<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bauakademie-Archiv - Baukunst</title>
	<atom:link href="https://baukunst.art/tag/bauakademie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://baukunst.art/tag/bauakademie/</link>
	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jan 2026 10:18:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://baukunst.art/wp-content/uploads/2023/04/cropped-favicon-1-32x32.png</url>
	<title>Bauakademie-Archiv - Baukunst</title>
	<link>https://baukunst.art/tag/bauakademie/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Schinkels Erbe kehrt zurück: Die Berliner Bauakademie erhält ihre historische Fassade</title>
		<link>https://baukunst.art/schinkels-erbe-kehrt-zurueck-die-berliner-bauakademie-erhaelt-ihre-historische-fassade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 10:18:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin / Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Bauakademie]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Friedrich Schinkel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=14820</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach einem Jahrzehnt des Streits einigen sich Bund und Berlin auf die Rekonstruktion der historischen Ziegelfassade der Bauakademie. Der Weg zum Wettbewerb bleibt dennoch steinig.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/schinkels-erbe-kehrt-zurueck-die-berliner-bauakademie-erhaelt-ihre-historische-fassade/">Schinkels Erbe kehrt zurück: Die Berliner Bauakademie erhält ihre historische Fassade</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Der Durchbruch nach zehn Jahren Stillstand</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Am 20. Januar 2026 verkündete der Berliner Senat eine Entscheidung, auf die Architekturinteressierte und Stadtplanerinnen seit fast einem Jahrzehnt gewartet hatten: Die Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel soll in ihrer äußeren Erscheinung als das architektonische Schlüsselwerk wiedererrichtet werden, das sie einst war. Bausenator Christian Gaebler teilte mit, dass sich Bund, Land Berlin und Bundesstiftung Bauakademie auf eine gemeinsame Zielformulierung für den Auslobungstext des Realisierungswettbewerbs verständigt hätten. Die historische Fassadenrekonstruktion wird darin als maßgebliches Leitbild verankert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Einigung markiert einen Wendepunkt in einer Debatte, die seit dem Bundestagsbeschluss vom 11. November 2016 die Gemüter erhitzt. Damals stellten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier 62 Millionen Euro für die Wiedererrichtung bereit, im aktuellen Bundeshaushalt 2026 sind mittlerweile 72 Millionen Euro eingeplant. Was als klarer Auftrag begann, versank jedoch in einem Sumpf aus Grundsatzdebatten, wechselnden Leitlinien und bürokratischen Verzögerungen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein Gebäude, das die Moderne vorwegnahm</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Um die Emotionalität dieser Auseinandersetzung zu verstehen, muss man sich die architekturgeschichtliche Bedeutung des Originals vergegenwärtigen. Die zwischen 1832 und 1836 errichtete Bauakademie war ein revolutionärer Bau. Mit ihren vier identischen Fassaden ohne klassische Mittelachse, der konsequenten Verwendung unverputzten Ziegelmauerwerks und dem offenen Tragwerk nahm Schinkel Prinzipien vorweg, die erst Jahrzehnte später die internationale Architektur prägen sollten. Die Chicago School, Wegbereiterin des modernen Hochhausbaus, bezog sich ausdrücklich auf den Berliner Prototyp.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, wurde das Gebäude zunächst gesichert. Der bereits begonnene Wiederaufbau endete 1956, sechs Jahre später ließ die DDR Regierung die Ruine für den Neubau des Außenministeriums abreißen. Nach der Wiedervereinigung verschwand auch dieser Bau, seit 2001 erinnert eine gemauerte Musterecke mit dem Roten Saal an das einstige Meisterwerk. Direkt gegenüber erhebt sich heute das Humboldt Forum mit seiner rekonstruierten Schlossfassade.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Der Streit zwischen Innovation und Tradition</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die vergangenen Jahre offenbarten einen grundlegenden Konflikt zwischen zwei Positionen. Auf der einen Seite stand die 2019 gegründete Bundesstiftung Bauakademie unter ihrem Gründungsdirektor Guido Spars, die das Projekt als Demonstrationsvorhaben für innovatives, nachhaltiges und klimagerechtes Bauen verstand. Eine zeitgenössische Interpretation sollte möglich sein, die Schinkels Innovationsgeist aufgreift, ohne in historisierender Nachbildung zu erstarren.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auf der anderen Seite formierten sich Rekonstruktionsbefürworter aus Bürgervereinen, Handwerkskammern und Teilen der Fachwelt. Eine Forsa Umfrage ergab 2022, dass 67 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger eine originalgetreue Rekonstruktion befürworteten. Der Berliner Senat positionierte sich im Koalitionsvertrag von 2023 eindeutig: Die Wiedererrichtung der historischen Fassade sei durch geeignete Verfahren sicherzustellen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Im Dezember 2024 verschärfte das Abgeordnetenhaus die Gangart. Ein Antrag von CDU und SPD ermächtigte den Senat, Wettbewerbsergebnisse abzulehnen, die keine Rekonstruktion der Schinkelfassade vorsehen. Dieser politische Druck zeigte offenbar Wirkung.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Quadratur des Kreises</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die nun gefundene Formel versucht, beide Lager zu versöhnen. Die historische Ziegelfassade wird zum zentralen gestalterischen Maßstab, eine exakte Eins zu eins Rekonstruktion strebt man jedoch nicht an. Gaebler betonte, es gehe nicht um museale Nachbildung, sondern um ein zeitgemäß nutzbares Gebäude, das heutigen funktionalen und rechtlichen Anforderungen entspreche. Barrierefreiheit etwa ließe sich mit den historischen Dimensionen nicht ohne Anpassungen vereinbaren.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Für Architektinnen und Architekten bedeutet diese Kompromissformel eine delikate Gratwanderung. Einerseits sollen die charakteristische Backsteinfassade, die baukünstlerischen Gliederungselemente und die spezifische Materialität erhalten bleiben. Andererseits dürfen und müssen Details modernisiert werden, um zeitgenössische Bauvorschriften, Energiestandards und Nutzungsanforderungen zu erfüllen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Der lange Weg zum Wettbewerb</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Trotz des Durchbruchs bleibt vieles im Unklaren. Einen konkreten Termin für die Auslobung des Architekturwettbewerbs nannte Gaebler nicht. An der gemeinsamen Zielformulierung waren Vertreterinnen und Vertreter der Senatskanzlei, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen, des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung sowie der Bundesstiftung Bauakademie beteiligt. Diese Vielstimmigkeit der Akteure hatte in der Vergangenheit regelmäßig zu Verzögerungen geführt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Bundesstiftung selbst sieht das künftige Gebäude als Reallabor für die Bauwende, als Schaufenster für nachhaltiges und klimagerechtes Bauen. Neben der Fachgesellschaft aus Planenden, Entwickelnden und Betreibenden sollen auch Kinder und Jugendliche an zukunftsgerechtes Bauen herangeführt werden. Im Sinne der Suffizienz plant man ein wandlungsfähiges Haus mit Nutzungsüberlagerungen, das auch externen Kooperationspartnern offensteht.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Berlins Wiederaufbauwerk vollendet sich</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Mit der Bauakademie schließt sich ein Kreis, der in der Nachkriegszeit begann. Bereits die DDR rekonstruierte nach dem Zweiten Weltkrieg das Alte Museum, das Zeughaus, die Neue Wache, das Forum Fridericianum mit Staatsoper und Prinzessinnenpalais sowie den Berliner Dom. Nach der Wende kehrten das Kommandantenhaus und schließlich das Stadtschloss in rekonstruierter Form zurück.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Kritische Stimmen bleiben freilich nicht stumm. Das zwischen Schloss und künftiger Bauakademie geplante Einheitsdenkmal, im Volksmund als Wippe bekannt, stößt auf anhaltende Skepsis. Ob die monumentale Schaukel dauerhaft ihren Platz behaupten wird, bleibt abzuwarten.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein Präzedenzfall für regionale Baukultur</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Berliner Entscheidung sendet Signale über die Landesgrenzen hinaus. Sie zeigt, dass demokratische Mehrheiten für Rekonstruktionsprojekte mobilisierbar sind, wenn historische Bedeutung und städtebaulicher Kontext stimmen. Zugleich demonstriert der Kompromiss, dass historische Gestalt und zeitgenössische Anforderungen keine unüberbrückbaren Gegensätze bilden müssen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Für die Architektenschaft stellt sich nun die Frage, wie sie mit dem definierten Spielraum umgeht. Ein zweiphasiger Wettbewerb mit niedrigschwelligen Zugangskriterien, wie ihn die Architektenkammer Berlin empfahl, könnte vielfältige Ideen ermöglichen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob nach einem Jahrzehnt des Wartens endlich Bewegung in eines der prominentesten Bauvorhaben der Hauptstadt kommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/schinkels-erbe-kehrt-zurueck-die-berliner-bauakademie-erhaelt-ihre-historische-fassade/">Schinkels Erbe kehrt zurück: Die Berliner Bauakademie erhält ihre historische Fassade</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dieser Kasten soll die neue Bauakademie sein? Ernsthaft?</title>
		<link>https://baukunst.art/dieser-kasten-soll-die-neue-bauakademie-sein-ernsthaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2024 09:44:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin / Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Bauakademie]]></category>
		<category><![CDATA[Rekonstruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Schinkel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=11223</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die heftig kritisierte Vorstudie von Schneider + Schumacher zur Rekonstruktion der Bauakademie in Berlin sorgt für hitzige Debatten. Kann das berühmte Werk von Schinkel den aktuellen Anforderungen gerecht werden?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/dieser-kasten-soll-die-neue-bauakademie-sein-ernsthaft/">Dieser Kasten soll die neue Bauakademie sein? Ernsthaft?</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Zwischen Historie und Moderne: Die umstrittene Rekonstruktion der Bauakademie von Schinkel</h3>
<p>Die Bauakademie von <strong>Karl Friedrich Schinkel</strong>, eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Architekturgeschichte, steht seit Jahren im Zentrum einer hitzigen Debatte. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und in den 1960er Jahren abgerissene Gebäude wird von vielen als Meisterwerk des Klassizismus verehrt. Seit geraumer Zeit gibt es Bestrebungen, das Bauwerk im Herzen Berlins wiederaufzubauen. Die Diskussion um die Rekonstruktion ist jedoch komplex und emotional aufgeladen – insbesondere nach der Veröffentlichung einer umstrittenen Vorstudie des Architekturbüros <strong>Schneider + Schumacher</strong>. Diese schlägt vor, den Entwurf Schinkels zugunsten moderner Anforderungen zu verändern, was auf heftigen Widerstand stößt.</p>
<h4>Die Bauakademie – Ein Symbol der Architekturgeschichte</h4>
<p>Die 1836 fertiggestellte <strong>Bauakademie</strong> war nicht nur eine Ausbildungsstätte für Architekten, sondern auch ein Zentrum für Innovation und Wissensaustausch im Bauwesen. Schinkels Entwurf – ein kubischer Backsteinbau mit vier identischen Fassaden – galt damals als visionär und beeinflusste sogar die Entwicklung der modernen Architektur, darunter die Chicago School. Doch genau diese Gleichförmigkeit aller Fassaden ist heute ein zentraler Streitpunkt. Kritiker der geplanten Änderungen argumentieren, dass diese architektonische Symmetrie ein wesentlicher Bestandteil des Schinkel&#8217;schen Entwurfs sei.</p>
<p>Nach jahrzehntelangem Stillstand beschloss der Deutsche Bundestag 2016 die Wiedererrichtung der Bauakademie und stellte dafür <strong>62 Millionen Euro</strong> zur Verfügung. Auch eine Umfrage des Forsa-Instituts von 2022 zeigte, dass 67 Prozent der Bundesbürger eine originalgetreue Rekonstruktion bevorzugen. Doch trotz dieser breiten Zustimmung stößt der Plan immer wieder auf Widerstände – nicht zuletzt aufgrund der Vorstudie von <strong>Schneider + Schumacher</strong>, die die Machbarkeit einer getreuen Rekonstruktion in Frage stellt.</p>
<h4>Die umstrittene Vorstudie von Schneider + Schumacher</h4>
<p>Die im Sommer 2022 veröffentlichte Studie der Architekten <strong>Schneider + Schumacher</strong> stellt die <strong>Barrierefreiheit</strong> und <strong>Belichtung</strong> als zentrale Herausforderungen des Wiederaufbaus dar. Besonders die schmalen Fenster im oberen Stockwerk ließen laut der Studie keine ausreichende Belichtung zu, was nach heutigem Baurecht problematisch sei. Zudem sei es nicht möglich, das Gebäude originalgetreu wiederaufzubauen und gleichzeitig moderne Standards für Barrierefreiheit zu erfüllen.</p>
<p>Die Lösung, die von der Studie vorgeschlagen wird, sieht vor, dass drei der vier Fassaden originalgetreu rekonstruiert werden, während die vierte Seite eine moderne Öffnung erhalten soll, um den Anforderungen an Barrierefreiheit gerecht zu werden. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf breite Kritik von Architekturbefürwortern, Bürgervereinen und der <strong>Errichtungsstiftung Bauakademie</strong>, die betonen, dass die Gleichheit der vier Fassaden ein unverzichtbares Merkmal von Schinkels Entwurf ist.</p>
<h4>Historische Authentizität vs. moderne Anforderungen</h4>
<p>Die Diskussion über den Wiederaufbau der Bauakademie spiegelt eine größere, grundsätzliche Frage wider: Wie geht man mit historischen Gebäuden um, die modernen Anforderungen gerecht werden müssen? <strong>Barrierefreiheit</strong> und <strong>Nachhaltigkeit</strong> sind heute unverzichtbare Elemente jeder architektonischen Planung, aber muss dies auf Kosten der historischen Authentizität geschehen?</p>
<p>In den letzten Jahren gab es in Berlin mehrere erfolgreiche Projekte, bei denen historische Gebäude barrierefrei gestaltet wurden, ohne dass dabei wesentliche architektonische Merkmale verloren gingen. <strong>Bürgerinitiativen</strong> betonen, dass dies auch bei der Bauakademie möglich sei und die Barrierefreiheit keine unüberwindbare Hürde darstelle. Schließlich zeigen Projekte wie die <strong>Rekonstruktion des Berliner Schlosses</strong>, dass die Integration moderner Anforderungen in historische Gebäude umsetzbar ist.</p>
<h4>Ein Bauwerk als Symbol gesellschaftlicher Werte</h4>
<p>Die Bauakademie von Schinkel hat nicht nur architektonische Bedeutung. Sie ist auch ein Symbol für die Frage, wie wir als Gesellschaft mit unserem <strong>kulturellen Erbe</strong> umgehen. Sollte ein so wichtiges Bauwerk wie die Bauakademie unverändert rekonstruiert werden, um das <strong>historische Erbe</strong> zu bewahren? Oder muss es an die <strong>Anforderungen der Gegenwart</strong> angepasst werden, um zukunftsfähig zu bleiben?</p>
<p>Diese Frage hat auch politische Dimensionen. Die Berliner Landesregierung hat im Koalitionsvertrag festgehalten, dass der Wiederaufbau der Bauakademie zu den prioritären Projekten gehört. Die breite Unterstützung in der Bevölkerung und unter Fachleuten für eine <strong>originalgetreue Rekonstruktion</strong> zeigt, dass viele Menschen das Gebäude als Teil ihrer <strong>kulturellen Identität</strong> betrachten. Doch zugleich stehen die Forderungen nach modernen Anpassungen im Raum – ein Dilemma, das noch lange nicht gelöst ist.</p>
<h4>Kompromiss zwischen Vergangenheit und Zukunft</h4>
<p>Der <strong>Wiederaufbau der Bauakademie</strong> ist mehr als ein architektonisches Projekt. Es geht um die Frage, wie wir historische Gebäude in die moderne Stadtlandschaft integrieren können. Die Herausforderung besteht darin, einen <strong>Kompromiss</strong> zu finden, der sowohl dem historischen Wert des Gebäudes als auch den Anforderungen der Gegenwart gerecht wird.</p>
<p>Für die Architekten von <strong>Schneider + Schumacher</strong> stellt die Frage der <strong>Barrierefreiheit</strong> einen legitimen Punkt dar, doch Gegner der geplanten Änderung betonen, dass diese Forderungen durch kreative Lösungen erfüllt werden könnten, ohne den <strong>Charakter</strong> des Gebäudes zu gefährden. Eine vollständige Rekonstruktion der Bauakademie bleibt ein zentrales Anliegen vieler Bürger und Fachleute, die sich um den Erhalt von <strong>Schinkels Erbe</strong> bemühen.</p>
<h4>Fazit: Eine Debatte, die weitergeht</h4>
<p>Die Zukunft der <strong>Bauakademie</strong> bleibt ungewiss. Die Debatten um die Vorstudie von Schneider + Schumacher haben die Diskussion neu entfacht und zeigen, wie schwierig es ist, einen <strong>Kompromiss zwischen Vergangenheit und Moderne</strong> zu finden. Es bleibt abzuwarten, welche Lösung letztlich gewählt wird, doch eines ist sicher: Die Bauakademie wird weiterhin ein Prüfstein für den Umgang mit <strong>historischer Architektur</strong> und den Anforderungen der Gegenwart sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/dieser-kasten-soll-die-neue-bauakademie-sein-ernsthaft/">Dieser Kasten soll die neue Bauakademie sein? Ernsthaft?</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Florian Pronold &#8211; eine Zumutung für die Bauakademie?</title>
		<link>https://baukunst.art/florian-pronold-eine-zumutung-fuer-die-bauakademie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 22:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Auswahlverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Bauakademie]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Pronold]]></category>
		<category><![CDATA[Qualifikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://localhost:8000/?p=370</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Protest gegen den SPD-Politiker als Direktor der Berliner Bauakademie schlägt immer höhere Wellen. Die Initiative, die in einem Offenen Brief gegen die Ernennung Pronolds ist, zählt immer mehr Anhänger.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/florian-pronold-eine-zumutung-fuer-die-bauakademie/">Florian Pronold &#8211; eine Zumutung für die Bauakademie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Protest gegen den SPD-Politiker als Direktor der Berliner Bauakademie schlägt immer höhere Wellen. Die Initiative, die in einem Offenen Brief gegen die Ernennung Pronolds ist, zählt immer mehr Anhänger.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/florian-pronold-eine-zumutung-fuer-die-bauakademie/">Florian Pronold &#8211; eine Zumutung für die Bauakademie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
