA[<p>Entdecken Sie am 29. und 30. Juni 2024 beim Tag der Architektur fast 100 Veranstaltungsorte in Berlin. Erleben Sie Führungen, Vorträge und offene Büros unter dem Motto „Einfach (um)bauen“ und lassen Sie sich inspirieren.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-pm-slice="0 0 []">Einfach (um)bauen</h3>
<h4>Ein Fest der Baukultur</h4>
<p>Am 29. und 30. Juni 2024 findet der Tag der Architektur statt, bei dem Architekturbüros in ganz Deutschland ihre Türen öffnen und Führungen durch ihre aktuellen Projekte anbieten. Das diesjährige Motto „Einfach (um)bauen“ betont die Bedeutung nachhaltiger und zukunftsorientierter Bauweise. Besucher haben die Gelegenheit, Architektur hautnah zu erleben und Einblicke in die Arbeit der Planer zu gewinnen. In Berlin stehen fast 100 Veranstaltungsorte auf dem Programm, darunter 66 Projektführungen und 33 offene Büros.</p>
<h4>Programmhighlights in Berlin</h4>
<p>Berlin bietet ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Präsentationen, Ausstellungen und Führungen in allen 12 Bezirken. Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Stadtplaner laden zu einem spannenden Austausch über die Zukunft des Bauens ein.</p>
<h4>Nachhaltigkeit und Innovation</h4>
<p>Das Motto „Einfach (um)bauen“ reflektiert die aktuellen Herausforderungen der Bauwende. Im Fokus stehen nachhaltige Materialien, innovative Bauweisen und die Beziehung zwischen Umwelt, Material, Mensch und Raum. Diese Ansätze sollen nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für zukünftige Generationen wertvolle Gebäude schaffen.</p>
<h4>Einblicke und Dialog</h4>
<p>Die teilnehmenden Architekturbüros bieten nicht nur Führungen, sondern öffnen auch ihre Büros für Besucher. Diese Einblicke hinter die Kulissen ermöglichen es, die Vielfalt und Kreativität der aktuellen Bauprojekte hautnah zu erleben und mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Der Tag der Architektur 2024 ist eine hervorragende Gelegenheit, die neuesten Entwicklungen und Trends in der Architektur zu entdecken. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie die Chance, mehr über die Zukunft des Bauens zu erfahren.</p>
<p>Für das vollständige Programm und aktuelle Informationen besuchen Sie die <a href="https://www.ak-berlin.de/baukultur/tag-der-architektur.html" target="_blank" rel="noopener">Webseite der Architektenkammer.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeit, Klimawandel und Denkmalschutz</title>
		<link>https://baukunst.art/nachhaltigkeit-klimawandel-und-denkmalschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Apr 2024 13:13:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltbundesamt]]></category>
		<category><![CDATA[Vollwärmeschutz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=9291</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Plakative rechtliche Vorgaben“ für energetische Optimierung müssen für Denkmäler ausgenommen bleiben, zu groß ist die Gefahr von Identitätsverlust durch Vollwärmeschutz und Dreifachverglasungen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ziel der Denkmalpflege ist der Erhalt historisch wichtiger Substanz, sowohl unter der Erde als Boden- als auch über der Erde als Baudenkmäler.</strong></p>
<p>Nur über dieser „Zeugen in der Substanz“ kann unsere Geschichte abgelesen werden, zudem ist der Schutz von Baudenkmälern – in Bayern gerade mal 1,4% des Gebäudebestands – auch ein wichtiger Beitrag zum Substanzerhalt und des Umgangs mit grauer Energie und damit zur Nachhaltigkeit. <strong>Dabei können die Methoden der Denkmalpflege und ihre Instrumente durchaus als „role model“ für das Bauwesen insgesamt gesehen werden</strong>, geht doch die bauliche Entwicklung künftig sehr viel stärker in Richtung Umnutzung als hin zum Abriss und zum Neubau wie bisher.</p>
<p>Parallel dazu gibt es die Bemühungen von EU und Bund den Bausektor energetisch hochzurüsten, möglichst hin zum Niedrigenergie und „+ Energiehaus“, auch Altbauten sollen mittelfristig energetisch ertüchtigt werden, so dass sie möglichst Neubaustandard erreichen. Das ist natürlich nur mit ganz erheblichen Investitionen und massiven Eingriffen in den Baubestand verbunden. <strong>Ziel der Denkmalpflege ist dagegen, sich nicht zu verweigern, hierbei aber ein vernünftiges „Maß zu halten“ und nicht im Zuge eines missverstandenen &#8222;Green Deals&#8220; das Kind mit dem Wasser auszuschütten.</strong> Denkmäler machen nur einen kleinen Prozentanteil des Baubestands aus, tragen aber in ganz erheblicher Weise unsere Geschichte in sich, zeigen regionale Charakteristika auf und transportieren Heimatgefühl hinein in unsere Gesellschaft. Diese Gebäude können selbstverständlich auch energetisch ertüchtigt werden, ebenso stellt es kein Problem dar, sie mit Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien zu versehen, so dass eine Teilhabe an der Gewinnung günstiger Energien auch für Denkmaleigentümerinnen und Eigentümer möglich ist.</p>
<p>Im Vordergrund aber steht dabei immer „das Besondere“, weshalb diese Bauten unter Schutz gestellt worden sind.<strong> „Plakative rechtliche Vorgaben“ für energetische Optimierung müssen für Denkmäler ausgenommen bleiben, zu groß ist die Gefahr von Identitätsverlust durch Vollwärmeschutz und Dreifachverglasungen anstatt verzierter Putzfassaden und Kastenfenstern.</strong> Denkmäler müssen in jedem Einzelfall geprüft werden, ob und in welcher Weise bei ihnen eine energetische Ertüchtigung möglich ist, ohne dass ihre zumeist jahrhundertealten Eigenarten gefährdet werden. Denkmäler so aufzurüsten wie Neubauten wird nur im Einzelfall möglich sein, weshalb die Vorgaben von Bund und EU nicht für Denkmäler gelten können, ohne dass deren eigentlicher Wert für die Gesellschaft verloren gehen würde.</p>
<p>Eine Gesellschaft kann natürlich darüber entscheiden, was ihr wichtig ist. Gesetze können gefasst, geändert oder auch wieder aufgehoben werden, wobei Letzteres viel zu selten passiert. Auch Denkmalschutzgesetze mit ihren besonderen Schutzbestimmungen kann man ändern. Zieht man aber in Betracht, dass in Bayern nur etwa 109.000 Einzeldenkmäler existieren, die ca. 1,4% des Gebäudebestands ausmachen, dann wird schnell klar, dass die bei einer energetischen Optimierung dieser Bauten erreichbaren Energieeinsparungspotentiale für die Gesellschaft kaum von Belang sind, der im Vergleich dazu stehende Verlust an Identität wäre dagegen ungleich größer.</p>
<p><strong>Die Studie des Umweltbundesamtes (UBA) ist nicht sehr aussagestark, in den Zahlen ungenau und in den Aussagen pauschal.</strong> Rechtlich gesehen ist das UBA für die Denkmalpflege ohne Bedeutung, da Denkmalschutz zum kulturellen Bereich gehört, der in die Länderzuständigkeit fällt, eine Bundes- oder Europazuständigkeit gibt es hier nicht. Auch die VdL = &#8222;Vereinigung der Landesdenkmalpfleger&#8220; ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Landesdenkmalämter zum inhaltlichen Austausch und hat keine Vertretungskompetenz für eine bundesweite Denkmalpflege, die ausschließliche Länderaufgabe ist.</p>
<p>Ähnlich ist es mit dem DNK, dem deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, das lediglich die Bundesregierung berät. In den Ländern sind die Landesgesetzgeber verantwortlich. Genau das hat der Freistaat Bayern im vergangenen Jahr 2023 getan, <strong>das BayDSchG wurde zugunsten der Gewinnung regenerativer Energien am Denkmal und der Gewinnung von Windenergieanlagen – schonend – geändert, ein Gewinn sowohl für den Umwelt- als auch für den Denkmalschutz.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Prof. Dipl.-Ing. Architekt</strong> <strong>Mathias Pfeil<br />
</strong>Generalkonservator</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege</strong><br />
Hofgraben 4 · 80539 München<br />
Tel.: 089 2114-275 · Fax: 089 2114-403<br />
<a href="mailto:Mathias.Pfeil@blfd.bayern.de">Mathias.Pfeil@blfd.bayern.de</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Heizungsförderung&#8220;</title>
		<link>https://baukunst.art/heizungsfoerderung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 08:54:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[BAK]]></category>
		<category><![CDATA[BEG]]></category>
		<category><![CDATA[Heizungsförderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=9179</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Stellungnahme der Bundesarchitektenkammer zur BEG-Heizungsförderung bietet eine detaillierte Bewertung des aktuellen Förderprogramms.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/heizungsfoerderung/">&#8222;Heizungsförderung&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">Die Stellungnahme der Bundesarchitektenkammer zur <a href="https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Dossier/beg.html">BEG-Heizungsförderung</a> bietet eine detaillierte Bewertung des aktuellen Förderprogramms. Die Kammer begrüßt die Verdopplung der förderfähigen Investitionssumme bei Vorhandensein eines individuellen Sanierungsfahrplans und die Wiedervereinigung von Einzelmaßnahmen und Effizienzhaus. Sie kritisiert jedoch die ständigen Änderungen in den Förderprogrammen, die Verwirrung und Unsicherheit bei Beratern und Bauherren stiften.</p>
<p>Zu den Hauptkritikpunkten zählen die komplexe Struktur der Förderprogramme, die Abhängigkeit der Förderhöhe von Kapitalmarktschwankungen und die unklaren Kumulierungsgrenzen mit anderen Förderungen. Die Kammer schlägt vor, die Komplexität bei Boni und Förderdeckeln zu reduzieren, die Förderhöhe zu stabilisieren und die Kumulierungsgrenzen zu harmonisieren und anzuheben.</p>
<p>Weitere Verbesserungsvorschläge umfassen die Einführung eines zentralen Förderrechners, die Anpassung der Förderzusage-Fristen an tatsächliche Projektlaufzeiten, und die Förderung von Baubegleitungskosten sowie von effizienteren Heiztechnologien.</p>
<p>Zudem empfiehlt die Kammer, die Zugangshürden für einkommensschwache Haushalte zu senken und das Mindestalter für förderfähige Heizungstausche zu reduzieren, um einen zeitnahen Austausch von Heizsystemen zu fördern und CO2-Emissionen zu senken. Die Stellungnahme schließt mit einem Appell für klarere Kommunikation und vereinfachte Verfahren zur Förderbeantragung. <a href="https://bak.de/wp-content/uploads/2024/04/BAK-Stellungnahme-zur-BEG-Heizungsfoerderung_2024-03-22.pdf">mehr…</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/heizungsfoerderung/">&#8222;Heizungsförderung&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>The Burning Man Festival 2024</title>
		<link>https://baukunst.art/the-burning-man-festival-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 14:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Burning Man]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[temple]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=8761</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das diesjährige Burning Man Festival, welches vom 25. August bis zum 2. September 2024 in der Black Rock Wüste stattfindet, wird mit einem beeindruckenden architektonischen Kunstwerk gekrönt: Dem &#8222;Temple of Together&#8220;. Entworfen von der Künstlerin Caroline Ghosn in Zusammenarbeit mit der Architektin Maissa Sader von Kamai Studio, vereint dieses Meisterwerk libanesische Webtechniken mit gotischer Kirchenarchitektur zu einer dramatischen temporären Struktur.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/the-burning-man-festival-2024/">The Burning Man Festival 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">Das diesjährige <strong>Burning Man Festival</strong>, welches vom 25. August bis zum 2. September 2024 in der Black Rock Wüste stattfindet, wird mit einem beeindruckenden architektonischen Kunstwerk gekrönt: Dem &#8222;Temple of Together&#8220;. Entworfen von der Künstlerin <strong>Caroline Ghos</strong>n in Zusammenarbeit mit der <strong>Architektin Maissa Sade</strong>r von Kamai Studio, vereint dieses Meisterwerk libanesische Webtechniken mit gotischer Kirchenarchitektur zu einer dramatischen temporären Struktur.</p>
<h3>Ein Kulturelles Amalgam</h3>
<p>Der 70 Fuß hohe Tempel, ein Sinnbild für Macht und Gemeinschaft, steht im Zentrum des Kunstfestivals. Ghosn und Sader schöpfen aus ihrem libanesischen Erbe und fügen gotische Spitzbögen und Strebepfeiler in das Design ein. Holztafeln, inspiriert von Khaizaran-Webmustern, bereichern die Fassade mit einer &#8218;gewobenen Haut&#8216;. Dieses architektonische Meisterwerk soll zum Festivalende in Flammen aufgehen und symbolisiert so die Vergänglichkeit und das Feiern des Moments.</p>
<h3>Innerer Kern und partizipatorisches Erlebnis</h3>
<p>Im Herzen des Tempels befindet sich ein &#8218;innerer Sanctum&#8216;, ausgestattet mit Vorhängen und einer zentralen Säule, die nachts einen Lichtstrahl in den Himmel der Wüste projiziert. Eine äußere Umzäunung mit einem Tor, das zwei sich berührende Hände darstellt, umgibt den Tempel und lädt die Besucher zu einem interaktiven Erlebnis ein.</p>
<h3>Gemeinschaft und Engagement</h3>
<p>Rund 1.000 Freiwillige werden in die Planung, Vorfertigung und Konstruktion des Tempels involviert sein, was die Kernprinzipien des Burning Man &#8211; Gemeinschaft und partizipatorische Ethik &#8211; widerspiegelt. Die zehn Prinzipien von Burning Man, einschließlich radikaler Inklusion, Geschenkwirtschaft, Dekommodifizierung und radikaler Selbstverwirklichung, sind die Grundpfeiler, die sowohl das Festival als auch seine einzigartige Kultur definieren.</p>
<h3>Kulturelle Vision und Mission</h3>
<p>Die Burning Man Project, eine 501(c)(3) Non-Profit-Organisation mit Sitz in San Francisco, dient als Zentrum dieses globalen Netzwerks. Ihre Mission ist es, die aus dem Burning Man-Event hervorgegangene Kultur in die größere Welt zu tragen und Erlebnisse zu schaffen, die den menschlichen Geist erheben, soziale Probleme ansprechen und ein Gefühl von Kultur, Gemeinschaft und bürgerlichem Engagement fördern.</p>
<h3></h3>
<p><strong>Der &#8222;Temple of Together&#8220; von Caroline Ghosn ist mehr als nur eine architektonische Errungenschaft; er ist ein Manifest der Werte und Prinzipien, die das Burning Man Festival prägen. Dieses Bauwerk repräsentiert nicht nur die Verschmelzung von Kultur und Geschichte, sondern ist auch ein lebendiges Beispiel für die transformative Kraft der Gemeinschaft und des kreativen Ausdrucks.</strong> <a href="https://burningman.org/"><strong>mehr</strong></a></p>
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		<title>Was schauen im März?</title>
		<link>https://baukunst.art/was-schauen-im-maerz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 12:13:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier präsentieren wir eine interessante Auswahl an Filmen und Serien, die tief in die Welt der Kunst, Mode, Architektur und Gesellschaft eintauchen. Diese Werke...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier präsentieren wir eine Interessante Auswahl an <strong>Filmen und Serien</strong>, die tief in die Welt der <strong>Kunst, Mode, Architektur und Gesellschaft</strong> eintauchen. Diese Werke bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine Plattform zur Reflexion über das Zusammenspiel von Design, Kultur und Geschichte.</p>
<ol class="ak-ol" start="1">
<li><strong>&#8222;The New Look&#8220; &#8211; Mode und Politik Hand in Hand</strong><br />
Diese Serie von Apple TV+ entfaltet die Komplexität der Beziehung zwischen Mode und Politik. Im Mittelpunkt steht die Dynamik zwischen Christian Dior und Coco Chanel im Nachkriegs-Paris. Sie beleuchtet besonders Chanels Verbindungen zum Nationalsozialismus und bietet Einblick, wie beide Designer unter der deutschen Besatzung ihre Modehäuser am Leben hielten.</li>
<li><strong>Hilma af Klint: Pionierin der Abstraktion</strong><br />
&#8222;Jenseits des Sichtbaren&#8220; porträtiert die oft übersehene Malerin Hilma af Klint. Der Film zeichnet af Klints Beiträge zur abstrakten Kunst nach, eine Rolle, die traditionell Wassily Kandinsky zugeschrieben wird. Diese Dokumentation ist ein Muss für jeden Kunstliebhaber.</li>
<li><strong>Kunst unter Druck: Die Szene in Hongkong</strong><br />
Die Dokumentation &#8222;Hongkong &#8211; Zensur. Protest. Kunst.&#8220; zeigt die Herausforderungen, denen sich Künstler in Hongkong angesichts politischer Unruhen und Zensur stellen. Der Film beleuchtet die Bedingungen kreativen Schaffens in einem repressiven Umfeld.</li>
<li><strong>&#8222;Inside&#8220;: Ein Kunstdieb in der Falle</strong><br />
Diese Geschichte erzählt von einem Kunstdiebstahl, der zu einem Überlebenskampf wird. Der Protagonist Nemo, gespielt von Willem Dafoe, findet sich in einem modernen New Yorker Penthouse gefangen. Der Film verknüpft Elemente von Kunst, Spannung und menschlichem Überleben.</li>
<li><strong>&#8222;Die Seele der Farbe&#8220; &#8211; Farbwahrnehmung und Kunst</strong><br />
Dieser Film erforscht die Rolle der Farbe in unserer Wahrnehmung und im künstlerischen Ausdruck. Er beleuchtet die Wissenschaft der Farbwahrnehmung und den künstlerischen Umgang mit Pigmenten, ein faszinierendes Thema für jeden, der sich für Design und Farbtheorie interessiert.</li>
<li><strong>&#8222;Unantastbar&#8220; &#8211; Der Fall Weinstein und #MeToo</strong><br />
Ein tiefgreifender Blick auf den Skandal um Harvey Weinstein und dessen Auswirkungen auf die #MeToo-Bewegung. Der Film bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch und sexueller Gewalt in der Filmbranche.</li>
<li><strong>&#8222;David Lynch: The Art Life&#8220; &#8211; Ein Porträt</strong><br />
Ein intimer Einblick in das Leben und die Arbeit von David Lynch. Dieser Dokumentarfilm ist besonders für Fans von Lynchs surrealem Stil und für diejenigen, die sich für die Verbindung von Kunst und Film interessieren, empfehlenswert.</li>
<li><strong>Kunstzerstörung: Ein Tabu und seine Gründe</strong><br />
&#8222;Das Rätsel der Kunstzerstörer&#8220; thematisiert die Grenzen zwischen Vandalismus und Kunstperformance. Der Film erforscht die Motivationen hinter der mutwilligen Zerstörung von Kunstwerken und eröffnet eine neue Perspektive auf dieses umstrittene Thema.</li>
<li><strong>&#8222;Göring, Brueghel und die Shoah&#8220; &#8211; Spuren des Kunstraubs</strong><br />
Eine historische Dokumentation, die sich mit den Nachwirkungen des massiven Kunstraubs durch die Nazis beschäftigt. Der Film illustriert die Bemühungen um die Restitution der Kunstwerke und beleuchtet individuelle Schicksale.</li>
<li><strong>&#8222;Zero Fucks Given&#8220; &#8211; Neoliberalismus im Alltag</strong><br />
Ein Comedy-Drama, das einen kritischen Blick auf die moderne Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf das individuelle Selbst wirft. Dieser Film regt zum Nachdenken über die Rolle der Arbeit in unserem Leben an.</li>
<li><strong>&#8222;Rafiki&#8220; &#8211; Liebe gegen Widerstand</strong><br />
Ein bewegender Film über zwei junge <span style="font-family: Verdana, BlinkMacSystemFont, -apple-system, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen, Ubuntu, Cantarell, 'Open Sans', 'Helvetica Neue', sans-serif;">Frauen in Nairobi, die sich in einer Gesellschaft, in der Homosexualität verboten ist, ineinander verlieben. &#8222;Rafiki&#8220; ist eine Geschichte über Freiheit, Liebe und das Recht auf Glück.</span></li>
</ol>
<ol class="ak-ol" start="12">
<li><strong>&#8222;Beyond Fashion&#8220; &#8211; Mode für alle?</strong><br />
Diese Serie untersucht, wie Mode als Ausdrucksmittel für marginalisierte Gruppen dienen kann. Sie stellt die Frage, ob Mode wirklich für alle zugänglich ist, und beleuchtet Themen wie Genderfluidität und Nachhaltigkeit in der Mode.</li>
</ol>
<p><strong>Diese Filme und Serien bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch wertvolle Einblicke in die Schnittstellen von Kultur, Geschichte und kreativer Ausdrucksform. Sie regen dazu an, über die Rolle von Kunst und Design in der Gesellschaft nachzudenken und bieten reichhaltiges Material für Diskussionen über Ästhetik, Ethik und die menschliche Erfahrung. <a href="https://www.monopol-magazin.de/12-kunst-filme-die-sich-im-maerz-lohnen">mehr</a></strong></p>
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		<title>And the Winner is &#8230; Riken Yamamoto</title>
		<link>https://baukunst.art/and-the-winner-is-riken-yamamoto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 10:27:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Premium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Pritzker-Preis für Architektur gibt bekannt, dass Riken Yamamoto aus Yokohama, Japan, der Preisträger des Pritzker-Preises für Architektur 2024 ist. Diese Auszeichnung gilt international als die höchste Ehre in der Architektur. Yamamotos Ansatz zur Architektur ist stark kontextbezogen; er betont die Wichtigkeit, dass Gebäude und Strukturen in ihrer Umgebung und Gemeinschaft funktionieren müssen. Dies spiegelt sich in seinem Interesse an der Schaffung von Räumen wider.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/and-the-winner-is-riken-yamamoto/">And the Winner is &#8230; Riken Yamamoto</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">Riken Yamamoto, ein renommierter japanischer Architekt, ist bekannt für seine innovativen und oft provokativen Entwürfe, die sich durch eine starke städtebauliche Ausrichtung und ein Engagement für die Schaffung lebendiger, funktioneller Räume auszeichnen. Er wurde 1945 in China geboren und wuchs in Japan auf. Seine Ausbildung absolvierte er an der Nihon University und der Tokyo University of the Arts.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []"><a href="https://baukunst.art/wp-content/uploads/2024/03/Riken-Yamamoto_Square_0.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-8722 size-full" src="https://baukunst.art/wp-content/uploads/2024/03/Riken-Yamamoto_Square_0.jpg" alt="" width="358" height="358" /></a></p>
<p data-pm-slice="1 1 []">Yamamotos Arbeit zeichnet sich durch eine Vielfalt an Stilen und Formen aus, wobei er oft traditionelle japanische Architekturelemente mit modernen Techniken und Materialien kombiniert. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der &#8222;F-Town&#8220; Gebäudekomplex in Tokyo, das Yokosuka Museum of Art und das Saitama Super Arena.</p>
<p>Er ist auch für seine städtebaulichen Projekte bekannt, wie z.B. das &#8222;Yokohama Grand Intercontinental Hotel&#8220; und das &#8222;Vertical Garden City&#8220; Projekt in China, bei dem er die Idee eines vertikalen Stadtgefüges mit einer starken Integration von Grünflächen und öffentlichen Räumen umsetzte.</p>
<p>Yamamotos Ansatz zur Architektur ist stark kontextbezogen; er betont die Wichtigkeit, dass Gebäude und Strukturen in ihrer Umgebung und Gemeinschaft funktionieren müssen. Dies spiegelt sich in seinem Interesse an der Schaffung von Räumen wider, die die Interaktion fördern und eine Vielzahl von sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aktivitäten unterstützen.</p>
<p>Neben seiner Arbeit als Architekt ist er auch in der akademischen Welt aktiv, lehrt und hält Vorträge an verschiedenen Universitäten und Architekturschulen. Sein Beitrag zur Architektur und zum Städtebau wurde international anerkannt, und er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Arbeiten erhalten. Der Pritzker-Preis für Architektur gibt bekannt, dass Riken Yamamoto aus Yokohama, Japan, der Preisträger des Pritzker-Preises für Architektur 2024 ist. Diese Auszeichnung gilt international als die höchste Ehre in der Architektur. <a href="https://www.pritzkerprize.com/">mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/and-the-winner-is-riken-yamamoto/">And the Winner is &#8230; Riken Yamamoto</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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		<item>
		<title>Die Architektur des Protests</title>
		<link>https://baukunst.art/die-architektur-des-protests/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 09:08:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Barrikaden]]></category>
		<category><![CDATA[DAM]]></category>
		<category><![CDATA[MAK]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Welt der Architektur und des Designs hat sich stets mit ästhetischen und funktionellen Aspekten auseinandergesetzt, doch die neueste Ausstellung im MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-architektur-des-protests/">Die Architektur des Protests</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einblick in die Ausstellung &#8222;PROTEST/ARCHITEKTUR. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber&#8220;</strong></p>
<p>Die Welt der Architektur und des Designs hat sich stets mit ästhetischen und funktionellen Aspekten auseinandergesetzt, doch die neueste Ausstellung im MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien, und dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main, eröffnet eine unerwartete Perspektive: die Rolle der Architektur in politischen Protestbewegungen. &#8222;PROTEST/ARCHITEKTUR. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber&#8220; (14.2.–25.8.2024) ist ein eindringlicher Blick in die räumlichen Dimensionen von Protestkulturen.</p>
<h4>Zentraler Fokus: Politische Bewegungen und ihre Raumgestaltung</h4>
<p>Im Zentrum dieser Ausstellung stehen verschiedene politische Bewegungen, die sich durch ihre Präsenz und Gestaltung im öffentlichen Raum definiert haben. Diese Bewegungen, sichtbar in den urbanen Landschaften von Paris bis hin zu zeitgenössischen globalen Schauplätzen, haben eine Reihe von Architektur- und Designobjekten hervorgebracht, die von Barrikaden bis zu Protestcamps reichen.</p>
<h4>Protest als architektonische Form</h4>
<p>Oliver Elser und Sebastian Hackenschmidt, die Kuratoren der Ausstellung, betonen die Bedeutung des physischen Raums in Protestbewegungen. Wenn Proteste den öffentlichen Raum übernehmen, entsteht eine einzigartige Form von Architektur, die sowohl baulich als auch symbolisch ist. Eine Original-Hängebrücke aus dem Hambacher Wald, eine &#8222;Tensegrity&#8220;-Struktur und ein &#8222;Monopod&#8220; aus Frankfurt sind Beispiele für die ingenieurhaften Aspekte solcher Konstruktionen.</p>
<h4>13 Fallstudien: Ein Kaleidoskop des Protests</h4>
<p>Die Ausstellung umfasst 13 sorgfältig ausgewählte Protestereignisse aus der ganzen Welt, die den Zeitraum von 1968 bis 2023 umfassen. Diese Ereignisse zeigen die Vielfalt und die Komplexität der Protestarchitektur auf – von temporären Zeltstädten bis zu monatelangen Blockaden und Besetzungen. Sie beleuchten, wie diese Bauten in unterschiedlichen kulturellen und politischen Kontexten entstehen und wie sie zur Erreichung spezifischer Ziele beitragen.</p>
<h4>Architektur als Schlüsselelement für Erfolg</h4>
<p>Viele der präsentierten Protestbewegungen haben signifikante Erfolge erzielt, wobei die Architektur oft eine entscheidende Rolle spielte. Beispiele wie der Majdan in Kyjiw und die MTST-Protestcamps in Brasilien illustrieren, wie durchdachte und agile Baustrukturen zur Effektivität von Protesten beitragen können.</p>
<h4>Nachhaltigkeit und Pragmatismus in der Präsentation</h4>
<p>Die Präsentation der Ausstellung selbst spiegelt die Prinzipien der Protestarchitektur wider. Die Verwendung von vorhandenen Ausstellungsmaterialien des MAK zeigt ein Engagement für Nachhaltigkeit und Pragmatismus, das den Geist der vorgestellten Bewegungen widerspiegelt.</p>
<h4>Ein Lexikon des Protests</h4>
<p>Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Publikation, die weit mehr als ein einfacher Katalog ist. Sie dient als umfangreiches Lexikon, das ein dichtes Netz von Bezügen und Verweisen von 1830 bis 2023 aufspannt und die Vielfalt des Protestes aus architektonischer Sicht darstellt.</p>
<p><strong>Diese Ausstellung stellt eine bedeutende Ergänzung im Diskurs über Architektur und Design dar. Sie bietet einen tieferen Einblick in die Art und Weise, wie politischer Widerstand und Raumgestaltung miteinander verflochten sind, und zeugt von der Macht der Architektur, nicht nur Räume, sondern auch Ideen und Gemeinschaften zu formen. <a href="https://www.mak.at/protestarchitektur">mehr</a></strong></p>
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		<title>Die Hälfte der Architekten nutzt KI</title>
		<link>https://baukunst.art/die-haelfte-der-architekten-nutzen-ki/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2024 16:49:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Architekturbüro]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[RIBA]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der 2024 AI-Report des Royal Institute of British Architects (RIBA) offenbart wesentliche Erkenntnisse aus einer Umfrage unter über 500 Mitgliedern zur Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Architektur.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-haelfte-der-architekten-nutzen-ki/">Die Hälfte der Architekten nutzt KI</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []"><strong>RIBA 2024 AI-Report: Ein Blick in die Zukunft der Architektur</strong></p>
<p>Der 2024 AI-Report des Royal Institute of British Architects (RIBA) offenbart wesentliche Erkenntnisse aus einer Umfrage unter über 500 Mitgliedern zur Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Architektur. Der Bericht betont den zunehmenden Einsatz von KI durch 41% der befragten Architekten und deren positive Wirkung auf Effizienz und Designprozesse. 57% erwarten den Einsatz von KI zur Analyse der Umweltverträglichkeit in den nächsten zwei Jahren. Trotz Bedenken bezüglich der Imitation und ethischer Risiken wird KI als Schlüsselwerkzeug zur Bewältigung zunehmender Komplexität in der Architektur und zur Förderung nachhaltiger Urbanisierung angesehen. RIBA plant eine Expertengruppe zur Überwachung der ethischen und beruflichen Implikationen von KI in der Architektur. <a href="https://www.designboom.com/architecture/riba-latest-report-shows-41-percent-architects-using-ai-02-29-2024/">mehr</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine erstklassige Luxusunterkunft</title>
		<link>https://baukunst.art/stuttgart-10/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2024 12:58:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Südwest]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://initiativebaukunst.de/?p=8151</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2027 soll das Hotel am Schlossgarten wieder zu einer erstklassigen Luxusunterkunft werden. Die Pläne werden von einem namhaften Akteur in der Branche vorangetrieben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/stuttgart-10/">Eine erstklassige Luxusunterkunft</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="0 0 []">Im Jahr 2027 soll das Hotel am Schlossgarten wieder zu einer erstklassigen Luxusunterkunft werden.</p>
<p data-pm-slice="0 0 []">Die Pläne werden von einem namhaften Akteur in der Branche vorangetrieben, wie die Eigentümer der LBBW bekanntgeben. Das Schlossgartenhotel wird ein zentraler Bestandteil des aufstrebenden Schlossgartenquartiers sein. Nach Abschluss der aktuellen Revitalisierung wird jedoch ein neuer Betreiber den traditionsreichen Standort übernehmen. <a href="https://www.german-architects.com/de/architecture-news/meldungen/neuer-lebensabschnitt-fur-das-hotel-am-schlossgarten-in-stuttgart" target="_blank" rel="noopener">mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/stuttgart-10/">Eine erstklassige Luxusunterkunft</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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