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	<title>Nürnberg-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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		<title>Die verborgenen Millionen: Nürnbergs fragwürdiges Depot-Experiment</title>
		<link>https://baukunst.art/die-verborgenen-millionen-nuernbergs-fragwuerdiges-depot-experiment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2025 09:22:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefdepot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>40 Millionen Euro für unsichtbare Architektur: Nürnbergs Tiefdepot wirft grundsätzliche Fragen nach dem Umgang mit Kulturgut und öffentlichen Geldern auf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-verborgenen-millionen-nuernbergs-fragwuerdiges-depot-experiment/">Die verborgenen Millionen: Nürnbergs fragwürdiges Depot-Experiment</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []">Nürnbergs versunkene Millionen: Wenn Kulturpolitik Architektur vergräbt</h1>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"></h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das neue Tiefdepot im Germanischen Nationalmuseum ist fertig – doch was oberflächlich als Erfolg gefeiert wird, offenbart eine bedenkliche Entwicklung in der deutschen Kulturpolitik. 40 Millionen Euro haben Bayern und der Bund in ein Bauwerk investiert, das niemand sehen wird. Während andernorts über jeden Radweg debattiert wird, verschwinden hier Unsummen buchstäblich im Erdboden.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Zwanzig Meter unter Nürnbergs historischem Klosterhof lagern künftig 70.000 Kulturobjekte in einem architektonischen Phantom. Das Bauvolumen von 28.469 m³ entspricht einem mittleren Hochhaus – nur dass es nach unten wächst, unsichtbar und der demokratischen Kontrolle entzogen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Bayerns fragwürdige Prioritäten</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die technischen Superlative können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier grundsätzliche Fragen falsch beantwortet wurden. Während Bayern gleichzeitig über Lehrermangel, marode Schulgebäude und unzureichende Kulturförderung für kleinere Häuser klagt, leistet sich das Land eine unterirdische Luxusgarage für Kunstwerke, die ohnehin kaum jemand zu Gesicht bekommt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Germanische Nationalmuseum zeigt gerade einmal 2% seiner 1,44 Millionen Objekte. Die restlichen 98% verschwinden nun in klimatisierten Kellern – eine Sammelwut, die an Bunkerbau erinnert. Ist es wirklich Kulturauftrag, Millionen von Objekten zu horten, die Generationen lang nicht gezeigt werden?</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Deckelbauweise als Symbolpolitik</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die gepriesene Deckelbauweise offenbart das ganze Dilemma: Man baut das größte Depot der Region und tut gleichzeitig so, als wäre nichts geschehen. Der Klosterhof sieht aus wie zuvor – eine architektonische Heuchelei, die das eigentliche Problem verschleiert statt es zu lösen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Während sich andere Museen Gedanken über zeitgemäße Vermittlung und digitale Zugänglichkeit machen, setzt Nürnberg auf Verstecken. Die aufwendige Klimatechnik mit verschiedenen Feuchtigkeitszonen für unterschiedliche Materialien mutet an wie eine Intensivstation für Kultur – aber ist das noch lebendige Kulturvermittlung?</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Regionale Selbstbedienung</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Verteilung der Planungsaufträge folgt dem bewährten Muster bayerischer Auftragsvergabe: Ki Kästner Ingenieure, Nürnberg; Ottitsch &amp; Co. KG, München; Coplan, Weiden – eine regionale Rundumversorgung, die weniger der Qualität als der politischen Opportunität geschuldet scheint. Dass dabei innovative Lösungen entstehen, ist eher Zufall als Konzept.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Selbst die Materialwahl wird zur Regionalpolitik stilisiert: Kalksandsteine von Zapf Daigfuss, Schwaig sollen das Raumklima positiv beeinflussen. Als könnten nicht andere Materialien dasselbe leisten – aber die kommen eben nicht aus Bayern.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Kosten des Versteckens</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">39.800.000 Euro für ein unsichtbares Bauwerk – diese Summe hätte ausgereicht, um drei bis vier moderne Museumsneubauten zu errichten oder dutzende kleinere Kultureinrichtungen zu sanieren. Stattdessen investiert Bayern in eine Schatzkammer, die an mittelalterliche Horte erinnert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Bauzeit mit ihren &#8222;unvorhergesehenen&#8220; Verzögerungen – gefundene Skelette, widerspenstige Bohrer – zeigt beispielhaft die Planungsqualität öffentlicher Großprojekte. Was 2013 begann, wurde erst 2024 fertig. Kostenexplosionen sind da schon eingepreist.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Verpasste Chancen</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Andere Museen zeigen, wie es anders geht. Das Humboldt Forum in Berlin macht seine Depots sichtbar, das Schaulager in Basel integriert Lagerung in die Ausstellungskonzeption. Nürnberg hingegen wählt den Weg des Versteckens und verpasst die Chance, neue Formen der Kulturvermittlung zu entwickeln.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die vielgepriesene &#8222;Deckelbauweise&#8220; ist letztlich Ausdruck mangelnden Muts. Statt sich der Diskussion über Sinn und Zweck riesiger Sammlungen zu stellen, wird das Problem elegant unter den Teppich – oder besser: unter die Erde – gekehrt.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Fragwürdige Vorbildfunktion</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Nürnberger Projekt wird als &#8222;Referenz für andere Kulturinstitutionen&#8220; gepriesen. Hoffentlich nicht. Denn was hier als Innovation verkauft wird, ist Kapitulation vor den eigentlichen Herausforderungen: Wie macht man Kultur lebendig und zugänglich, statt sie in Bunkern zu verstecken?</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Erfahrungsaustausch mit anderen Museen – Mainz, Berlin, Hall in Tirol – liest sich wie eine Verschwörung der Depot-Fetischisten. Alle haben dasselbe Problem: zu viele Objekte, zu wenig Mut, sich davon zu trennen oder neue Wege zu finden.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Das Dilemma der Museumspolitik</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Germanische Nationalmuseum steht exemplarisch für eine verfehlte Kulturpolitik, die Sammeln über Vermitteln stellt. Während die Digitalisierung neue Möglichkeiten der Präsentation eröffnet, vergraben sich die Museen buchstäblich in ihren Beständen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die geplante Sanierung der oberirdischen Gebäude durch David Chipperfield Architects wird weitere Millionen verschlingen – für ein Museum, das seine wichtigste Aufgabe, die Vermittlung von Kultur, immer mehr aus den Augen verliert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der neue &#8222;Kultur-Tresor&#8220; unter Nürnbergs Pflaster ist Symbol einer rückwärtsgewandten Kulturpolitik, die Bewahren mit Verstecken verwechselt. Echte Innovation sähe anders aus.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">
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		<title>Oper auf Nazi-Gelände: Nürnbergs riskantes Kulturprojekt!</title>
		<link>https://baukunst.art/oper-auf-nazi-gelaende-nuernbergs-riskantes-kulturprojekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 08:37:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsparteitagsgelände]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die temporäre Nutzung des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg als Interims-Spielstätte für Oper und Ballett stellt ein bedeutendes Projekt dar, das Vergangenheit und Gegenwart in einzigartiger Weise miteinander verbindet.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-pm-slice="0 0 []">Ein modernes Opernhaus auf historischem Boden</h3>
<p>Die Entscheidung, das Nürnberger Staatstheater während der Sanierung seines Opernhauses auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände unterzubringen, wirft ein Licht auf die komplexe Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Gelände, einst Symbol nationalsozialistischer Größenwahnarchitektur, wird nun zum Ort der Kultur und des Dialogs transformiert.</p>
<h4>Der Hintergrund des Projekts</h4>
<p>Das <strong>Reichsparteitagsgelände</strong> in Nürnberg ist tief in die deutsche Geschichte eingebettet. Die monumentalen Strukturen, die hier einst errichtet wurden, sollten Macht und Ewigkeit symbolisieren. Heute jedoch wird dieser Ort, insbesondere die <strong>Kongresshalle</strong>, in einen Raum für die Künste umgewandelt. Es ist eine symbolträchtige Transformation: Aus dem Schatten der Geschichte wächst eine neue kulturelle Blüte.</p>
<p>Die Entscheidung, die Interims-Spielstätte für die Oper und das Ballett des Nürnberger Staatstheaters hier anzusiedeln, ist sowohl pragmatisch als auch symbolisch. Während der langwierigen Sanierung des Opernhauses am Richard-Wagner-Platz bietet das Reichsparteitagsgelände den notwendigen Raum für eine moderne, temporäre Bühne. Geplant ist die Fertigstellung für das Jahr 2027, mit ersten Aufführungen im Jahr 2028.</p>
<h4>Architektonische Umsetzung und Konzeption</h4>
<p>Verantwortlich für das Projekt ist das Bauunternehmen <strong>Georg Reisch</strong> aus Saulgau und das <strong>Architekturbüro LRO</strong> aus Stuttgart, die bereits mit dem Bau des Münchner Volkstheaters ihre Expertise bewiesen haben. Ihr Konzept für die neue Spielstätte in Nürnberg sieht einen bewussten Kontrast zur massiven Architektur der NS-Zeit vor. Der Neubau soll sich harmonisch in die bestehende Struktur der Kongresshalle einfügen, ohne eine eigene architektonische Dominanz zu beanspruchen.</p>
<p>Besonders interessant ist die geplante <strong>Begrünung</strong> des Baus mit Efeu und wildem Wein, die den Bau optisch in die Umgebung einbettet und ihn gleichzeitig von der dominanten Architektur der NS-Zeit abgrenzt. Diese grüne Hülle steht symbolisch für die Überwindung einer dunklen Vergangenheit durch die Kultur.</p>
<h4>Finanzieller und politischer Rahmen</h4>
<p>Die Gesamtkosten des Projekts werden auf etwa 296 Millionen Euro geschätzt. Im Vergleich zu anderen Projekten ähnlicher Größenordnung, wie etwa dem Münchner Volkstheater, gelten diese Kosten als realistisch und machbar. Es ist bemerkenswert, dass der Bau des Münchner Volkstheaters termingerecht und ohne Kostensteigerungen abgeschlossen wurde—ein Vorbild, das auch in Nürnberg verfolgt wird.</p>
<p>Die Entscheidung für dieses Projekt wurde vom Nürnberger Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung getroffen, was zeigt, dass es nicht nur um architektonische und kulturelle Aspekte geht, sondern auch um politische Verantwortung und die Notwendigkeit, die Vergangenheit kritisch zu reflektieren.</p>
<h4>Bedeutung und Ausblick</h4>
<p>Die temporäre Nutzung des Reichsparteitagsgeländes als Opernhaus ist mehr als nur eine pragmatische Lösung für ein bauliches Problem. Es ist ein Schritt hin zu einer neuen Art der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Während die massive Architektur des Nationalsozialismus einst eine klare Machtdemonstration war, wird sie nun von einer leisen, aber kraftvollen Transformation überschattet.</p>
<p>Die geplante Nutzung des Geländes für mindestens 25 Jahre bietet auch der freien Kulturszene in Nürnberg langfristige Perspektiven. Dies zeigt, dass das Gelände nicht nur als Ort der Vergangenheit, sondern auch als Plattform für die Zukunft verstanden wird. Die Verbindung von Geschichte und Gegenwart, von Architektur und Kultur, macht dieses Projekt zu einem einzigartigen Beispiel für die Kraft der Transformation.</p>
<p>Mit der Fertigstellung der neuen Spielstätte wird Nürnberg ein weiteres Kapitel in seiner reichen Geschichte hinzufügen—eines, das zeigt, wie aus den Ruinen der Vergangenheit eine neue, positive Zukunft erwachsen kann.</p>
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			</item>
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		<title>Kunst im NS Areal?</title>
		<link>https://baukunst.art/kunst-im-ns-areal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Apr 2024 09:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[NS Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsparteitagsgelände]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=9287</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg soll neu gestaltet werden, indem ein Opern-Interim und ein Kunstareal dort entstehen. Diese Pläne stoßen jedoch auf Bedenken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/kunst-im-ns-areal/">Kunst im NS Areal?</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []"><strong>Kritische Überlegungen zur kulturellen Neunutzung eines NS-Denkmals</strong></p>
<p>Das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg soll neu gestaltet werden, indem ein Opern-Interim und ein Kunstareal dort entstehen. Diese Pläne stoßen jedoch bei Kunsthistoriker Wolfgang Brauneis auf Bedenken. Brauneis, der die Diskussionen um das historisch belastete Areal eingehend verfolgt, warnt vor einer unbedachten &#8222;Umcodierung&#8220; des NS-Baus durch Kunst. Er kritisiert insbesondere die Eingriffe in die Substanz des Bauwerks, die nötig sind, um das Areal für kulturelle Zwecke umzufunktionieren. Dazu zählen umfangreiche bauliche Änderungen wie das Einfügen zahlreicher Fenster und eine Art Bau-im-Bau für die geplante Oper.</p>
<p>Die potenzielle Rolle der Kunst bei der &#8222;Wiedergutwerdung&#8220; eines solchen Ortes sieht Brauneis skeptisch und warnt vor einer Vereinfachung und Funktionalisierung der Kunst, die die komplexen geschichtlichen und sozialen Zusammenhänge ignorieren könnte. Die Debatte über die zukünftige Nutzung des Areals ist lebhaft, jedoch werden kritische Stimmen selten öffentlich gehört. Brauneis betont die Wichtigkeit einer differenzierten und kritischen Auseinandersetzung mit dem historischen Erbe und der Rolle der Kunst darin. <a href="https://www.sueddeutsche.de/bayern/oper-nuernberg-kunst-areal-kongresshalle-wolfgang-brauneis-ns-vergangenheit-1.6522076">mehr…</a></p>
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