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	<title>Architekturtrend-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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		<title>Wider die Wegwerfarchitektur – Stuttgart entdeckt nachhaltige Stadterneuerung</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 10:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Regional]]></category>
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		<category><![CDATA[Architekturtrend]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Stuttgart zeigt die Sanierung von blocher partners, wie historische Bausubstanz mit modernen Konzepten neue Lebensqualität schafft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/wider-die-wegwerfarchitektur-stuttgart-entdeckt-nachhaltige-stadterneuerung/">Wider die Wegwerfarchitektur – Stuttgart entdeckt nachhaltige Stadterneuerung</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Sanierung am Schlossplatz Stuttgart – blocher partners verbinden Historie und Moderne</strong></h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Nach zweieinhalbjähriger umfassender Sanierungs- und Umstrukturierungsarbeit wird das landeseigene <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Kunstgebäude am Schlossplatz in Stuttgart</strong> im April 2025 feierlich wiedereröffnet. Das Gebäude, ein architektonisches Wahrzeichen und „Haupt- und Gründungswerk der <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Stuttgarter Schule</strong>“ (Dehio, 1993), erhält damit erneut eine zeitgemäße Interpretation.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Geschichte trifft Gegenwart</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Errichtet wurde das markante Gebäude ursprünglich nach Plänen von <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Theodor Fischer</strong> in den 1910er Jahren. Die prägnante Arkade wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, jedoch zwischen 1956 und 1961 unter Leitung von <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Paul Bonatz</strong> und <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Günther Wilhelm</strong> wiederaufgebaut und durch einen damals modernen „White Cube“ ergänzt. 2018 setzte sich schließlich das Architekturbüro <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">blocher partners</strong> in einem europaweiten Wettbewerb zur Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles durch.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Modernisierung mit Respekt vor der Historie</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Eine zentrale Aufgabe war es, das geschichtsträchtige Kunstgebäude behutsam an heutige Anforderungen anzupassen. Neben der Einhaltung aktueller Brandschutzstandards war die <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Barrierefreiheit</strong> ein wesentliches Ziel der Sanierung. Durch eine Neustrukturierung gelang es den Architektinnen und Architekten zudem, mehr Licht in das Gebäudeinnere zu bringen und neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Haupteingang wurde dabei aus der Mittelachse nach rechts versetzt und wird nun von einem markanten Rahmen aus brünierter Bronze eingefasst, gekrönt von einem schwebenden Ring mit Schriftzug, der zwischen den Säulen angebracht ist.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Innovative Lösungen im historischen Kontext</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Zur besseren Erschließung wurde ein neues Treppenhaus samt Aufzug integriert, das den zweigeschossigen Bestand barrierefrei macht. Besonders hervorzuheben ist die <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Unterkellerung des Marmorsaals</strong>, wodurch dringend benötigte Flächen für Garderobe und Sanitäranlagen entstanden sind. Der Marmorsaal selbst erhielt eine akustische Aufwertung und kann mittels beweglicher, akustisch wirksamer Lamellenwände flexibel mit dem Nachbarraum verbunden werden. Der Kuppelsaal wurde ebenfalls akustisch optimiert, ohne seine historische Substanz zu beeinträchtigen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">In Anlehnung an die Originalpläne von Fischer wurde zudem die Decke über dem Restaurantbereich teilweise entfernt, wodurch Sichtachsen zum darüberliegenden Ausstellungssaal entstanden sind – ein harmonischer Dialog zwischen Alt und Neu.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Nachhaltigkeit und kulturelles Erbe</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Maßnahmen, von <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Vermögen und Bau Stuttgart</strong> beauftragt, summieren sich auf rund 20,5 Millionen Euro für eine Nutzfläche von 3.460 Quadratmetern. Bei den Bauarbeiten ergab sich zudem eine kleine historische Überraschung: Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter stießen auf einen weiteren Grundstein des historischen „Neuen Lusthauses“ der württembergischen Herzöge, der bereits seit 1593 dort lagerte. Ein kurioser und gleichzeitig symbolträchtiger Fund, der an die lange Geschichte des Standorts erinnert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Mit der Sanierung durch blocher partners erhält Stuttgart nicht nur ein zeitgemäßes Kunstgebäude, sondern auch ein lebendiges Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung und einen achtsamen Umgang mit dem kulturellen Erbe.</p>
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