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	<title>Biennale2025-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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		<title>Hitzefrei? Von der Kunst, cool zu bleiben</title>
		<link>https://baukunst.art/hitzefrei-von-der-kunst-cool-zu-bleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2025 13:25:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Premium]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale2025]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeanpassung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaarchitektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Juli bringt Urlaubsstimmung – und Hitzerekorde. Während wir früher von Sonne und Wärme träumten, wird beides zur Belastung. Unser Editorial erkundet, wie Architektur auf steigende Temperaturen reagiert: Von der moralinsauren Biennale über die Renaissance des Fächers bis zu KI-entwickelten Kühlmaterialien. Zwischen Alarmismus und Inspiration suchen wir Wege, mit dem Klima zu bauen statt gegen es. Denn Hitzefrei gibt es nicht mehr – nur kreative Anpassung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/hitzefrei-von-der-kunst-cool-zu-bleiben/">Hitzefrei? Von der Kunst, cool zu bleiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []">Hitzefrei? Von der Kunst, cool zu bleiben</h1>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Liebe Kollegin, lieber Kollege,</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">während ich diese Zeilen schreibe, zeigt das Thermometer vor meinem Bürofenster 34 Grad im Schatten. Die Jalousien sind heruntergelassen, der Ventilator surrt, und auf meinem Schreibtisch liegt – Sie werden schmunzeln – ein eleganter spanischer Fächer. Ein Geschenk aus Madrid, das mich daran erinnert, dass nicht alle Lösungen für die Klimakrise hochtechnologisch sein müssen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Juli ist traditionell die Zeit der großen Ferien, der Reisen in den Süden, der Sehnsucht nach Sonne und Wärme. Doch was einst erstrebenswert war, wird zunehmend zur Belastung. Die romantische Vorstellung vom dolce far niente unter südlicher Sonne weicht der Realität überhitzter Städte, in denen das süße Nichtstun zur schweißtreibenden Tortur wird. Hitzefrei – einst der Traum aller Schulkinder – bekommt eine neue, bedrohliche Dimension.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Zwischen Alarmismus und Inspiration</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese Ausgabe widmet sich der Frage, wie wir als Planende mit der neuen Normalität extremer Temperaturen umgehen. Dabei schwanken wir zwischen zwei Polen: der notwendigen Dramatisierung des Problems und der ebenso wichtigen Suche nach inspirierenden Lösungen. <a href="https://baukunst.art/schwitzen-fuer-die-weltrettung-der-deutsche-pavillon-als-beichtstuhl/" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="link">Unser Beitrag über den deutschen Pavillon auf der Architekturbiennale</a> zeigt exemplarisch dieses Dilemma: Müssen wir wirklich immer mit dem moralischen Zeigefinger wedeln, oder gäbe es nicht elegantere Wege, die Dringlichkeit klimagerechten Bauens zu vermitteln?</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Antwort liefert ironischerweise die Biennale selbst: <a href="https://baukunst.art/schwitzen-war-gestern-warum-die-hitze-architektur-der-biennale-mehr-ist-als-heisse-luft/" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="link">Der mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Bahrain-Pavillon</a>zeigt, wie aus der Not eine ästhetische Tugend werden kann. Hier wird Hitzearchitektur zur Poesie, werden traditionelle Windtürme zu skulpturalen Elementen einer neuen Formensprache. Es ist diese Verbindung von Schönheit und Funktion, die unsere Zunft seit jeher auszeichnet – und die wir gerade jetzt nicht aus den Augen verlieren dürfen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Vom Großen ins Kleine</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Während in Venedig über die Zukunft der Architektur philosophiert wird, suchen Millionen von Menschen nach konkreten Lösungen für ihre überhitzten Wohnungen. <a href="https://baukunst.art/von-der-biennale-ins-eigenheim-waermepumpen-die-auch-kuehlen-koennen/" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="link">Unser Artikel über kühlende Wärmepumpen</a> zeigt, dass viele Hausbesitzer bereits über die Technologie verfügen, sie nur noch nicht richtig nutzen. Die Fußbodenheizung, die im Winter für warme Füße sorgt, kann im Sommer zur sanften Kühlung beitragen – ganz ohne zusätzliche Klimaanlage.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese pragmatische Herangehensweise ist typisch für unsere Zeit: Wir müssen nicht auf die perfekte Lösung warten, sondern können mit dem arbeiten, was bereits vorhanden ist. Das gilt auch für die Ausbildung der nächsten Generation: <a href="https://baukunst.art/der-klimaresiliente-architekt-neue-studiengaenge-fuer-die-stadt-der-zukunft/" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="link">Neue Studiengänge bereiten angehende Architektinnen und Architekten gezielt auf die klimatischen Herausforderungen vor</a>. Von Leipzig bis Luzern entstehen Curricula, die Klimaanpassung nicht als Zusatzmodul, sondern als integralen Bestandteil der Ausbildung begreifen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Weisheit der Einfachheit</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Besonders fasziniert hat mich bei der Vorbereitung dieser Ausgabe die Renaissance eines fast vergessenen Kulturguts: <a href="https://baukunst.art/analoges-kuehlen-der-faecher-als-kulturgut-in-heissen-zeiten/" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="link">Der Fächer erlebt als analoges Kühlgerät ein bemerkenswertes Comeback</a>. Von Rihanna bis zu den Besuchern der Tennisturniere in Wimbledon – überall sieht man wieder Menschen, die sich mit eleganten Handbewegungen Luft zufächeln. Es ist eine stille Revolution gegen die Technologiegläubigkeit unserer Zeit, ein Plädoyer für die Kraft einfacher Lösungen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese Rückbesinnung auf bewährte Prinzipien sollte uns zu denken geben. Nicht jede Antwort auf die Klimakrise muss hochtechnologisch sein. Manchmal liegt die Lösung in der Wiederentdeckung traditioneller Techniken, in der klugen Anpassung überlieferter Praktiken an moderne Bedürfnisse. Der Fächer ist dabei nur die sichtbarste Manifestation eines größeren Trends: der Suche nach resilienten, stromlosen, wartungsarmen Lösungen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Wenn Algorithmen das Klima retten</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Gleichzeitig – und das macht unsere Zeit so spannend – erleben wir technologische Durchbrüche, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schienen. <a href="https://baukunst.art/die-rettung-fuer-dachgeschoss-bewohner-wie-eine-ki-das-perfekte-kuehlmaterial-erfand/" data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="link">Künstliche Intelligenz entwickelt Kühlmaterialien</a>, die Gebäude passiv kühlen können. Diese thermischen Meta-Emitter versprechen Temperaturreduktionen ohne Energieverbrauch – eine verlockende Vision für alle, die unter glühend heißen Dachgeschossen leiden.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Doch bei aller Begeisterung für solche Innovationen dürfen wir nicht vergessen: Technologie allein wird uns nicht retten. Es braucht einen ganzheitlichen Ansatz, der traditionelles Wissen mit modernen Möglichkeiten verbindet, der soziale Gerechtigkeit mitdenkt und der die Schönheit nicht der Effizienz opfert.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein Sommer der Möglichkeiten</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Liebe Kolleginnen und Kollegen, dieser Sommer 2025 könnte ein Wendepunkt sein. Nicht weil die Temperaturen neue Rekorde brechen – das werden sie leider ohnehin. Sondern weil wir beginnen, die Hitze nicht mehr nur als Problem, sondern auch als Gestaltungsaufgabe zu begreifen. Weil wir lernen, mit dem Klima zu bauen statt gegen es. Weil wir verstehen, dass Resilienz nicht Verzicht bedeutet, sondern kreative Anpassung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen inspirierenden Sommer. Mögen Sie in der Hitze die Muße finden, über neue Wege nachzudenken. Mögen Sie im Schatten eines Baumes sitzen und die kühlende Wirkung der Verdunstung am eigenen Leib erfahren. Und mögen Sie – warum nicht? – mit einem eleganten Fächer für sich selbst und andere eine kleine Brise erzeugen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Bleiben Sie cool!</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Ihr Stuart Stadler</p>
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		<title>Architektur der Weltpolitik – Wie Katar, Rota und Haraway die Biennale 2025 prägen</title>
		<link>https://baukunst.art/die-neue-architektur-der-weltpolitik-wie-katar-rota-und-haraway-die-biennale-2025-praegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 07:47:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ZukunftArchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale2025]]></category>
		<category><![CDATA[ItaloRota]]></category>
		<category><![CDATA[QatarPavilion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Biennale 2025 ehrt Italo Rota und Donna Haraway mit dem Goldenen Löwen – und Katar schreibt Geschichte mit dem ersten Nationalpavillon der MENASA-Region im Giardini.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-neue-architektur-der-weltpolitik-wie-katar-rota-und-haraway-die-biennale-2025-praegen/">Architektur der Weltpolitik – Wie Katar, Rota und Haraway die Biennale 2025 prägen</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Zwischen Eklektizismus und Erneuerung: Die Biennale 2025 im Zeichen globaler Perspektiven</strong></h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wenn sich vom 10. Mai bis zum 23. November 2025 wieder die Tore der Architekturbiennale in Venedig öffnen, steht die Lagunenstadt ganz im Zeichen der Interaktion zwischen Mensch, Natur und Technologie. Kurator Carlo Ratti verleiht der 19. Ausgabe mit dem Titel <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Intelligens. Natural. Artificial. Collective.</em> eine zukunftsgewandte Leitlinie – und setzt dabei auf interdisziplinäre Visionen, die sich auch in den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern widerspiegeln.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Goldene Löwen für ein Lebenswerk – zwischen Poesie und Technik</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Zwei Persönlichkeiten werden 2025 mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt: der 2024 verstorbene Architekt Italo Rota sowie die amerikanische Philosophin Donna Haraway. Die Entscheidung ist nicht nur eine Würdigung individueller Lebensleistungen, sondern ein programmatischer Kommentar zur Richtung der Architekturdiskussion.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Italo Rota war ein Meister der Verbindung. Seine Werke überschreiten Grenzen zwischen Architektur, Kunst, Wissenschaft und Technologie – und schöpfen aus einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit Größen wie Franco Albini, Gae Aulenti oder Vittorio Gregotti. Besonders markant bleibt Rotas Beitrag zur Neugestaltung des Musée d&#8217;Orsay oder sein Lichtkonzept für Notre-Dame in Paris. Seine Werke vereinen analytische Präzision mit poetischer Vision. Mit dem Goldenen Löwen wird dieser multidisziplinäre Eklektizismus posthum gewürdigt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Auszeichnung nimmt am 10. Mai seine Partnerin Margherita Palli Rota entgegen, selbst Bühnenbildnerin und Mitinitiatorin des Biennale-Projekts <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Material Bank: Matters Make Sense</em>, das architektonische Materialinnovationen ins Zentrum rückt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Donna Haraway hingegen betritt das architektonische Feld von einer anderen Seite – ausgehend von feministischer Erkenntniskritik, Technowissenschaften und Umweltphilosophie. Ihre Idee des <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Chthuluzäns</em>, als alternative Erzählung zum Anthropozän, plädiert für ein Zeitalter der Ko-Existenz zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren. Dass Haraway diesen Goldenen Löwen erhält, ist eine Einladung, Architektur auch als Erzählung und Reflexionsraum zu begreifen.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Der Qatar Pavilion: Architektur als diplomatischer Brückenschlag</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Für einen historischen Moment sorgt das Emirat Katar. Mit dem neuen Qatar Pavilion erhält die MENASA-Region erstmals einen dauerhaften Standort im Giardini – und tritt damit in einen exklusiven Kreis von nur 30 Ländern mit eigenem Pavillon ein.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Realisiert wird das Projekt von der libanesisch-französischen Architektin Lina Ghotmeh. Ihr Entwurf versteht sich als subtile Antwort auf den Kontext: Der Pavillon fügt sich nicht nur harmonisch in die parkähnliche Landschaft, sondern öffnet sich auch architektonisch als „kulturelle Brücke“ zwischen Orient und Okzident.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Wahl des Standorts – Spazio Esedra, direkt östlich des Book Pavilion – unterstreicht die symbolische Bedeutung. Einst Ort der Preisverleihungen, wird das Areal nun selbst zum Akteur einer geopolitisch-kulturellen Erzählung.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Beyti Beytak: Gastfreundschaft als architektonische Geste</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die erste Bespielung des noch unvollendeten Pavillons erfolgt im Rahmen der Ausstellung <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Beyti Beytak. My home is your home. La mia casa è la tua casa.</em> Kuratiert vom zukünftigen Art Mill Museum und umgesetzt mit über zwanzig Architektinnen und Architekten aus der MENASA-Region, reflektiert die Schau Traditionen der Gastfreundschaft und deren Übersetzung in zeitgenössische Architektur.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Im Zentrum steht die Installation <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Community Centre</em> von Yasmeen Lari, einer pakistanischen Architektin mit humanitärer Ausrichtung. Ihr Werk verbindet lokale Bauweisen mit globaler Relevanz – ganz im Sinne der Biennale-Themen, die kollektive Intelligenz und das Ineinandergreifen von Natürlichkeit und Virtualität ausloten.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Ausstellung verteilt sich über den Giardini und den Palazzo Franchetti und bringt unter anderem Werke von Raj Rewal, Marina Tabassum, Sameep Padora und Liz Diller nach Venedig – darunter viele, die zum ersten Mal an der Biennale vertreten sind.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Kultur als Strategie – Diplomatie durch Raumgestaltung</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Mit dem Bau des Pavillons und der kuratorischen Präsenz setzt Katar ein deutliches Zeichen: Architektur wird zum Werkzeug diplomatischer Identität. Sheikha Al Mayassa, Vorsitzende der Qatar Museums, sieht in dem Projekt eine „unvergleichliche Plattform für die kreative Stimme unserer Nation“.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auch Pietrangelo Buttafuoco, Präsident der Biennale, betont die Bedeutung des Schritts und verweist auf die lange Tradition Venedigs als Ort des kulturellen Austauschs zwischen Europa und der arabischen Welt.</p>
<h4 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Fazit: Die Biennale 2025 als Dialog der Disziplinen</strong></h4>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Architekturbiennale 2025 verzichtet auf laute Gesten. Stattdessen eröffnet sie Räume für tiefergehenden Dialog – zwischen Architektur und Philosophie, zwischen Regionen und Generationen. Mit der Ehrung Italo Rotas und Donna Haraways sowie dem Einzug Katars in die Giardini wird die Biennale selbst zum Ausdruck einer neuen, offenen Architekturkultur: vernetzt, vielfältig, zukunftsgewandt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-neue-architektur-der-weltpolitik-wie-katar-rota-und-haraway-die-biennale-2025-praegen/">Architektur der Weltpolitik – Wie Katar, Rota und Haraway die Biennale 2025 prägen</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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