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	<title>Revitalisierung-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
	<lastBuildDate>Sun, 25 May 2025 12:58:10 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Revitalisierung-Archiv - Baukunst</title>
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	<item>
		<title>Von der Dampfmaschine zur Kunstmaschine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 May 2025 12:58:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Baumwollspinnerei]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Leipziger Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Revitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Die Etablierung der Galerien in der Leipziger Baumwollspinnerei ab 2005 markiert einen Wendepunkt in der deutschen Kunstlandschaft. Aus den stillgelegten Fabrikhallen entstand ein international beachtetes Kunstzentrum, das maßgeblich zum Erfolg der "Neuen Leipziger Schule" beitrug.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 0 []">20 Jahre Galerien der Leipziger Baumwollspinnerei – eine sächsische Erfolgsgeschichte</h2>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Industrieerbe wird Kulturerbe</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Geschichte der Leipziger Baumwollspinnerei liest sich wie ein Lehrstück gelungener Stadterneuerung. 1884 als kontinentaleuropas größte Baumwollspinnerei gegründet, beschäftigte der Industriekomplex in Leipzig-Plagwitz auf seinem Höhepunkt 4.000 Menschen. Nach der Wende endete 1992 die Garnproduktion abrupt – zurück blieb eine 10 Hektar große Industriebrache mit über 20 denkmalgeschützten Backsteingebäuden.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Wiedergeburt begann organisch: Bereits in den frühen 1990er Jahren siedelten sich erste Künstlerinnen und Künstler in den lichtdurchfluteten Fabrikhallen an. Günstige Mieten zwischen vier und sechs Euro pro Quadratmeter und das authentische Industrieambiente lockten kreative Pioniere wie Neo Rauch, der zu den ersten Mietern gehörte. Diese Phase der künstlerischen Eroberung schuf die Grundlage für das, was folgen sollte.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Der Durchbruch: 2005 als Zäsur</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Jahr 2005 markiert die entscheidende Wende. Sechs Leipziger Galerien eröffneten gleichzeitig ihre neuen Ausstellungsflächen in der Spinnerei. Allen voran etablierte sich die renommierte Galerie EIGEN+ART von Gerd Harry Lybke in der spektakulären ehemaligen Dampfmaschinenhalle. Diese konzertierte Aktion war kein Zufall, sondern Ergebnis strategischer Planung: Das Gelände hatte sich bereits als Zentrum der Kunstproduktion profiliert und Ende 2004 die Aufmerksamkeit der Galeristen auf sich gezogen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die räumliche Konzentration erwies sich als Glücksfall. Während andere Städte ihre Kunstszene über das Stadtgebiet verstreuen, entstand in Leipzig ein kompakter Kunstbezirk, der kritische Masse und Synergieeffekte ermöglichte. Besucherinnen und Besucher können heute 14 Galerien und über 100 Künstlerateliers auf einem Gelände erleben – eine Dichte, die international ihresgleichen sucht.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Neue Leipziger Schule: Regionalität wird global</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der zeitliche Zusammenfall von Galerienansiedlung und dem Durchbruch der &#8222;Neuen Leipziger Schule&#8220; war kein Zufall. Künstler wie Neo Rauch, Matthias Weischer, David Schnell und Tim Eitel, alle Absolventen oder Lehrende der Hochschule für Grafik und Buchkunst, fanden in der Spinnerei ideale Arbeitsbedingungen. Die dortige Infrastruktur – von Druckwerkstätten bis zum Künstlerbedarf – schuf ein funktionierendes Ökosystem.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Entscheidend für den internationalen Erfolg war die geschickte Vermarktung. Galerist Gerd Harry Lybke etablierte seine Leipziger Künstler systematisch auf dem US-amerikanischen Kunstmarkt. Als die New York Times 2005 Neo Rauch als &#8222;artist who came in from the cold&#8220; feierte, war der Durchbruch perfekt. Plötzlich reisten Sammler mit Privatjets nach Leipzig-Plagwitz – ein Phänomen, das bis 2009 anhielt und die Spinnerei zum internationalen Hotspot machte.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Architektonische Authentizität als Standortvorteil</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die bauliche Substanz der Spinnerei bietet ideale Voraussetzungen für zeitgenössische Kunst. Die hohen Decken, großzügigen Fensterfronten und robusten Gusseisenkonstruktionen der Gründerzeit schaffen Ausstellungsräume von musealer Qualität. Gleichzeitig bewahrt die authentische Industriearchitektur den genius loci – ein Faktor, der wesentlich zur Attraktivität des Standorts beiträgt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese Symbiose von historischer Substanz und zeitgenössischer Nutzung entspricht aktuellen Nachhaltigkeitsanforderungen. Statt Abriss und Neubau wurde behutsam revitalisiert, wobei der industrielle Charakter bewusst erhalten blieb. Die teilweise noch vorhandenen Gleisanschlüsse und monumentalen Maschinenfundamente erinnern an die industrielle Vergangenheit und verleihen der Kunst zusätzliche Bedeutungsebenen.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Herausforderungen der Kommerzialisierung</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Erfolg birgt jedoch auch Risiken. Die gestiegene Nachfrage führte zu steigenden Mieten und Verdrängungseffekten. Heute sind alle verfügbaren Räumlichkeiten belegt, neue Ateliers rar. Die Balance zwischen touristischer Attraktion und Arbeitsort für Künstlerinnen und Künstler erfordert sensible Steuerung. Geschäftsführer Michael Ludwig betont daher: &#8222;Die Spinnerei darf nicht zum Künstlerzoo werden.&#8220;</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese Gratwanderung spiegelt ein generelles Dilemma erfolgreicher Kreativquartiere wider. Während die Sichtbarkeit und Vernetzung den Künstlern nützt, droht der ursprüngliche Charakter verloren zu gehen. Die Spinnerei begegnet diesem Problem durch selektive Vermietungspolitik und den Erhalt großer Atelierflächen für etablierte Künstler.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Regionale Verwurzelung und überregionale Ausstrahlung</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Erfolgsmodell Spinnerei zeigt exemplarisch, wie regionale Besonderheiten zu überregionaler Bedeutung führen können. Die spezifisch sächsische Maltradition, verkörpert durch die Hochschule für Grafik und Buchkunst, fand in der Spinnerei den idealen Resonanzraum. Gleichzeitig profitierte das Projekt von Leipzigs historischer Rolle als Messe- und Buchstadt sowie von den günstigen Standortbedingungen nach der Wende.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Entwicklung illustriert auch die Bedeutung kontinuierlicher Förderung. Die Stadt Leipzig unterstützte das Projekt durch behutsame Infrastrukturmaßnahmen, während das Land Sachsen über Stipendienprogramme wie das &#8222;Auswärtsspiel&#8220; für künstlerischen Nachwuchs sorgt. Diese öffentlich-private Partnerschaft erwies sich als tragfähiges Modell.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Kulturtourismus als Wirtschaftsfaktor</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die jährlichen Rundgänge locken mittlerweile mehrere tausend Besucherinnen und Besucher auf das Gelände. Der Kulturtourismus entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Leipzig. Internationale Medien von der britischen &#8222;Guardian&#8220; bis zur &#8222;New York Times&#8220; berichteten über die &#8222;hottest place on earth&#8220; – eine Aufmerksamkeit, von der die gesamte Region profitiert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Dabei erweist sich die Mischnutzung als Erfolgsrezept. Neben Galerien und Ateliers beherbergt die Spinnerei Architekturbüros, Designer, das LOFFT-Theater, ein Kino und gastronomische Einrichtungen. Diese Vielfalt schafft Lebendigkeit und macht das Gelände zu einem lebendigen Stadtquartier statt zu einem monofunktionalen Kulturpark.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Zukunftsperspektiven und Transferpotenzial</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Nach 20 Jahren steht die Spinnerei vor neuen Herausforderungen. Der Hype um die Neue Leipziger Schule ist abgeflaut, neue künstlerische Generationen drängen nach. Gleichzeitig zeigt die Pandemie die Verwundbarkeit des kulturtouristischen Geschäftsmodells. Die Verantwortlichen setzen daher auf Diversifizierung und nachhaltige Entwicklung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Modell Spinnerei inspirierte bereits andere Städte. Von der Ruhrgebietserfahrung bis zu internationalen Projekten – überall wird nach dem Leipziger Rezept gesucht. Dabei zeigt sich: Erfolgreiche Revitalisierung braucht mehr als schöne Gebäude. Entscheidend sind organisches Wachstum, kontinuierliche Unterstützung und die Bereitschaft, auch unkonventionelle Wege zu gehen.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Bilanz einer Transformation</h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die 20-jährige Geschichte der Spinnerei-Galerien ist mehr als eine Erfolgsgeschichte – sie ist ein Lehrstück für gelungene Stadtentwicklung. Aus der stillgelegten Fabrik entstand ein lebendiges Kulturzentrum, das internationale Ausstrahlung mit regionaler Verwurzelung verbindet. Die &#8222;Neue Leipziger Schule&#8220; verdankt ihren Welterfolg nicht zuletzt diesem einzigartigen Ort.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Für die Zukunft gilt es, die Balance zwischen Tradition und Innovation zu wahren. Die nächsten 20 Jahre werden zeigen, ob die Spinnerei ihre Rolle als Motor der Leipziger Kunstszene behaupten kann. Die Grundlagen dafür sind gelegt – in Backsteinmauern, die einst Baumwolle verarbeiteten und heute Träume weben.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 3 []">
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 3 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Weitere Informationen:</strong></p>
<ul class="ak-ul" data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="bulletList" data-prosemirror-node-block="true">
<li data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="listItem" data-prosemirror-node-block="true">
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Führungen: Di-Sa, Start Halle 20A</p>
</li>
<li data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="listItem" data-prosemirror-node-block="true">
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Rundgänge: 3x jährlich, nächster Termin: 3./4. Mai 2025</p>
</li>
<li data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="listItem" data-prosemirror-node-block="true">
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Anreise: S1/Straßenbahn 14 bis Plagwitz</p>
</li>
<li data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="listItem" data-prosemirror-node-block="true">
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Kontakt: <a href="http://spinnerei.de/" target="_blank" rel="noopener" data-inline-card="" data-card-data="" data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="inlineCard" data-prosemirror-node-inline="true">http://spinnerei.de</a></p>
</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/von-der-dampfmaschine-zur-kunstmaschine/">Von der Dampfmaschine zur Kunstmaschine</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aus der Bank wird ein Biotop – Wie ein leerstehendes Gebäude Frankfurt neu beleben soll</title>
		<link>https://baukunst.art/aus-der-bank-wird-ein-biotop-wie-ein-leerstehendes-gebaeude-frankfurt-neu-beleben-soll/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2025 15:48:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Mixed-Use]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Revitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neustart für die alte Dresdner Bank: Mit einem mutigen Nutzungsmix will der Investor Paref das leerstehende Gebäude am Frankfurter Messegelände in ein urbanes Quartierszentrum verwandeln.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/aus-der-bank-wird-ein-biotop-wie-ein-leerstehendes-gebaeude-frankfurt-neu-beleben-soll/">Aus der Bank wird ein Biotop – Wie ein leerstehendes Gebäude Frankfurt neu beleben soll</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Ein Nutzungsmix als Rettungsanker – Die neue Zukunft der ehemaligen Dresdner Bank</strong></h2>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Der Geist der Bank ist ausgezogen</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Einst zählte sie zum festen Bestandteil der Frankfurter Finanzarchitektur: die im Jahr 2002 für die Dresdner Bank errichtete Immobilie an der Theodor-Heuss-Allee. Doch seit dem Rückzug des Geldinstituts steht das markante Gebäude leer – eine Leerstandsruine gegenüber der Frankfurter Messe, gut erschlossen, aber ohne funktionales Leben. Der chinesische Eigentümer Fonsun verzeichnete allein 2023 Verluste in Millionenhöhe. Nun drängt er auf eine umfassende Revitalisierung – und setzt auf einen ungewöhnlich vielseitigen Nutzungsmix.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">NAU! – ein Ausrufezeichen für die Stadt</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">„NAU!“ heißt das neue Konzept. Es versteht sich als bewusste Abkehr vom traditionellen Einzelbüro – eine Kampfansage an die Monofunktionalität, wie sie viele Altbauten im Bankenviertel prägt. Entwickelt vom französischen Investor Paref, verspricht es nichts Geringeres als ein „quartiersbildendes Mehrwertgebäude“, das rund um die Uhr belebt ist. Geplant sind Hotel- und Serviced Apartments, Co-Working-Flächen, Einzelhandel, Fitnessbereiche, Gastronomie – und sogar wieder Büros, allerdings in neuer Form und flexibler Organisation.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Zwischen Nutzung und Narrativ</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der Begriff des „Nutzungsgemenges“ wird hier zum Programm. Der Mix soll nicht nur ökonomisch tragfähig, sondern auch sozial und städtebaulich wirksam sein. Dahinter steht ein Narrativ: das Gebäude als Knotenpunkt urbanen Lebens. Der Investor verspricht klare Strukturen je Nutzungseinheit, aber offene, durchlässige Übergänge zwischen ihnen – ein urbanes Ökosystem im Mikroformat.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Nachhaltigkeit als Pflicht und Kür</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Besonderes Augenmerk liegt auf der ökologischen Aufwertung des Bestands. Die Dächer werden begrünt, die Fassade energetisch saniert, Photovoltaikanlagen installiert. Im Innern sollen Strahlungsdecken und mechanische Lüftung für ein behagliches Klima sorgen. Lichtdurchflutete Freiflächen und digitale Infrastruktur nach Wired-Score- und Smart-Score-Standards runden das technische Konzept ab. Ziel sind DGNB-Gold- und BREEAM-Excellent-Zertifizierungen – ambitioniert, aber notwendig in einer Stadt, die sich zunehmend an ESG-Kriterien orientiert.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Die Stadt als Bühne – und Mitspielerin</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Interessant ist der soziale und stadtplanerische Anspruch des Projekts. NAU! will kein abgeschlossenes Hochsicherheitsareal sein, sondern ein „offenes Gebäude mit echter Anbindung an das städtische Umfeld“. Damit greift das Konzept ein Bedürfnis auf, das die Pandemie geschärft hat: Räume, die Wohnen, Arbeiten, Konsum und Freizeit ineinander überführen – nicht als Eventfläche, sondern als dauerhafte urbane Qualität.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Ein Risiko mit Potenzial</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Noch fehlen Angaben zu Kosten und Zeitplan – ein Zeichen der Unsicherheit? Möglich. Sicher ist nur: Der Eigentümer Fonsun hat keine Zeit zu verlieren. Nach Jahren der wirtschaftlichen Stagnation muss aus der Immobilie wieder ein Wertträger werden. Ob die Mischung aus Fitnessstudio und Fine Dining, Hotel und Hot Desk dauerhaft trägt, bleibt offen. Doch der Versuch, durch programmatische Vielfalt den Leerstand zu heilen, ist mehr als ein kurzfristiges Kalkül – es ist ein Statement.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Fazit</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Projekt NAU! könnte ein Referenzfall für die Umnutzung monofunktionaler Altbestände im urbanen Kontext werden. Es zeigt: Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Architektur, Nutzung und Infrastruktur konsequent zusammengedacht werden. Die ehemalige Dresdner Bank könnte so zum Prototyp eines neuen Immobilientyps avancieren – vorausgesetzt, die Umsetzung hält, was das Konzept verspricht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/aus-der-bank-wird-ein-biotop-wie-ein-leerstehendes-gebaeude-frankfurt-neu-beleben-soll/">Aus der Bank wird ein Biotop – Wie ein leerstehendes Gebäude Frankfurt neu beleben soll</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Revolution am Berg: Wie der Weisse Turm von Mulegns Architektur neu definiert</title>
		<link>https://baukunst.art/revolution-am-berg-wie-der-weisse-turm-von-mulegns-architektur-neu-definiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 09:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[3D-Druck]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Fabrikation]]></category>
		<category><![CDATA[ETH Zürich]]></category>
		<category><![CDATA[Mulegns]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Revitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Weisser Turm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=11072</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Weisse Turm von Mulegns, ein bahnbrechendes 3D-Druck-Projekt, verbindet Architektur, Technologie und Kultur. Als Symbol für Innovation und regionale Wiederbelebung beeindruckt er weltweit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/revolution-am-berg-wie-der-weisse-turm-von-mulegns-architektur-neu-definiert/">Revolution am Berg: Wie der Weisse Turm von Mulegns Architektur neu definiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="0 0 []"><strong>Der Weisse Turm von Mulegns: Eine Symbiose aus Tradition und Zukunft</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Architektur als kulturelles und technologisches Symbol</strong></p>
<p>Mit dem Weissen Turm in Mulegns entsteht ein weltweit einzigartiges Bauwerk, das die Grenzen der Architektur neu definiert. Der 30 Meter hohe Turm ist nicht nur das höchste 3D-gedruckte Gebäude der Welt, sondern auch ein Sinnbild für die Verbindung von Tradition und moderner Technologie. Als Hommage an die Bündner Zuckerbäcker und als Ausdruck der Möglichkeiten der digitalen Fabrikation bringt dieses Projekt Innovation und kulturelles Erbe in einen harmonischen Dialog.</p>
<p><strong>3D-Druck revolutioniert die Baukunst</strong></p>
<p>Im Herzen des Projekts steht die innovative 3D-Drucktechnologie. Der Turm wird aus Beton gedruckt, wobei robotergestützte Verfahren den Materialverbrauch erheblich reduzieren. Diese Technologie, entwickelt an der ETH Zürich, ermöglicht es, Beton nur dort aufzutragen, wo er strukturell benötigt wird. Dadurch halbiert sich der Materialbedarf und die CO2-Emissionen sinken signifikant . Doch der technologische Fortschritt geht über die Materialeinsparung hinaus. Der Weisse Turm verkörpert eine neue Ästhetik, die durch digitale Fabrikation ermöglicht wird. Die 32 verzweigten Säulen, die das zentrale Gestaltungselement des Turms bilden, könnten in traditioneller Bauweise kaum realisiert werden. Sie erzeugen eine expressive, filigrane Formensprache, die das Zusammenspiel von Licht und Schatten betont  .</p>
<p><strong>Ein Ort der Kultur und Begegnung</strong></p>
<p>Der Weisse Turm ist jedoch weit mehr als ein architektonisches Experiment. Er dient als multifunktionaler Raum für kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte. In der obersten Etage des Turms befindet sich ein Theatersaal mit 45 Sitzplätzen, der Besuchern einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegende alpine Landschaft bietet . Die Kulturstiftung Nova Fundaziun Origen, Initiatorin des Projekts, sieht den Turm als Plattform für die künstlerische Auseinandersetzung und als kulturellen Leuchtturm, der internationale Strahlkraft entwickelt. Die räumliche Gestaltung – eine vertikale Abfolge von abstrakten, atmosphärisch dichten Zonen – lässt verschiedene kulturelle Nutzungen zu und erinnert an die kunstvolle Handwerkskunst der Bündner Baumeister des Barock  .</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit im Fokus</strong></p>
<p>Die Nachhaltigkeit des Weissen Turms zeigt sich nicht nur im reduzierten Materialeinsatz, sondern auch in seiner modularen Bauweise. Die einzelnen Bauteile sind so konzipiert, dass sie nach dem Ende der fünfjährigen Standzeit des Turms einfach abgebaut und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden können . Diese zirkuläre Bauweise steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und passt sich dem historischen und ökologischen Kontext von Mulegns an. Die Verwendung von vor Ort produzierten Materialien und die Integration erneuerbarer Energien tragen zur Umweltfreundlichkeit des Projekts bei .</p>
<p><strong>Symbol für die Revitalisierung ländlicher Räume</strong></p>
<p>Das Projekt „Weisser Turm“ steht auch für die Wiederbelebung des von Abwanderung bedrohten Bergdorfes Mulegns. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen der ETH Zürich, lokalen Unternehmen und der Kulturstiftung Origen werden technologische Innovationen, architektonische Qualität und regionale Wirtschaftsförderung vereint. Die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region sowie der Anstieg des sanften Tourismus sollen langfristig zur wirtschaftlichen Stabilität des Dorfes beitragen . Die Bedeutung des Turms geht über die Architektur hinaus. Er fungiert als Katalysator für weitere Entwicklungen und Investitionen in der Region und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft ländlicher Räume. Der Turm symbolisiert den Mut, durch Innovation und Kultur Perspektiven für abgelegene Regionen zu schaffen .</p>
<p><strong>Zwischen Tradition und Zukunft</strong></p>
<p>Der Weisse Turm von Mulegns verbindet auf einzigartige Weise die Vergangenheit und die Zukunft. Als Hommage an die handwerkliche Tradition der Bündner Zuckerbäcker verkörpert er den Innovationsgeist und die Experimentierfreude, die für die Region so typisch sind. Gleichzeitig zeigt er auf beeindruckende Weise, wie digitale Technologien die Baubranche revolutionieren können. Dieses architektonische Meisterwerk steht für die Überzeugung, dass auch kleine Bergdörfer wie Mulegns durch visionäre Projekte und den Einsatz modernster Technologien zukunftsfähig gemacht werden können. Der Weisse Turm ist nicht nur ein Wahrzeichen für Mulegns, sondern ein Modell für die nachhaltige Revitalisierung ländlicher Räume weltweit  .</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Die Eröffnung des Weissen Turms ist für Oktober 2024 geplant. Bis dahin wird weiter an der Umsetzung der innovativen Baupläne gearbeitet. Der Turm verspricht, nicht nur architektonisch, sondern auch kulturell und ökonomisch neue Maßstäbe zu setzen. In Mulegns wird damit ein Stück Zukunft gebaut, das die Region nachhaltig verändern könnte .</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/revolution-am-berg-wie-der-weisse-turm-von-mulegns-architektur-neu-definiert/">Revolution am Berg: Wie der Weisse Turm von Mulegns Architektur neu definiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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		<title>Fürstenhof 2.0: Wie Frankfurts historisches Gebäude Zukunft gestaltet</title>
		<link>https://baukunst.art/fuerstenhof-2-0-wie-frankfurts-historisches-gebaeude-zukunft-gestaltet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 09:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Fürstenhof]]></category>
		<category><![CDATA[Revitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Revitalisierung des historischen Fürstenhofs in Frankfurt verbindet Tradition mit modernen Arbeitswelten. Der denkmalgeschützte Bau soll bis 2026 umfassend erneuert werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">Der <strong>Fürstenhof</strong> in Frankfurt, ein prächtiges neobarockes Gebäude, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Erbaut im Jahr 1902 als Luxushotel, erlebte der Bau schon bald eine Umnutzung und diente verschiedenen Banken als Sitz. Die Dresdner Bank prägte das Bild des Fürstenhofs im 20. Jahrhundert, bevor das Gebäude schließlich von der Commerzbank genutzt wurde.</p>
<p>Doch nun wird der Fürstenhof erneut eine Transformation erleben. Unter der Leitung der Hamburger Momeni Group wird das Gebäude umfassend revitalisiert. Das Ziel ist klar: Der Fürstenhof soll in ein modernes Multi-Tenant-Bürogebäude verwandelt werden, das den höchsten ESG-Standards entspricht und bis 2026 fertiggestellt sein soll.</p>
<p>Die <strong>Architektur des Fürstenhofs</strong> ist ein bedeutendes Zeugnis der neobarocken Baukunst in Frankfurt. Die denkmalgeschützte Fassade bleibt größtenteils erhalten, während das Innere des Gebäudes komplett neu gestaltet wird. Auf einer Fläche von rund 34.000 Quadratmetern entstehen flexible Arbeitswelten, die den Ansprüchen moderner Unternehmen gerecht werden.</p>
<p>Besonderes Augenmerk wird auf die nachhaltige Entwicklung des Gebäudes gelegt. Die Revitalisierung strebt eine <strong>LEED-Gold-Zertifizierung</strong> sowie eine <strong>WiredScore-Platin-Zertifizierung</strong> an. Die Einbindung umweltschonender Materialien und die Schaffung von Grünflächen, sowohl auf den Dächern als auch im Umfeld des Gebäudes, sind zentrale Elemente des Konzepts. Unter dem Vorplatz entsteht zudem ein unterirdischer Speicher zur Regenrückhaltung, der die Ressourcennutzung weiter optimieren soll.</p>
<p>Das Projekt wird vom Frankfurter Architekturbüro Holger Meyer betreut, das sich auf die Wahrung der historischen Elemente bei gleichzeitiger Schaffung modernster Infrastruktur konzentriert. Die <strong>Lage</strong> des Fürstenhofs im Herzen Frankfurts, nahe der Gallusanlage, ist ideal: Der Zugang zum öffentlichen Nahverkehr sowie die Nähe zu kulturellen Einrichtungen wie der Oper und der Europäischen Zentralbank machen das Gebäude zu einer begehrten Adresse.</p>
<p>Ein besonderes Highlight des neuen Fürstenhofs wird die Aufstockung mit einem Pavillon und einer Dachterrasse sein, die einen beeindruckenden Blick auf die Frankfurter Skyline bieten. Diese neuen Elemente werden harmonisch in das bestehende Gebäude integriert und machen den Fürstenhof zu einem architektonischen Juwel, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet.</p>
<p>Die Revitalisierung des Fürstenhofs ist nicht nur ein Gewinn für das Gebäude selbst, sondern auch für das gesamte Umfeld. Der historische Vorplatz wird wiederbelebt, zwei neue Wintergärten entstehen, und die gastronomischen Angebote sollen das Viertel spürbar aufwerten. Damit schafft der Fürstenhof einen Mehrwert, der weit über die Büroflächen hinausgeht.</p>
<p><strong>Schlussendlich</strong> wird der revitalisierte Fürstenhof ein Beispiel für den erfolgreichen Umgang mit historischen Gebäuden in einer modernen Stadtlandschaft sein. Das Projekt zeigt, wie <strong>historische Bausubstanz</strong> erhalten und gleichzeitig den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden kann. Für Frankfurt bedeutet dies nicht nur den Erhalt eines wichtigen Baudenkmals, sondern auch die Schaffung von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen in bester Lage.</p>
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		<title>Aus alt mach neu</title>
		<link>https://baukunst.art/aus-alt-mach-neu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2023 11:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Revitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[umnutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wegen der Insolvenz von Warenhäusern stehen viele Gebäude leer, was sowohl ökonomisch als auch architektonisch eine Herausforderung darstellt. Albert Achammer will durch Revitalisierung Abrisse verhindern.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p dir="auto">Wegen der Insolvenz von Warenhäusern stehen viele Gebäude leer, was sowohl ökonomisch als auch architektonisch eine Herausforderung darstellt. Albert Achammer will durch Revitalisierung Abrisse verhindern.</p>
<p dir="auto">Vor Kurzem fand in Hamburg ein &#8222;Round-Table&#8220; statt, bei dem diese komplexe Thematik diskutiert wurde. Der Austausch von Ideen und Erfahrungen war dabei von großer Bedeutung, denn die Herausforderungen, die die Umnutzung von Warenhäusern mit sich bringt, sind vielfältig. Die Gebäude sind oft groß und ihre Architektur ist auf den Verkauf von Waren ausgerichtet, was eine Umgestaltung schwierig macht. Auch die Lage und der Zustand der Gebäude spielen eine Rolle.</p>
<p dir="auto">Achammer und seine Kollegen haben verschiedene Ansätze diskutiert, um diese Gebäude wiederzubeleben. Ein Ansatz ist die Nutzung der Räumlichkeiten für kulturelle und soziale Veranstaltungen. Auch die Einrichtung von Wohnungen und Büros in den Gebäuden ist denkbar. Es geht darum, die Gebäude zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs zu machen, der für die Menschen in der Umgebung von Bedeutung ist.</p>
<p dir="auto">Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nachhaltigkeit. Die Revitalisierung von Warenhäusern sollte ökologisch und sozial verträglich sein. Es geht darum, eine lebenswerte Umgebung zu schaffen, die auch in Zukunft Bestand hat. Hier sind innovative Konzepte und Technologien gefragt, die eine nachhaltige Nutzung der Gebäude ermöglichen.</p>
<p dir="auto">Insgesamt ist die Revitalisierung von Warenhäusern eine Herausforderung, die aber auch große Chancen bietet. Es geht darum, die Potenziale dieser Gebäude zu nutzen und sie zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs zu machen. Der &#8222;Round-Table&#8220; in Hamburg war ein wichtiger Schritt, um diese Ziele zu erreichen und die Diskussion darüber fortzusetzen. <a href="https://www.german-architects.com/de/architecture-news/meldungen/was-tun-mit-den-klotzen" target="_blank" rel="noopener">mehr</a></p>
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		<title>Wolfsburg</title>
		<link>https://baukunst.art/wolfsburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2023 13:01:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Revitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[umnutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch den Leerstand von Galeria Karstadt Kaufhof und Peek &#038; Cloppenburg wird erneut die Sorge vor einer Verödung der Innenstädte laut. Doch es besteht die Möglichkeit, die Stadtzentren zu revitalisieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/wolfsburg/">Wolfsburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">Durch den Leerstand von Galeria Karstadt Kaufhof und Peek &amp; Cloppenburg wird erneut die Sorge vor einer Verödung der Innenstädte laut. Doch es besteht die Möglichkeit, die Stadtzentren zu revitalisieren.</p>
<p>Im eher unspektakulären Stadtbild um den Hauptbahnhof sticht die Markthalle hervor. Die Fassade ist orange-weiß gemustert und das Gebäude ist rund 13 Meter hoch. Die Fläche von über 2500 Quadratmetern ist stark frequentiert.</p>
<p>In dem Gebäude arbeiten Freiberufler in einem Coworking-Space mit 30 Arbeitsplätzen. Dieser verfügt über eine schalldichte Telefonbox, einen Filmraum und ein Podcaststudio. Die Einrichtung ist bunt und es werden Möbel von lokalen Herstellern verwendet. Ältere Menschen erhalten Workshops, um die Bedienung von Smartphones zu erlernen. Im Repair-Café finden Tüftler Werkzeuge, um defekte Geräte zu reparieren. Zudem bildet die Softwareschule 42 Wolfsburg jährlich 300 junge Menschen zu professionellen Programmierern aus. Ein Jugendtreff ist ebenfalls gut besucht. <a href="https://www.thepioneer.de/originals/others/articles/stadt-der-zukunft" target="_blank" rel="noopener">mehr</a></p>
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