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	<title>Öffentliche Aufträge-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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		<title>Turbo fürs Bauen – was die neue Regierung Architektinnen und Architekten verspricht</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 08:03:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neuer Schwung für Planende? Der Koalitionsvertrag 2025 verspricht schnellere Genehmigungen, steuerliche Entlastungen – und ein starkes Bekenntnis zum eigenständigen Bauministerium.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Bauen unter Merz: Was Architektinnen und Architekten von der neuen Regierung erwarten dürfen</strong></h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die neue Regierungskoalition hat ihren Fahrplan vorgestellt. Für die Architektur- und Bauwelt bedeutet das: Aufbruch mit vielen Fragezeichen – und einer klaren Botschaft: Das Bauen soll schneller, einfacher und digitaler werden.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein Ministerium bleibt – das Tempo soll steigen</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wer dachte, das Bauministerium könnte erneut im Verkehrsressort verschwinden, liegt falsch: Die neue Bundesregierung bekennt sich klar zum eigenständigen Ministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen – und überlässt es erneut der SPD. Damit wird das 2021 geschaffene Ressort verstetigt. Ob Klara Geywitz im Amt bleibt, ist noch offen, doch ihre Chancen stehen gut.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese Personalie mag zunächst marginal erscheinen, doch sie ist programmatisch bedeutsam: Ein eigenständiges Ministerium ist Signal und Hebel zugleich – ein Bekenntnis zur politischen Relevanz des Bauens in Zeiten der Wohnungskrise und Klimawende.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Genehmigungen: Weniger Hürden, mehr Tempo</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die neue Regierung will „mutige Wege“ beschreiten – ein Zitat, das man nicht alle Tage im Verwaltungsdeutsch eines Koalitionsvertrags liest. Gemeint ist die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, für die man eine umfassende Reform ankündigt: Vom Umwelt- über das Vergabe- bis zum Bauplanungsrecht sollen alle relevanten Regelwerke überarbeitet werden.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Konkret heißt das: Verfahrensstufen sollen reduziert, formalisierte Abläufe flexibilisiert und einheitliche Regelwerke für Infrastrukturvorhaben geschaffen werden. Besonders praxisrelevant für Planende dürfte die Einführung einer <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">„verbindlichen Stichtagsregelung“</strong> sein – Anträge gelten künftig als genehmigt, wenn die Behörde nicht rechtzeitig reagiert. Das Versprechen: Kein Aktenpingpong mehr zwischen den Ämtern. Ein Verfahren beginnt und endet künftig im selben Rechtsrahmen.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Wohnungsbau-Turbo: Absicht trifft Realität</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Bereits innerhalb der ersten hundert Regierungstage soll ein „Wohnungsbau-Turbo“ gezündet werden. Steuerliche Anreize, Investitionsoffensiven und Bürokratieabbau sollen den Weg für kostengünstiges Bauen ebnen. Die Vision: Wohnungen unter 15 Euro pro Quadratmeter – insbesondere in angespannten Märkten.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Gebäudetyp-e, bislang eher theoretisches Modell, soll breitere Anwendung finden. Parallel verspricht die Koalition, dass künftig das Abweichen von den anerkannten Regeln der Technik <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">nicht mehr automatisch als Mangel</strong> gilt – eine Formulierung mit gewaltiger Tragweite für Haftung und Planungspraxis.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Klimaziele: Worte ohne Maßnahmen?</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Dass der Gebäudesektor zentral für das Erreichen der Klimaziele ist, wird anerkannt. Doch konkrete Instrumente fehlen. Ein neues Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll das umstrittene „Heizungsgesetz“ ablösen – einfacher, technologieoffener, flexibler. Was das genau bedeutet, bleibt offen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Zwar kündigt der Vertrag ein Bundesforschungszentrum für klimaneutrales Bauen an – doch Begriffe wie „Bauwende“, „Umbaukultur“ oder eine Strategie gegen Ressourcenvernichtung durch Abriss sucht man vergebens. Nachhaltigkeit bleibt Überschrift, aber selten Substanz.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Entlastung mit Tücken: Steuerpolitik für Büros</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">In der Steuerpolitik steckt Potenzial, aber auch Ernüchterung. Planungsbüros – meist kleine oder mittlere Unternehmen – sollen profitieren, doch viele Maßnahmen greifen zu spät oder zu oberflächlich.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">So wird etwa die Körperschaftsteuer für GmbHs ab 2028 schrittweise gesenkt. Eine Einkommensteuererleichterung für Partnerschaftsgesellschaften ist zwar geplant, greift aber erst zur Legislaturhalbzeit. Der Effekt bleibt ungewiss.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auch das Optionsmodell, das Personengesellschaften zur Körperschaftsteuer wechseln lässt, soll vereinfacht werden. Was genau das heißt, bleibt abzuwarten. Kurz: Vieles ist Absichtserklärung – für Planungssicherheit braucht es mehr.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Kommunale Aufträge: Hoffnung auf Entschuldung</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die öffentliche Hand ist größter Auftraggeber im Bau. Doch viele Kommunen sind hochverschuldet und kaum handlungsfähig. Das will die Koalition ändern: 250 Millionen Euro jährlich stellt der Bund bereit, um besonders betroffene Städte bei der Entschuldung zu unterstützen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Besonders für Architektinnen und Architekten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, wo die kommunale Verschuldung besonders ausgeprägt ist, könnte das zu spürbar mehr Ausschreibungen führen. Voraussetzung: Die Umsetzung gelingt – anders als bei früheren Vorhaben.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die HOAI: Noch nicht drin, aber in der Pipeline</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Explizit taucht sie im Vertrag nicht auf – doch plant die Bundesregierung eine <strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Novelle der HOAI noch in 2025</strong>. Das Ziel: Honorarsteigerungen, die die gestiegenen Büro- und Personalkosten abfedern.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Ein Vorhaben, das dringend notwendig erscheint – doch auch hier gilt: Entscheidend wird sein, wie zügig und mutig die Regierung tatsächlich agiert. Denn das europäische Vergaberecht, an dem sich die HOAI künftig orientieren muss, bleibt ein komplexes Feld.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Lob und Kritik: Die Branche reagiert</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Bundesarchitektenkammer bewertet den Vertrag als gelungen: „Er benennt die Herausforderungen und setzt die Rahmenbedingungen für ihre Bewältigung“, so Präsidentin Andrea Gebhard. Die IG BAU sieht sogar eine „Konjunkturlokomotive“ auf den Gleisen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Kritischer fällt das Urteil des Eigentümerverbands Haus &amp; Grund aus. Präsident Kai Warnecke sieht im Vertrag wenig Neues, sondern eher eine Fortschreibung der Vergangenheit. Der Bauherren-Schutzbund wiederum warnt vor den juristischen Folgen der geplanten Mangeldefinition.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Fazit: Ambitionen mit Schatten</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Koalitionsvertrag 2025 ist ein Dokument des Pragmatismus mit punktuellen Ambitionen. Für Architektinnen, Planer und Bauunternehmen enthält er durchaus Hoffnungen – beschleunigte Verfahren, steuerliche Entlastung, stärkere kommunale Investitionen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Doch vieles bleibt im Konjunktiv. Die angekündigten Entbürokratisierungsoffensiven, Steuerreformen und Klimaziele brauchen einen langen Atem – und klare gesetzgeberische Umsetzung. Denn ein Turbo allein reicht nicht. Die Straße muss auch frei sein.</p>
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		<title>Öffentliche Aufträge &#8211; Das Aus für die losweise Vergabe?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2022 08:36:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Aufträge]]></category>
		<category><![CDATA[Schwellenwertermittlung]]></category>
		<category><![CDATA[Vergabe]]></category>
		<category><![CDATA[Vertragsverletzungsverfahren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU-Kommission hat gegen Deutschland ein zweites Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, das die planenden Berufe betrifft. Nach der HOAI geht es jetzt um die Schwellenwertermittlung für die Vergabe von Planungsleistungen… mehr&#8230;</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>EU-Kommission</strong> hat gegen Deutschland ein zweites <strong>Vertragsverletzungsverfahren</strong> eingeleitet, das die planenden Berufe betrifft. Nach der <strong>HOAI </strong>geht es jetzt um die <strong>Schwellenwertermittlung</strong> für die Vergabe von Planungsleistungen… <strong><a href="https://www.iww.de/pbp/auftragsbeschaffung/oeffentliche-auftraege-eu-moniert-3-abs-7-vgv-ist-das-das-aus-fuer-die-losweise-vergabe-von-planungsleistungen-f118815" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr&#8230;</a></strong></p>
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