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	<title>Gedenkkultur-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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	<title>Gedenkkultur-Archiv - Baukunst</title>
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		<title>Zwischen Schinkel und Moderne – Das Museum Lützen vollendet ein historisches Ensemble</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2025 13:11:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsarchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein radikaler Betonmonolith markiert seit 2024 den Ort der Schlacht bei Lützen. Das neue Museum fordert Sachsen-Anhalts Gedenkarchitektur heraus – und weist neue Wege.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/zwischen-schinkel-und-moderne-das-museum-luetzen-vollendet-ein-historisches-ensemble/">Zwischen Schinkel und Moderne – Das Museum Lützen vollendet ein historisches Ensemble</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein puristischer Betonmonolith fordert die Erinnerungskultur heraus</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wer sich dem <a href="https://museum-luetzen-1632.de/" target="_blank" rel="noopener">neuen Museum Lützen 1632</a> nähert, dem stockt zunächst der Atem. Nicht vor Ehrfurcht vor der Geschichte dieses Ortes – die kommt später –, sondern angesichts der radikalen architektonischen Setzung, die Peter Zirkel gemeinsam mit Naumann Wasserkampf Architekten und Station C23 hier gewagt hat. Ein massiver Betonkubus mit steil ansteigendem Pultdach markiert seit 2024 den Ort, an dem vor fast 400 Jahren eine der blutigsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges tobte. 9.000 Menschen ließen hier ihr Leben, darunter der schwedische König Gustav II. Adolf.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Sachsen-Anhalts neue Gedenkarchitektur zwischen Tradition und Moderne</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Museum Lützen steht exemplarisch für einen Paradigmenwechsel in der Gedenkarchitektur Sachsen-Anhalts. War die Region lange geprägt von einer eher konservativen Herangehensweise an historische Orte – man denke nur an die zahlreichen rekonstruierten Schlösser und Burgen entlang der Straße der Romanik –, so zeigt sich hier ein neues Selbstbewusstsein im Umgang mit Geschichte. Die Landesbauordnung Sachsen-Anhalt gibt Architekten und Architektinnen durchaus Spielraum für experimentelle Ansätze, vorausgesetzt, sie fügen sich sensibel in die jeweilige Umgebung ein.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Peter Zirkel, der bereits mit dem Militärhistorischen Museum Dresden internationale Anerkennung erlangte, nutzt diesen Spielraum virtuos. Der monolithische Bau mit seinen fugenlos gegossenen Betonwänden setzt eine selbstbewusste Zäsur, ordnet sich aber durch die niedrige Traufkante behutsam in das historische Ensemble ein, zu dem auch Schinkels gusseiserner Baldachin von 1837 und die skandinavische Kapelle von 1907 gehören.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Regionale Baukultur trifft auf internationale Standards</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was das Museum Lützen besonders macht, ist die gelungene Synthese aus regionaler Verankerung und internationaler Architektursprache. Die Form des Pultdachs zitiert subtil die landwirtschaftlichen Gebäude der Umgebung – ein Verweis auf die fruchtbare Kulturlandschaft zwischen Leipzig und Halle, die seit Jahrhunderten von Ackerbau geprägt ist. Gleichzeitig entspricht die puristische Betonarchitektur höchsten internationalen Standards der Museumsgestaltung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Dr. Martina Schreiber, Leiterin des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, sieht in dem Projekt einen wichtigen Impuls: „Das Museum Lützen zeigt, dass wir in Sachsen-Anhalt durchaus in der Lage sind, Geschichte zeitgemäß zu interpretieren, ohne dabei in Beliebigkeit zu verfallen. Es ist ein mutiges Statement, das hoffentlich Schule macht.&#8220;</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Förderpolitik und regionale Entwicklung</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Realisierung des 8,5 Millionen Euro teuren Projekts wäre ohne die spezifischen Fördermechanismen Sachsen-Anhalts kaum möglich gewesen. Das Land nutzte hier geschickt die Synergien verschiedener Programme: EU-Strukturfonds, Bundesmittel für Kultur in ländlichen Räumen und Landesprogramme zur Stärkung der regionalen Identität griffen ineinander. Die Stadt Lützen mit ihren knapp 9.000 Einwohnerinnen und Einwohnern profitiert bereits jetzt von steigenden Besucherzahlen – ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in einer strukturschwachen Region.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Bürgermeisterin Katja Rosenbaum betont die Bedeutung für die Stadtentwicklung: „Das Museum ist mehr als nur ein Erinnerungsort. Es ist ein Leuchtturmprojekt, das zeigt, dass auch kleine Städte in Sachsen-Anhalt kulturell Großes leisten können.&#8220; Tatsächlich hat das Projekt bereits Nachahmer gefunden: In Magdeburg plant man ähnlich mutige Ansätze für das neue Dommuseum, und auch in Quedlinburg diskutiert man über zeitgenössische Ergänzungen des Weltkulturerbes.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Nachhaltigkeit als Herausforderung</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Kritisch zu betrachten ist allerdings die Nachhaltigkeitsbilanz des Projekts. Beton als Hauptbaustoff steht zunehmend in der Kritik, und auch wenn die Architekten auf recycelten Zuschlag und CO2-reduzierte Zementmischungen setzten, bleibt der ökologische Fußabdruck beträchtlich. Prof. Thomas Naumann von der Hochschule Anhalt in Dessau, der das Projekt wissenschaftlich begleitete, räumt ein: „In zehn Jahren hätten wir das vermutlich anders gelöst. Aber 2018, als die Planung begann, war das Bewusstsein für alternative Baustoffe noch nicht so ausgeprägt.&#8220;</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Immerhin: Die massive Bauweise verspricht Langlebigkeit, und die Haustechnik entspricht modernsten energetischen Standards. Eine Photovoltaikanlage auf dem Pultdach und eine Geothermieanlage sorgen für eine weitgehend autarke Energieversorgung – ein wichtiger Aspekt angesichts steigender Betriebskosten im Kulturbereich.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Kraft der Stille</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die eigentliche Stärke des Museums liegt jedoch in seiner räumlichen Dramaturgie. Im Erdgeschoss vermitteln moderne Medientechnik und sorgfältig kuratierte Exponate die komplexe Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. Ein bodentiefes Panoramafenster rahmt den Blick auf das ehemalige Schlachtfeld – eine subtile Verbindung zwischen Innen und Außen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der emotionale Höhepunkt wartet im Untergeschoss: Ein 12 Meter hoher, fensterloser Raum, in dessen Zentrum eine gläserne Vitrine schwebt. Darunter, wie ein archäologisches Fenster in die Vergangenheit, das 2011 entdeckte Massengrab mit 47 Skeletten. Die Installation des Künstlers Michael Kienzer verzichtet auf jede Dramatisierung. Die schiere Präsenz der sterblichen Überreste, reliefartig herausgearbeitet und behutsam beleuchtet, spricht für sich. Was folgt, ist Stille – eine Stille, die nachhaltiger wirkt als jede Inszenierung.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Lehren für die Zukunft</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Museum Lützen 1632 markiert einen Wendepunkt in der Gedenkarchitektur Sachsen-Anhalts. Es zeigt, dass moderne Architektursprache und historische Verantwortung keine Gegensätze sein müssen. Gleichzeitig wirft es Fragen auf: Wie viel Modernität verträgt die Erinnerung? Wie können wir Geschichte vermitteln, ohne sie zu musealisieren? Und wie schaffen wir es, auch in strukturschwachen Regionen kulturelle Leuchttürme zu etablieren, ohne dabei die lokale Bevölkerung zu überfordern?</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Antworten darauf werden die Kulturpolitik Sachsen-Anhalts in den kommenden Jahren prägen. Das Museum Lützen hat die Messlatte hochgelegt – für Architektinnen und Architekten, Kuratorinnen und Kuratoren, aber auch für die Politik. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Mut zur zeitgenössischen Interpretation historischer Orte Schule macht, ohne dabei in Beliebigkeit zu verfallen. Denn eines lehrt uns die Geschichte der Schlacht bei Lützen: Konflikte entstehen oft aus mangelndem Verständnis füreinander. Moderne Museumsarchitektur kann helfen, Brücken zu bauen – zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Region und Welt, zwischen Erinnerung und Hoffnung.</p>
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		<title>Luxus im Schatten der Geschichte: Der bizarre Streit um Sachsen-Anhalts NS-Stollen</title>
		<link>https://baukunst.art/luxus-im-schatten-der-geschichte-der-bizarre-streit-um-sachsen-anhalts-ns-stollen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 09:33:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Nachnutzungsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[NS Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein ehemaliges KZ-Stollensystem in Halberstadt sorgt für Aufruhr: Ein Investor plant eine Luxus-Bunkeranlage in den historisch belasteten Gängen. Die Landesregierung ringt um eine würdige Lösung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/luxus-im-schatten-der-geschichte-der-bizarre-streit-um-sachsen-anhalts-ns-stollen/">Luxus im Schatten der Geschichte: Der bizarre Streit um Sachsen-Anhalts NS-Stollen</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h3>Die architektonische Herausforderung unserer Zeit</h3>
<p>In der Architekturgeschichte gibt es Momente, die fundamentale ethische Fragen aufwerfen. Der aktuelle Fall in Halberstadt, Sachsen-Anhalt, ist so ein Moment: Ein historisch schwer belastetes <strong>Stollensystem</strong> aus der NS-Zeit soll in eine <strong>Luxusimmobilie</strong> umgewandelt werden. Der Investor Peter Jugl erwarb das Areal für 1,3 Millionen Euro – ein Vorgang, der die <strong>Architekturszene</strong> polarisiert und grundlegende Fragen zur <strong>Nachnutzung</strong> historischer Bausubstanz aufwirft.</p>
<h3>Das steinerne Erbe der Unmenschlichkeit</h3>
<p>Die <strong>Stollenanlage</strong>, zwischen 1944 und 1945 von KZ-Häftlingen unter unmenschlichen Bedingungen errichtet, trägt eine düstere Geschichte in ihren Wänden. Die ursprünglich als <strong>Produktionsstätte</strong> für die Rüstungsindustrie konzipierte Anlage wurde von Zwangsarbeitern des KZ Langenstein-Zwieberge geschaffen. Die rohen Felswände zeugen noch heute vom Leid ihrer Erbauer – eine <strong>bauhistorische Mahnung</strong>, die nun vor einer fragwürdigen Transformation steht.</p>
<h3>Der schmale Grat zwischen Erhaltung und Respektlosigkeit</h3>
<p>Die geplante <strong>Umnutzung</strong> wirft aus architektonischer Sicht mehrere Problemfelder auf. Einerseits bedarf historische <strong>Bausubstanz</strong> der kontinuierlichen Nutzung, um nicht zu verfallen. Andererseits stellt sich die Frage nach der Angemessenheit: Kann ein Ort des Schreckens in eine <strong>Luxusimmobilie</strong> verwandelt werden, ohne seine mahnende Funktion zu verlieren? Die <strong>Raumgestaltung</strong> solch historisch belasteter Orte erfordert höchste Sensibilität und konzeptionelle Durchdachtheit.</p>
<h3>Das Ringen um würdige Lösungen</h3>
<p>Die <strong>Landesregierung</strong> Sachsen-Anhalts sucht nun nach Wegen, das Gelände zurückzukaufen. Eine klassische <strong>Umnutzungsstrategie</strong> könnte die Integration einer Gedenkstätte in ein moderates Nutzungskonzept sein. Vergleichbare Projekte, etwa die Transformation ehemaliger Industriebauten in <strong>Dokumentationszentren</strong>, zeigen gangbare Wege auf.</p>
<h3>Architektonische Verantwortung im 21. Jahrhundert</h3>
<p>Der Fall Halberstadt verdeutlicht exemplarisch die Komplexität zeitgenössischer <strong>Bauaufgaben</strong>. Die <strong>architektonische Praxis</strong> muss sich heute mehr denn je der Verantwortung stellen, historisches Erbe nicht nur zu bewahren, sondern auch würdig zu kontextualisieren. Dabei gilt es, einen Balanceakt zwischen <strong>Denkmalschutz</strong>, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und ethischer Vertretbarkeit zu vollführen.</p>
<h3>Fazit: Die Kunst des Angemessenen</h3>
<p>Die <strong>Nachnutzung</strong> historisch belasteter Architektur verlangt nach einem neuen Paradigma der <strong>Baukultur</strong>. Der Fall Halberstadt könnte zum Präzedenzfall werden, wie eine Gesellschaft mit den steinernen Zeugen ihrer dunkelsten Geschichte umgeht. Die Architektenschaft ist hier besonders gefordert, innovative Konzepte zu entwickeln, die sowohl dem Gedenken als auch der Gegenwart gerecht werden. Vielleicht liegt die Lösung in einer hybriden Nutzung, die <strong>Erinnerungskultur</strong> und behutsame Weiterentwicklung vereint – ein architektonischer Spagat, der höchste gestalterische und ethische Kompetenz erfordert.</p>
<p>Die Debatte um das Halberstädter Stollensystem könnte sich als Wendepunkt in der Diskussion um den Umgang mit belasteter <strong>Bausubstanz</strong> erweisen. Sie zeigt eindrücklich, dass <strong>Architektur</strong> weit mehr ist als die Gestaltung von Räumen – sie ist Träger kollektiver Erinnerung und moralischer Verantwortung zugleich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/luxus-im-schatten-der-geschichte-der-bizarre-streit-um-sachsen-anhalts-ns-stollen/">Luxus im Schatten der Geschichte: Der bizarre Streit um Sachsen-Anhalts NS-Stollen</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unbequeme Baudenkmale</title>
		<link>https://baukunst.art/unbequeme-baudenkmale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2024 07:50:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=9659</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Universität Kassel hat im Bereich Architektur und Städtebau eine bahnbrechende Studie zu unbequemen Baudenkmalen veröffentlicht. Diese Studie befasst sich mit Orten des Links- und Rechtsterrorismus</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/unbequeme-baudenkmale/">Unbequeme Baudenkmale</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-pm-slice="0 0 []">Neue Perspektiven aus Kassel</h3>
<p>Die Universität Kassel hat im Bereich Architektur und Städtebau eine bahnbrechende Studie zu unbequemen Baudenkmalen veröffentlicht. Diese Studie befasst sich mit Orten des Links- und Rechtsterrorismus und setzt neue Maßstäbe in der Gedenk- und Denkmalkultur. Der Begriff &#8222;unbequeme Baudenkmale&#8220;, geprägt von Norbert Huse Ende der 1990er Jahre, beschreibt problembehaftete Orte, die durch ihre Geschichte eine besonders eindrückliche Vermittlung ermöglichen.</p>
<h4>Ein tiefer Blick in die Studien</h4>
<p>Die Studien des Fachgebiets Städtebau erweitern den Diskurs um dissonante Heritages und die Denkmalwürdigkeit von Kernkraftwerken. Sie legen die Grundlagen für eine neue Topografie der Gedenk- und Denkmalkultur. Dabei wird argumentiert, dass gerade die problematischen Aspekte dieser Orte wertvolle historische Lehren bieten können.</p>
<h4>Links- und Rechtsterrorismus im Fokus</h4>
<p>Durch die Untersuchung von Orten des Links- und Rechtsterrorismus schaffen die Studien eine Verbindung zwischen der physischen Umgebung und der historischen Narration. Diese Ansätze knüpfen an vorherige Forschungen an und erweitern sie um neue, relevante Dimensionen.</p>
<h4>Publikationen und Medienbeiträge</h4>
<p>Die Ergebnisse und Ansätze dieser Studien wurden in der Fachliteratur, unter anderem bei Jovis, veröffentlicht. Darüber hinaus fanden sie breite mediale Beachtung in Beiträgen von <a href="https://www.uni-kassel.de/fb06/institute/institut-fuer-urbane-entwicklungen/fachgebiete/staedtebau/startseite#:~:text=Deutschlandradio%C2%A0FAZIT">Deutschlandradio FAZIT</a>, <a href="https://www.uni-kassel.de/fb06/institute/institut-fuer-urbane-entwicklungen/fachgebiete/staedtebau/startseite#:~:text=FAZIT%2C%20bei-,MDR%20Kultur,-sowie%20im%C2%A0">MDR Kultur </a>und Baunetz Campus. Diese Medienpräsenz unterstreicht die Bedeutung und Aktualität der Thematik.</p>
<h4>Dissonante Heritages und Kernkraftwerke</h4>
<p>Neben den neuen Studien zu Terrorismusorten hat das Team um die Kasseler Forscher auch zu dissonanten Heritages und der Denkmalwürdigkeit von Kernkraftwerken geforscht. Diese Arbeiten haben die Diskussion um die Erinnerungskultur erweitert und gezeigt, dass auch umstrittene oder unbeliebte Bauwerke einen wichtigen Platz im kollektiven Gedächtnis haben können.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Die Universität Kassel setzt mit ihren Studien zu unbequemen Baudenkmalen neue Maßstäbe in der Architektur- und Denkmalkultur. Durch die Auseinandersetzung mit problematischen Orten wird nicht nur die Geschichte eindrücklicher vermittelt, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Komplexität unserer Vergangenheit gefördert. Diese Forschungsergebnisse bieten wertvolle Impulse für Architekten, Stadtplaner und Historiker und laden dazu ein, die Denkmallandschaft aus neuen Perspektiven zu betrachten.</p>
<p>Die vollständigen Studien und weiterführende Informationen sind in den entsprechenden Fachpublikationen und Medienbeiträgen zu finden, die auf den Webseiten der Universität Kassel und den beteiligten Medienhäusern zugänglich sind. <a href="https://www.uni-kassel.de/fb06/institute/institut-fuer-urbane-entwicklungen/fachgebiete/staedtebau/startseite">mehr…</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/unbequeme-baudenkmale/">Unbequeme Baudenkmale</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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