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	<title>Museum Ludwig-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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		<title>Polka Dots im Sheddach: Wenn Kusamas Kunst die Architektur von Busmann + Haberer befragt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 15:08:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Busmann + Haberer]]></category>
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		<category><![CDATA[Yayoi Kusama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über 300 Werke füllen das Museum Ludwig. Die spannendste Begegnung der Schau ist die zwischen Polka Dots und Sheddach von 1986.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/polka-dots-im-sheddach-wenn-kusamas-kunst-die-architektur-von-busmann-haberer-befragt/">Polka Dots im Sheddach: Wenn Kusamas Kunst die Architektur von Busmann + Haberer befragt</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []"><strong>baukunst.art</strong> |  Regionales | NRW |  Mai 2026<br />
Lesezeit 6 Minuten</p>
<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Punkte gegen Backstein: Kusama macht sichtbar, was Busmann + Haberer wollten</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><strong><a href="https://www.museum-ludwig.de/de/ausstellungen/yayoi-kusama" target="_blank" rel="noopener">Die Yayoi-Kusama-Retrospektive im Museum Ludwig in Köln</a></strong>, vom 14. März bis 2. August 2026 zu sehen, macht die Architektur des Hauses von Peter Busmann und Godfrid Haberer zum aktiven Mitspieler einer Ausstellung, in der Wiederholung, Raster und Unendlichkeit selbst zum Thema werden. Über 300 Arbeiten der 1929 in Matsumoto geborenen Künstlerin füllen die gesamte Wechselausstellungsfläche, dazu Dachterrasse und Treppenhäuser. Anlass ist das 50-jährige Bestehen des Museum Ludwig, das 1976 mit dem Schenkungsvertrag zwischen dem Ehepaar Peter und Irene Ludwig und der Stadt Köln gegründet und 1986 in seinem Neubau eröffnet wurde. Die Schau entsteht in Kooperation mit der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel und dem Stedelijk Museum Amsterdam.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wer das Museum Ludwig betritt, betritt zugleich einen Bau, der in der jüngeren deutschen Architekturgeschichte eine Sonderstellung einnimmt. Peter Busmann und Godfrid Haberer hatten 1975 in einem offenen Ideenwettbewerb gegen Entwürfe von James Stirling, Oswald Mathias Ungers und Gottfried Böhm den Zuschlag erhalten, allerdings erst über einen zweiten Anlauf. Der damalige Dombaumeister Arnold Wolff wies mit einem Periskop am Modell nach, dass die eigentlich unzulässige Traufhöhe acht Meter über der Höhe des Hotel Mondial den Domblick von der Stadtebene nicht verstellte. Der Entwurf wurde einstimmig zurückgeholt und mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Was 1986 entstand, ist eine fein gegliederte Anlage aus zinkverkleideten Sheddächern, Backsteinfassaden und einem Rastermaß von 10,80 Metern, das im Duodezimalsystem in Einheiten von 90 Zentimetern aufgelöst ist und bis ins Detail die gesamte Architektur durchzieht.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Wie reagiert das Rastermaß von 10,80 Metern auf Kusamas Wiederholungslogik?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Genau hier liegt die ungewöhnliche Spannung der Schau. Kusamas Werk lebt von der seriellen Setzung des immer gleichen Elements (Punkt, Netz, Spiegelung). Ihre Polka Dots überziehen Skulpturen, Räume, Körper. Sie nennt das Verfahren „Selbstauslöschung“, ein Begriff, der bei genauer Betrachtung auch auf die architektonische Wiederholung passt. Das 90-Zentimeter-Modul von Busmann und Haberer, ein Bruchteil des 10,80-Meter-Hauptrasters, organisiert Türen, Fenster, Wandflächen und Bodenfugen. Wenn Kusamas Punkte auf diese gerasterte Architektur treffen, entsteht keine Konkurrenz zweier Ordnungen, sondern ein Dialog. Die strenge Geometrie des Hauses gibt der Wiederholung der Künstlerin den Resonanzraum, den sie braucht.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Eigens für Köln wurde ein neuer Infinity Mirror Room mit dem Titel „The Hope of the Polka Dots Buried in Infinity Will Eternally Cover the Universe“ konzipiert, der den größten Saal des Hauses füllt. Dass dieser Raum im Sheddach-Universum von Busmann und Haberer funktioniert, hat einen handfesten Grund. Die Sheddächer liefern nordseitig diffuses Tageslicht, das die Kuratorinnen und Kuratoren bei Kusamas farbintensiven Lichtarbeiten gezielt abdunkeln und steuern. Auch die Installation „I’m Here but Nothing“ (2000/2026), ein in Schwarzlicht getauchter Wohnraum mit fluoreszierenden Klebepunkten, und die erste raumgreifende Arbeit „Aggregation: One Thousand Boats Show“ von 1963 setzen voraus, dass die Architektur sich zurücknehmen kann, ohne neutral zu werden. Das gelingt, weil Backstein und Titanzink eine handfeste, materielle Textur einbringen, die Kusamas Reizmustern standhält.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Was sagt die Bespielung der Dachterrasse über Museumsarchitektur heute?</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auf der Dachterrasse mit Blick auf den Kölner Dom installiert das Museum Ludwig die bemalten Bronze-Blumen „Flowers That Speak All about My Heart Given to the Sky“. Die Geste ist programmatisch. Sie verschiebt die Schau aus der Black Box heraus in den öffentlichen Stadtraum. Busmann und Haberer hatten ihren Bau ausdrücklich nicht als isoliertes Haus, sondern als „Stück Stadt“ konzipiert, mit Plätzen, Wegen und Treppen, die vom Hauptbahnhof zum Rhein führen. Der Heinrich-Böll-Platz, unter dem der Konzertsaal der Kölner Philharmonie als Amphitheater 260.000 Kubikmeter Raum tief in den Domhügel verlegt, ist Dach und Stadtboden zugleich. Wenn nun Kusamas Bronze-Blumen auf der Museumsdachterrasse mit dem Dom in eine direkte Sichtbeziehung treten, wird die ursprüngliche städtebauliche Idee der Architekten in einem neuen Licht lesbar.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Damit rückt eine Frage in den Vordergrund, die weit über Köln hinausreicht. Wie verhalten sich Museumsbauten der 1980er Jahre zu den raumgreifenden, immersiven Praktiken der Gegenwartskunst? In Nordrhein-Westfalen ist diese Frage besonders virulent. Häuser wie das Museum Folkwang in Essen mit dem Neubau von David Chipperfield Architects (2010), das Lehmbruck-Museum in Duisburg oder das K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf stehen vor ähnlichen Aufgaben. Die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW 2018) und das Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW) setzen den Rahmen, innerhalb dessen Häuser angepasst und neu bespielt werden können. Das Museum Ludwig steht zwar bislang nicht unter Denkmalschutz, gilt aber seit Jahren als architekturgeschichtlich erhaltenswert. Eine Eintragung nach § 3 DSchG NRW wäre grundsätzlich möglich.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Hinzu kommt die Frage der Barrierefreiheit. Kusamas Infinity Rooms erfordern getaktete Einlässe, die Dachterrasse ist über Aufzüge erschlossen, die Anforderungen nach DIN 18040-1 für öffentlich zugängliche Gebäude müssen mit den konservatorischen Vorgaben der Wechselausstellung in Einklang gebracht werden. Wer das Museum in den vergangenen Jahren besucht hat, weiß, dass die Eingangs- und Foyerumgestaltung 2004/2005 durch die Arbeitsgemeinschaft Busmann + Haberer mit dem Office for Metropolitan Architecture (OMA, Rem Koolhaas) das Haus bereits an neue Anforderungen angepasst hat. Die Kusama-Schau zeigt nun, wo die Grenzen dieser Anpassung verlaufen und wo der Bau aus eigener Kraft wirkt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Für die Architektenschaft im Rheinland und darüber hinaus liegt in diesem Zusammenspiel von Kunst und Bau eine seltene Lehrstunde. Es geht nicht um die Frage, ob Häuser der 1980er Jahre noch zeitgemäß sind, sondern darum, wie ihre Eigenheiten produktiv gemacht werden können. Das Rastermaß, das Sheddach, die Backsteinfassade, der Domblick. Alles, was Busmann und Haberer 1975 in den Wettbewerbsentwurf eingebracht haben, wird in dieser Ausstellung neu verhandelt. Kusamas Kunst macht das, was die Architektur immer schon war, einen Moment lang sichtbar.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Retrospektive läuft bis zum 2. August 2026. Wer früh kommt, hat die besseren Karten. Das Museum empfiehlt ausdrücklich Tickets mit Zeitfenster aus dem Onlineshop.</p>
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		<title>Die Kunst, Kind zu sein – Francis Alÿs im Museum Ludwig</title>
		<link>https://baukunst.art/die-kunst-kind-zu-sein-francis-alys-im-museum-ludwig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Apr 2025 16:45:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Alÿs]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Museum Ludwig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Francis Alÿs zeigt im Museum Ludwig, wie Kinderkunst tiefer berühren kann als jede Theorie – eine Ausstellung, die Kunstvermittlung neu denkt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-kunst-kind-zu-sein-francis-alys-im-museum-ludwig/">Die Kunst, Kind zu sein – Francis Alÿs im Museum Ludwig</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Kunst mit Kinderblick – Francis Alÿs im Museum Ludwig</strong></h2>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Zwischen Drachenspiel und Minenstaub</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wer derzeit das Museum Ludwig in Köln betritt, wird nicht nur mit Kunst, sondern mit einer tiefgreifenden Perspektive auf die Welt empfangen – durch die Augen von Kindern. In der Ausstellung <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">„Kids Take Over“</em> überlässt der belgische Künstler Francis Alÿs, seit vielen Jahren in Mexiko ansässig, den jüngsten Besucherinnen und Besuchern nicht nur die Betrachtung der Kunst, sondern ihre Auswahl und Präsentation.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Vom Spiel zur Gesellschaftsanalyse</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Im Zentrum stehen Alÿs’ filmische Beobachtungen aus aller Welt – Afghanistan, Mexiko, Hongkong, Kuba, Frankreich. Seine „Kinderspiele“ dokumentieren, wie Kinder mit minimalen Mitteln – Kronkorken, Reifen, Plastik – eine eigene Welt erschaffen. Die Filmarbeiten entfalten ihre Wirkung in überhöhten Hochformaten und intimen Querformaten gleichermaßen. Ergänzt durch Skizzenbücher, bieten sie Einblick in eine kindlich-poetische Welt, in der Spiel und Realität untrennbar verschmelzen. Die Ernsthaftigkeit, mit der Alÿs diese Spiele dokumentiert, ist mehr als ein ästhetisches Statement. Es ist ein respektvoller Blick auf das Selbstverständnis von Kindern, ihr Bedürfnis nach Sinnstiftung und Selbstwirksamkeit. Das Museum Ludwig zeigt hier nicht nur Kunst – es demonstriert Haltung.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Kunstvermittlung als Kollaboration</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Doch Alÿs bleibt nicht Beobachter. Er schafft Raum – konkret die größte Halle des Museums – für eine dialogische Ausstellungsgestaltung. Schülerinnen und Schüler aus der Region wählten aus der Sammlung Werke aus, die sie mit ihren eigenen Assoziationen verbanden. Diese juxtaposieren sie mit Arbeiten des Künstlers – eine kuratorische Geste, die mehr Offenheit vermittelt als mancher akademische Diskurs. So begegnet man neben Alÿs’ <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">La Roue</em>, in dem ein Junge mit einem Autoreifen eine Kobaltmine hinabrollt, Porträts im Stil Gabriele Münters, frei interpretiert von den Kindern selbst. Henri Matisse’ <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Sitzendes Mädchen</em> wird zur Figur im Stubenarrest. Ernsthaft, verspielt, kritisch. Und stets auf Augenhöhe.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Die Zumutung der Gegenwart</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Gegenwartskunst birgt oft Herausforderungen für junge Menschen: zu viel Katastrophe, zu viel Abgrund. Was bei Alÿs jedoch gelingt, ist die Balance – zwischen Tiefe und Zugänglichkeit. Seine Arbeiten verschrecken nicht, sie fordern heraus. Ein Beispiel: Ein Film zeigt ukrainische Kinder, die Sirenengeräusche nachahmen – beklemmend und bewegend zugleich. Ihre Namen werden genannt. Es ist ein Statement gegen die Anonymität des Schreckens. Alÿs gelingt es, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene in eine Haltung des Innehaltens zu versetzen. Seine Kunst ist kein moralischer Zeigefinger, sondern ein Fenster – weit geöffnet, auf eine Welt, in der kindliches Spiel und gesellschaftliche Realität miteinander ringen.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Museum neu gedacht</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Ausstellung ist ein Plädoyer für ein anderes Museum: eines, das nicht belehrt, sondern erlebt wird. Das nicht erzieht, sondern Resonanz erzeugt. Besonders in einer Zeit, in der viele Kulturinstitutionen bei Kinderprogrammen kürzen und sich auf „Exzellenz“ statt auf Inklusion konzentrieren, setzt das Museum Ludwig einen Kontrapunkt. Hier wird Teilhabe nicht simuliert, sondern ermöglicht. Dabei wird die Frage nach dem Platz von Kindern im Museum nicht nur künstlerisch, sondern auch institutionell verhandelt. Was zählt als bedeutungsvoll? Wessen Perspektiven werden sichtbar gemacht? Die Ausstellung liefert eine klare Antwort.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Fazit: Eine Ausstellung mit Strahlkraft</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Francis Alÿs – Kids Take Over</em> ist nicht nur eine sehenswerte Schau, sondern eine Standortbestimmung für die Zukunft des Museums. Sie zeigt: Kunst kann Kindern zumuten, was sie ohnehin längst erleben – aber sie muss ihnen auch Wege aufzeigen, damit umzugehen. Diese Ausstellung ist ein solcher Weg. Und ein Geschenk für alle, die Kunst nicht als elitäres Sprachspiel, sondern als zutiefst menschliches Ausdrucksmittel begreifen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-kunst-kind-zu-sein-francis-alys-im-museum-ludwig/">Die Kunst, Kind zu sein – Francis Alÿs im Museum Ludwig</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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