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	<title>Wohnungsnot-Archiv - Baukunst</title>
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	<description>Architektur und Ästhetik im gebauten Raum</description>
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	<title>Wohnungsnot-Archiv - Baukunst</title>
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		<title>Wohnungskrise Innsbruck 2026: Zwei Ausstellungen zeigen Ursachen und Folgen der teuersten Stadt Österreichs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2026 08:48:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Baukultur]]></category>
		<category><![CDATA[Innsbruck]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Österreichs teuerster Stadt zeigen zwei Ausstellungen, warum leistbares Wohnen zur Utopie wurde. Die Kritik sitzt, die Lösungen bleiben aus.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []">Innsbruck im Würgegriff: Wenn zwei Ausstellungen die Wohnungskrise sezieren</h1>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Von Baracken, Betongold und der Ohnmacht der Politik</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Innsbruck hält einen zweifelhaften Rekord: Keine österreichische Landeshauptstadt verlangt höhere Preise für Wohnraum. Mit durchschnittlich 7.900 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen übertrifft die Tiroler Metropole selbst Wien und Salzburg. In der Gemeinde Reith müsste ein Durchschnittsverdiener 29 Jahre lang arbeiten, nur um ein 500 Quadratmeter großes Grundstück zu erwerben. Dass ausgerechnet hier, unter dem Goldenen Dachl, zwei Ausstellungen das Thema Wohnungsnot aufgreifen, erscheint da fast zwingend.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Im aut. architektur und tirol läuft noch bis Ende Februar 2026 die Schau „geld . macht . raum – über die ökonomie des wohnens&#8220;. Parallel dazu zeigte das Stadtmuseum Innsbruck bis Anfang Januar „Suche Wohnung! Von der Baracke zum Leerstand&#8220;. Beide Ausstellungen nähern sich demselben Problemfeld aus unterschiedlichen Richtungen und schaffen es gemeinsam, ein erschreckendes Panorama städtischer Wohnpolitik zu zeichnen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Historische Tiefenbohrung im Stadtmuseum</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Kuratorenduo Renate Ursprunger und Niko Hofinger wagt im Stadtmuseum einen Blick, der über hundert Jahre zurückreicht. Nach dem Ersten Weltkrieg eskalierte die Wohnungsnot in Innsbruck dramatisch. Ehemalige Angestellte der k.u.k. Südbahn, aus Norditalien ausgewiesen, fanden zwar Arbeit bei der Bundesbahn, doch keine Bleibe. Familien hausten in ausrangierten Viehwaggons oder in den Holzbaracken des ehemaligen NS-Arbeitserziehungslagers Reichenau. Zehn Schilling Miete pro Monat für einen Verschlag ohne Kanalanschluss, mit Ziehbrunnen und Plumpsklo.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Ausstellung dokumentiert diese prekären Verhältnisse mit Fotografien und Zeitzeugenberichten. Was zunächst wie eine historische Aufarbeitung wirkt, entpuppt sich rasch als Kommentar zur Gegenwart. Im Innsbrucker Gemeinderat wurde bereits 1922 über ähnliche Themen gestritten wie 2022, stellt Hofinger trocken fest. Eine Sammlung von Wahlplakaten aus mehreren Jahrzehnten belegt: Leistbares Wohnen war Dauerbrenner aller Parteien, doch nennenswerte Ergebnisse blieben aus.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die interaktive Schau konfrontiert Besucherinnen und Besucher auch mit dem heiklen Thema Leerstand. Die Kuratoren berichten von zögerlichen städtischen Ämtern, die aktuelle Zahlen nur widerwillig herausrückten. Dabei verfügt Innsbruck im österreichischen Vergleich über erstaunlich gute Erfassungsdaten: Von mehr als 60 Prozent der Wohnungen lässt sich feststellen, ob sie tatsächlich bewohnt sind.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Das aut wagt den politischen Frontalangriff</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Während das Stadtmuseum die historische Dimension auslotet, wählt das aut einen dezidiert politischen Zugang. aut-Chef Arno Ritter bezeichnet „geld . macht . raum&#8220; als seine bisher politischste Ausstellung. Die Schau entstand anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von DOWAS, dem Durchgangsort für Wohnungs- und Arbeitssuchende, der seit 1975 obdachlose Jugendliche und sozial ausgegrenzte junge Erwachsene mit Notwohnungen versorgt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Ritter spart nicht mit Kritik an der hiesigen Wohnpolitik. Es habe in Innsbruck in der jüngeren Vergangenheit eine Stadtregierung mit einer Frau an der Spitze gegeben, die den Neoliberalismus in die Stadt gebracht habe, sagt er und meint damit Alt-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer von der Wahlliste „Für Innsbruck&#8220;. Umstrittene Bauprojekte aus ihrer Ära tauchen auch in den ausgestellten Medienberichten auf.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Ausstellung rollt mit Statistiken, Rechercheergebnissen und Studien ein gesellschaftliches Konfliktfeld auf, das weit über Tirol hinausweist. Wohnraum als Kapitalanlage, die sogenannte Logik des freien Marktes, stetig steigende Preise: Die Wohnraumkrise ist längst eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit. Das zeigt sich in unzähligen europäischen Städten, aber auch in New York, wo der Sozialist Zohran Mamdani mit dem Versprechen von leistbarem Wohnen die Bürgermeisterwahl gewonnen hat.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Kunst als ironischer Kommentar</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Zwischen den Infografiken und Zeitungsausschnitten setzen künstlerische Arbeiten pointierte Akzente. Roland Maurmairs Installation „Singlehit / Garçonnière&#8220; aus dem Jahr 2021 bringt die Situation ironisch auf den Punkt: Ein riesiges Vogelnest, aus dem eine Fernsehantenne ragt, bietet sich als Wohnform an. Der 1975 in Innsbruck geborene Künstler, bekannt für seine Arbeiten im Spannungsfeld von Natur und Urbanität, verkehrt hier die Verhältnisse: Während er in anderen Arbeiten Vögeln menschliche Infrastruktur anbietet, offeriert er hier den Menschen spielerisch Vogelarchitektur.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auch die Fotoarbeit „Kapital schafft&#8220; von Julius C. Schreiner sowie Videoarbeiten von Anita Witek ergänzen die Ausstellung um kritische künstlerische Perspektiven. Im öffentlichen Raum sorgte bis vor wenigen Wochen eine Installation des Architekturkollektivs Columbosnext für Aufmerksamkeit: Eine gelb gestrichene Stahlkonstruktion, die die Silhouette eines Wohnhauses formte, stand auf einem seit Jahren brachliegenden Grundstück an der Uni-Kreuzung. Sie symbolisierte, was fehlt. Die Brache bleibt.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Strukturelle Ursachen, fehlende Lösungen</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die alpine Lage zwischen Nordkette und Mittelgebirge begrenzt das Bauland natürlich. Doch strukturelle Faktoren verschärfen die Situation: Die Niedrigzinsphase bis 2021 heizte den Markt an, internationale Investoren entdeckten die Alpenstadt, Kurzzeitvermietungen an Touristen entziehen dem Markt Wohnraum. Die Stadt Innsbruck vergibt zwar rund 17.200 Wohnungen über den Magistrat, doch der überhitzte Privatmarkt diktiert das Preisniveau.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Beide Ausstellungen liefern keine einfachen Antworten. Eine Patentlösung gibt es nicht, schreibt das aut in einer Medienmitteilung. Doch sie schaffen Bewusstsein und laden zur Auseinandersetzung ein. Die Forderung liegt in der Luft: Boden und Wohnraum müssen der Marktlogik entrissen werden. Wohnen ist ein zentrales Grundbedürfnis, Grund und Boden sind keine klassische Ware, da sie nicht produzier- und vermehrbar sind, schreibt Arno Ritter.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Symposium „Wohnen Morgen&#8220;, Anfang des Jahres von aut und Land Tirol organisiert, versuchte innovative Ansätze zu diskutieren. Das größte Stadtentwicklungsprojekt Innsbrucks, die Campagne Reichenau, soll bis 2030 rund 1.000 Wohnungen entstehen lassen. Doch solange der Budgetentwurf für 2026 den Verkauf städtischer Wohnungen vorsieht, bleiben Zweifel an der politischen Ernsthaftigkeit.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Wohnungsnot als Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was beide Ausstellungen letztlich zeigen: Die Wohnungsfrage ist keine technische Herausforderung, die sich durch geschickte Planung lösen ließe. Sie ist Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse und politischer Prioritäten. Dass ausgerechnet in der Stadt des Goldenen Dachls Menschen kein Dach über dem Kopf finden, ist keine Ironie des Schicksals, sondern Ergebnis von Entscheidungen. Die Politik wäre gefragt, mutige Schritte zu setzen. Die Ausstellungen in Innsbruck dokumentieren, dass sie es bisher nicht getan hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Das war obszön&#8220; – Insider packen über Benkos geheimes Millionen-Penthouse aus</title>
		<link>https://baukunst.art/das-war-obszoen-insider-packen-ueber-benkos-geheimes-millionen-penthouse-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 09:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Luxusimmobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein geheimes Luxuspenthouse über Berlin enthüllt die obszöne Realität einer Stadt, in der Wohnraum zur Ware für Superreiche wird, während Tausende keine bezahlbare Bleibe finden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein 1000-Quadratmeter-Symbol für das Versagen demokratischer Stadtplanung</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die 33. Etage des Upper West am Berliner Zoo – hier manifestiert sich in 1000 Quadratmetern weißem Marmor, was in der deutschen Hauptstadt schiefläuft. René Benkos geheimes Luxuspenthouse, für das er zunächst Star-Architekt Hadi Teherani engagierte und dann fallen ließ, steht exemplarisch für eine Stadtentwicklung, die sich demokratischer Kontrolle entzieht und soziale Spaltung zementiert.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Architektur der Abschottung</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Panzerscheiben, Privataufzüge, abgeschirmte Zugänge – Benkos Berliner Refugium verkörpert eine neue Dimension urbaner Segregation. Während unten auf der Straße Obdachlose um einen Schlafplatz kämpfen und Durchschnittsverdienende sich keine Wohnung mehr leisten können, entstehen in luftiger Höhe Parallelwelten, die mit dem städtischen Leben nichts mehr gemein haben.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese vertikale Gentrifizierung folgt einem globalen Muster: Von Londons „Billionaire&#8217;s Row&#8220; bis zu New Yorks „Pencil Towers&#8220; erobern die Superreichen den Himmel über den Städten. In Berlin, einer Stadt mit eklatanter Wohnungsnot – aktuell fehlen über 240.000 bezahlbare Wohnungen – wirkt ein zweistelliger Millionenbetrag für ein einzelnes Apartment wie ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich mit WG-Zimmern oder überteuerten Einzimmerwohnungen begnügen müssen.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Intransparenz als System</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Dass Benkos Penthouse als „Geheimprojekt&#8220; bezeichnet wird, offenbart ein grundlegendes Problem moderner Stadtentwicklung: Die Entscheidungen über urbane Räume fallen zunehmend hinter verschlossenen Türen. Während partizipative Planungsprozesse bei öffentlichen Projekten mittlerweile Standard sind, operieren private Investoren in einer Grauzone, die sich bürgerlicher Mitsprache entzieht.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Signa-Gruppe nutzte geschickt die Lücken im deutschen Planungsrecht. Solange formale Vorgaben eingehalten werden, können Investorinnen und Investoren nahezu ungehindert agieren. Eine demokratische Debatte darüber, ob Berlin weitere Luxusapartments braucht oder nicht vielmehr sozialen Wohnungsbau, findet nicht statt. Die Stadtgesellschaft wird vor vollendete Tatsachen gestellt.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Der Preis der Exzesse</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">10.000 Euro pro Quadratmeter – mindestens. Diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Für den Preis eines einzigen Quadratmeters in Benkos Penthouse könnte eine vierköpfige Familie ein Jahr lang in einer durchschnittlichen Berliner Mietwohnung leben. Die tatsächlichen Kosten dürften angesichts der beschriebenen Ausstattung – Kino, Gym, Sauna, Dampfbad – noch deutlich höher gelegen haben.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Diese Ressourcenverschwendung hat konkrete gesellschaftliche Auswirkungen. Jeder Euro, der in solche Prestigeobjekte fließt, fehlt für sinnvolle Investitionen in soziale Infrastruktur. Die Baukapazitäten, die für ein einziges Luxuspenthouse gebunden werden, könnten dutzende normale Wohnungen schaffen. In einer Stadt, in der Schulen verfallen und Kitas fehlen, wirkt diese Prioritätensetzung besonders zynisch.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Architekten zwischen Ethos und Kommerz</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Rolle Hadi Teheranis in dieser Geschichte verdient besondere Betrachtung. Der renommierte Architekt, bekannt für durchdachte Stadtquartiere und nachhaltige Konzepte, ließ sich auf Benkos Geheimprojekt ein – und wurde dann aus Kostengründen fallengelassen. Diese Episode wirft ein Schlaglicht auf die prekäre Position von Architektinnen und Architekten im aktuellen Immobilienmarkt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Einerseits tragen sie Verantwortung für die gebaute Umwelt und damit für die Lebensqualität aller Stadtbewohnerinnen und -bewohner. Andererseits sind sie wirtschaftlich abhängig von Auftraggebern, deren Interessen oft diametral zum Gemeinwohl stehen. Teheranis Schicksal – erst hofiert, dann fallen gelassen – zeigt, wie wenig Wertschätzung selbst renommierte Planer in diesem System erfahren.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Die Stadt als Spielwiese der Oligarchen</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Benkos ehemaliger Vertrauter verglich das Penthouse mit der „Bleibe eines russischen Oligarchen oder saudischen Scheichs&#8220;. Dieser Vergleich ist treffender, als es zunächst scheint. Berlin entwickelt sich zunehmend zu einem Tummelplatz internationaler Superreicher, die Immobilien nicht als Wohnraum, sondern als Anlageobjekte betrachten.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Folgen dieser Entwicklung sind verheerend: Ganze Stadtteile verlieren ihre soziale Durchmischung, gewachsene Nachbarschaften werden zerstört, lokale Ökonomien verdrängt. Die Stadt wird zur Kulisse für die Selbstinszenierung einer globalen Elite, während die angestammte Bevölkerung an den Rand gedrängt wird.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Wege aus der Krise</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Der spektakuläre Zusammenbruch von Benkos Immobilienimperium bietet eine Chance zum Umdenken. Die Politik muss endlich regulierend eingreifen und Luxusprojekte stärker besteuern. Die Einnahmen könnten direkt in den sozialen Wohnungsbau fließen. Städte wie Wien zeigen, dass eine andere Wohnungspolitik möglich ist: Dort leben 60 Prozent der Bevölkerung in geförderten Wohnungen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Auch das Planungsrecht bedarf einer grundlegenden Reform. Großprojekte ab einer gewissen Größenordnung sollten zwingend öffentlich diskutiert werden müssen. Transparenz muss zur Grundbedingung werden – gerade bei privaten Investments, die das Stadtbild prägen. Die Zeiten, in denen Investoren im Geheimen agieren können, müssen vorbei sein.</p>
<h2 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true">Ein Lehrstück für die Zukunft</h2>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Benkos „obszönes&#8220; Penthouse – so nannten es seine eigenen Vertrauten – steht als Mahnmal einer fehlgeleiteten Stadtentwicklung. Es symbolisiert eine Ära, in der Städte ihre Seele an den Meistbietenden verkauften. Der Fall lehrt uns: Architektur ist niemals neutral. Sie manifestiert gesellschaftliche Verhältnisse in Beton und Glas.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Herausforderung für Planerinnen und Planer, für Politik und Zivilgesellschaft besteht darin, Städte wieder als Orte des Gemeinwohls zu begreifen. Orte, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Einkommensklassen zusammenleben können. Orte, die nicht nur den Wenigen, sondern allen gehören. Benkos gescheitertes Imperium mag zusammengebrochen sein – die Aufgabe, lebenswerte Städte für alle zu schaffen, bleibt bestehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Studentisches Wohnen neu gedacht: Ein Plädoyer für Selbstverwaltung und Nachhaltigkeit</title>
		<link>https://baukunst.art/studentisches-wohnen-neu-gedacht-ein-plaedoyer-fuer-selbstverwaltung-und-nachhaltigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2025 10:39:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[studentisches Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbstverwaltet, nachhaltig, solidarisch: Das Collegium Academicum in Heidelberg zeigt, wie studentisches Wohnen neu gedacht werden kann – als lebendige Alternative zum anonymen Mietmarkt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="0 0 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Ein selbstverwaltetes Wohnheim in Heidelberg zeigt, wie gemeinschaftlich organisierter, ökologisch durchdachter und solidarisch finanzierter Wohnraum Realität wird – und was es dafür braucht.</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Selbstverwaltet, nachhaltig, solidarisch: Das Collegium Academicum in Heidelberg zeigt, wie studentisches Wohnen neu gedacht werden kann – als lebendige Alternative zum anonymen Mietmarkt.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Zwischen Wohnungsnot und Wohnutopie</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">In einer Stadt, in der WG-Zimmer längst zum Luxusgut geworden sind, entsteht im Süden Heidelbergs ein Gegenentwurf zur angespannten Lage auf dem studentischen Wohnungsmarkt. Während staatlich geförderte Wohnheime überfüllt sind und private Vermietungen selten unter 500 Euro pro Monat zu haben sind, gelingt einer Gruppe Studierender das scheinbar Unmögliche: gutes, günstiges Wohnen – selbst organisiert, nachhaltig gebaut und gemeinschaftlich getragen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Im neu errichteten Holzbau des Collegium Academicum leben inzwischen rund 250 Menschen in Dreier- und Vierer-Wohngemeinschaften. Der Mietpreis liegt bei 375 Euro – pauschal, inklusive aller Nebenkosten. Möglich wird das durch ein selbstverwaltetes Konzept, das weit über das gewöhnliche Engagement studentischer Initiativen hinausgeht.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Architektur mit Haltung</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Formal ist der Bau ein klar strukturierter U-förmiger Holzkomplex, dessen Gestaltung bewusst auf Ästhetik, Funktionalität und ökologische Verantwortung setzt. Hinter der Fassade verbirgt sich jedoch mehr als nur Wohnraum. Das Gebäude selbst ist Teil der Idee: Es wurde in weiten Teilen von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst geplant, mitgestaltet und teilweise auch gebaut.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das Tragwerk besteht fast vollständig aus Holz – ein Novum auf dem studentischen Wohnbausektor. Lediglich das Treppenhaus wurde aus Gründen des Brandschutzes in Beton ausgeführt. Die Gebäudehülle ist so effizient gedämmt, dass kaum Heizenergie benötigt wird. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach speist Strom nicht nur für den Eigenverbrauch, sondern liefert Überschüsse ins Netz. Das Wohnheim erfüllt den KfW-40-Plus-Standard – ein Statement in Zeiten steigender Energiekosten.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Demokratischer Alltag in der Wohngemeinschaft</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Wer hier lebt, entscheidet mit. Ob Reinigungsplan, Gartenpflege oder die Nutzung der Aula – alle Bereiche des Wohnalltags werden von Arbeitsgruppen organisiert, koordiniert und verwaltet. Mietverträge, Kautionen, Instandhaltung – all das übernehmen die Studierenden selbst.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Das zentrale Steuerungsinstrument ist das wöchentliche Plenum. Entscheidungen werden im Konsensprinzip getroffen. Jedes Mitglied hat ein Vetorecht. Kompromisse sind dabei keine Schwäche, sondern ein Zeichen gelebter Demokratie.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die Mitbestimmung ist kein bloßes Feigenblatt, sondern vertraglich verankerte Realität. Wer hier wohnt, bringt sich ein – durchschnittlich fünf bis sechs Stunden pro Woche. Ein Aufwand, der durchaus an Nebenjobs erinnert, jedoch mit einem nicht zu unterschätzenden Mehrwert: Gestaltungsspielraum, Gemeinschaftssinn und Eigenverantwortung.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Finanzierung durch Vertrauen</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Die ökonomische Basis des Projekts ist ebenso außergewöhnlich wie sein bauliches Konzept. Neben Fördermitteln von Bund, Land und Stadt spielen sogenannte Direktkredite eine zentrale Rolle. Mehr als 600 Privatpersonen haben dem Projekt bislang knapp 4,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt – zinsgünstig, solidarisch und mit dem Wissen, Teil eines größeren Ganzen zu sein.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Derartige Kredite lassen sich heute nur schwer wiederholen, räumen die Verantwortlichen ein. Das günstige Zinsumfeld der frühen Projektjahre war ein Glücksfall. Dennoch zeigt das Modell: Wenn Planung, Verantwortung und Vertrauen zusammenkommen, lassen sich auch große Summen auf alternativen Wegen mobilisieren.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Zwischen Idealismus und Alltag</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Natürlich bringt die Selbstverwaltung Herausforderungen mit sich. Die Konsensfindung ist zeitintensiv, und nicht alle Beteiligten verfügen über dieselbe Energie oder Kapazität. In Prüfungsphasen oder bei persönlichen Belastungen tritt die Projektarbeit in den Hintergrund – ein Umstand, der innerhalb der Gemeinschaft respektiert wird.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Damit Engagement nicht zur Überforderung führt, wurden strukturelle Lösungen gefunden: ein Buddy-System für Neuankömmlinge, regelmäßige Reflexionsgespräche und eine transparente Aufgabenverteilung sorgen für Balance. Dennoch bleibt das Spannungsfeld zwischen individuellem Alltag und kollektivem Anspruch bestehen – und genau darin liegt die Kraft des Projekts.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Architektur als soziale Infrastruktur</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Was das Collegium Academicum besonders macht, ist nicht allein die beeindruckende Kombination aus ökologischer Bauweise, günstiger Miete und durchdachter Organisation. Es ist das gesellschaftliche Modell dahinter, das Fragen aufwirft – und Antworten gibt: Wer entscheidet über Wohnraum? Wie kann Architektur gemeinschaftsstiftend wirken? Und wie viel Verantwortung sind Menschen bereit zu übernehmen, wenn man ihnen tatsächlich Verantwortung überträgt?</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Dass sich durch diese Struktur auch ganz persönliche Perspektiven verschieben können, zeigt sich an vielen Bewohnerinnen und Bewohnern, die hier erstmals erleben, wie Architektur und Mitgestaltung sich unmittelbar auf den Lebensalltag auswirken – und mitunter auch auf die Berufswahl. Wer eine Pressemitteilung formuliert, Sitzungen moderiert oder einen Haushalt verwaltet, lernt nicht nur wohnen, sondern auch führen.</p>
<h3 data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="heading" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Modell mit Zukunft?</strong></h3>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true">Ob das Heidelberger Beispiel auf andere Städte übertragbar ist, hängt weniger von materiellen als von sozialen Ressourcen ab. Das Konzept steht und fällt mit Engagement, Ausdauer und der Bereitschaft, Prozesse mitzutragen – auch wenn sie anstrengend sind. Doch gerade darin liegt ein Potenzial, das weit über studentisches Wohnen hinausweist: Eine Architektur, die nicht nur Wohnraum schafft, sondern Gemeinsinn – das ist ein Fundament, auf dem sich bauen lässt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Ein Projekt wie das Collegium Academicum beweist, dass ein anderes Wohnen möglich ist – wenn man bereit ist, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/studentisches-wohnen-neu-gedacht-ein-plaedoyer-fuer-selbstverwaltung-und-nachhaltigkeit/">Studentisches Wohnen neu gedacht: Ein Plädoyer für Selbstverwaltung und Nachhaltigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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		<title>Wenn Baukräne verstummen: Eine Branche in der Existenzkrise</title>
		<link>https://baukunst.art/wenn-baukraene-verstummen-eine-branche-in-der-existenzkrise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 13:47:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Geisterbaustellen]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=11461</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stillgelegte Baustellen prägen das Stadtbild: Nach dem Ukraine-Krieg haben steigende Zinsen und Materialkosten die Baubranche in die Krise gestürzt. Die Folgen für den Wohnungsmarkt sind dramatisch.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Geisterbaustellen als Symptom einer tiefen Strukturkrise</strong></p>
<p>Der <em>Ukraine-Krieg</em> hat die ohnehin angespannte Situation auf dem <em>Wohnungsmarkt</em> in Deutschland und Österreich in eine dramatische Schieflage gebracht. Wo einst reges Treiben herrschte, dominieren nun verlassene <em>Baustellen</em> das Stadtbild. Die sogenannten <em>Geisterbaustellen</em> sind zum Symbol einer tiefgreifenden Strukturkrise geworden.</p>
<p><strong>Die Spirale der Kostensteigerungen</strong></p>
<p>Die <em>Zinswende</em> trifft die Baubranche mit voller Wucht. Seit Kriegsbeginn haben sich die Finanzierungskosten für Bauprojekte drastisch erhöht. Parallel dazu explodieren die <em>Materialkosten</em> &#8211; eine toxische Kombination, die bereits bestehende Kalkulationen pulverisiert. Die <em>Signa-Insolvenz</em> steht exemplarisch für diese Entwicklung und zeigt, dass selbst Branchengrößen ins Straucheln geraten.</p>
<p><strong>Wohnungsnot verschärft sich dramatisch</strong></p>
<p>Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind gravierend: Die <em>Wohnungsnot</em> in Ballungsräumen verschärft sich zusehends. Besonders bitter: Viele der eingefrorenen Projekte befinden sich in fortgeschrittenem Stadium. Fertige Fundamente, halbfertige Geschosse und verwaiste Baukräne zeugen von abrupt gestoppten Bauvorhaben. Die <em>Immobilienpreise</em> steigen weiter, während das Angebot stagniert.</p>
<p><strong>Strukturelle Lösungsansätze gefordert</strong></p>
<p>Die Situation erfordert ein Umdenken auf mehreren Ebenen. Klassische <em>Fördermodelle</em> greifen zu kurz. Vielmehr bedarf es einer Neuausrichtung der gesamten Baubranche. Innovative Konzepte wie modulares Bauen könnten Kosten senken. Gleichzeitig müssen <em>Genehmigungsverfahren</em> verschlankt werden, ohne dabei Qualitätsstandards zu gefährden.</p>
<p><strong>Ausblick: Zwischen Krise und Chance</strong></p>
<p>Die aktuelle Situation birgt neben allen Risiken auch Chancen für eine nachhaltigere Bauwirtschaft. Der erzwungene Stillstand könnte genutzt werden, um innovative <em>Baukonzepte</em> zu entwickeln und die <em>Digitalisierung</em> voranzutreiben. Fest steht: Die Branche wird sich neu erfinden müssen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Betongold für Bildungshungrige: Der harte Kampf um bezahlbaren Wohnraum</title>
		<link>https://baukunst.art/betongold-fuer-bildungshungrige-der-harte-kampf-um-bezahlbaren-wohnraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Sep 2024 13:01:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Studierendenwohnheime]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=10981</guid>

					<description><![CDATA[<p>Studierendenwohnheime stehen vor großen Herausforderungen: Steigende Mieten, Nachhaltigkeitsdruck und veränderte Bedürfnisse. Können sie die Wohnungsnot der Studierenden noch lösen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/betongold-fuer-bildungshungrige-der-harte-kampf-um-bezahlbaren-wohnraum/">Betongold für Bildungshungrige: Der harte Kampf um bezahlbaren Wohnraum</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Wohnheime im Wandel: Antwort auf die studentische Wohnungsnot?</strong></h2>
<p>In Zeiten explodierender <strong>Mieten</strong> und wachsender <strong>Studierendenzahlen</strong> stellt sich die Frage: Können <strong>Studierendenwohnheime</strong> die prekäre Wohnsituation der akademischen Jugend entschärfen? Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen zeigt: Die Antwort ist so vielschichtig wie die Architektur moderner Wohnkomplexe.</p>
<p><strong>Vom Betonklotz zum nachhaltigen Wohlfühlort</strong></p>
<p>Lange vorbei sind die Zeiten, in denen Studierendenwohnheime als triste Betonburgen galten. Moderne Konzepte wie der <a href="https://www.balthasar-neumann-preis.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Campus RO</strong> in Rosenheim</a> setzen neue Maßstäbe. Als erstes Studentenquartier Deutschlands mit <strong>DGNB-Platin-Status</strong>vereint es ökologische Bauweise mit sozialem Wohnkonzept. &#8222;Es sollte ein Leuchtturmprojekt geschaffen werden&#8220;, erklärt Architektin Laura Heidelauf. Das Ergebnis: Ein &#8222;begrüntes und gestapeltes Dorf&#8220;, das Rückzugsorte mit Gemeinschaftsflächen verbindet.</p>
<p>Doch nicht nur Neubauten zeigen innovative Ansätze. Die <strong>Sanierung</strong> des Studentendorfs Schlachtensee in Berlin beweist, dass auch Bestandsgebäude zukunftsfähig gemacht werden können. Architekt Muck Petzet betont: &#8222;Wir können es uns nicht leisten, relativ junge Gebäude abzureißen und neu zu errichten.&#8220; Mit minimalem Eingriff und maximalem Erhalt wurde hier <strong>Nachhaltigkeit</strong> in die Praxis umgesetzt.</p>
<p><strong>Gemeinschaft vs. Individualität: Die Quadratur des Wohnkreises</strong></p>
<p>Die <strong>Wohnbedürfnisse</strong> der Studierenden haben sich gewandelt. Während in Rosenheim auf <strong>Mikroapartments</strong> gesetzt wird, favorisiert man in Ludwigsburg klassische <strong>Wohngemeinschaften</strong>. &#8222;Im Sinne des sozialen Miteinanders sind gerade Wohnformen mit Gemeinschaftsanteil von Vorteil&#8220;, argumentiert Architektin Elke Reichel. Ein Balanceakt zwischen Privatsphäre und Interaktion, der die Planerinnen und Planer vor Herausforderungen stellt.</p>
<p><strong>Kostendruck und Kreativität</strong></p>
<p>Die <strong>Finanzierung</strong> bleibt ein Dauerbrenner. Mit Baukosten von knapp 2.600 Euro pro Quadratmeter in Rosenheim oder 1.447 Euro bei der Sanierung in Berlin zeigt sich: Kreative Lösungen sind gefragt. Das <strong>Bund-Länder-Programm &#8222;Junges Wohnen&#8220;</strong> verspricht mit 500 Millionen Euro Förderung für 2024 Unterstützung. Doch reicht das angesichts steigender Baukosten und Grundstückspreise?</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit als Imperativ</strong></p>
<p>Der ökologische Fußabdruck rückt zunehmend in den Fokus. <strong>Holzhybrid-Bauweise</strong>, <strong>Photovoltaik</strong> und energieeffiziente Konzepte sind nicht mehr Kür, sondern Pflicht. &#8222;Für die Nachhaltigkeitszertifizierung musste jedes Material dem Auditor zur Freigabe vorgelegt werden&#8220;, berichtet Heidelauf. Ein Aufwand, der sich lohnt – für Umwelt und Bewohnerinnen und Bewohner.</p>
<p><strong>Digitalisierung und smarte Lösungen</strong></p>
<p>Die <strong>Technologisierung</strong> hält Einzug in die Wohnheime. Von <strong>BIM</strong> in der Planung bis zu <strong>Smart-Home-Lösungen</strong> im Betrieb – die digitale Revolution macht vor den Türen der Studierenden nicht Halt. Eine Chance für effizienteres Wohnen, aber auch eine Herausforderung für den Datenschutz.</p>
<p><strong>Fazit: Vielfalt als Schlüssel</strong></p>
<p>Die Lösung der studentischen Wohnungsnot liegt nicht in einem Patentrezept. Vielmehr zeigt sich: Vielfalt ist Trumpf. Von sanierten Bestandsbauten bis zu hochmodernen Neubauten, von WGs bis zu Mikroapartments – die Bandbreite der Konzepte ist so groß wie die Diversität der Studierenden selbst.</p>
<p>Studierendenwohnheime können einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes leisten. Doch sie müssen sich weiterentwickeln: <strong>nachhaltiger</strong>, <strong>flexibler</strong> und <strong>gemeinschaftsorientierter</strong>. Nur so können sie den Spagat zwischen <strong>Bezahlbarkeit</strong> und <strong>Wohnqualität</strong> meistern.</p>
<p>Die Herausforderungen bleiben gewaltig. Doch mit innovativen Konzepten, staatlicher Förderung und dem Engagement aller Beteiligten können Studierendenwohnheime mehr sein als nur eine Notlösung. Sie können Orte des Lernens, des Lebens und der persönlichen Entfaltung werden – <strong>Keimzellen</strong> für die Zukunft unserer Gesellschaft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/betongold-fuer-bildungshungrige-der-harte-kampf-um-bezahlbaren-wohnraum/">Betongold für Bildungshungrige: Der harte Kampf um bezahlbaren Wohnraum</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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		<title>Wohnungsnot in Städten: Bauministerin setzt auf Umzug ins Grüne</title>
		<link>https://baukunst.art/wohnungsnot-in-staedten-bauministerin-setzt-auf-umzug-ins-gruene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2024 09:03:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Klara Geywitz]]></category>
		<category><![CDATA[Umzugsprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baukunst.art/?p=10656</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bauministerin Klara Geywitz plant eine Strategie, um Menschen aus Großstädten in ländliche Gebiete zu bewegen und so die Wohnungsnot zu lindern. Diese Initiative stößt jedoch auf Kritik und Herausforderungen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/wohnungsnot-in-staedten-bauministerin-setzt-auf-umzug-ins-gruene/">Wohnungsnot in Städten: Bauministerin setzt auf Umzug ins Grüne</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bauministerin Klara Geywitz hat eine neue Strategie angekündigt, um Menschen zum <strong>Umzug</strong> aus Großstädten in ländliche Gebiete oder kleinere Städte zu bewegen. Diese Initiative zielt darauf ab, die <strong>Wohnungsnot</strong> in den Städten zu lindern und gleichzeitig den <strong>Leerstand</strong> auf dem Land zu reduzieren. In Deutschland stehen schätzungsweise <strong>knapp zwei Millionen Wohnungen leer</strong>, während in den Großstädten ein großer Bedarf an Wohnraum besteht.</p>
<p>Geywitz betont, dass <strong>Homeoffice</strong> und <strong>Digitalisierung</strong> neue Möglichkeiten für das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum bieten. Diese Entwicklungen sollen genutzt werden, um das Leben auf dem Land attraktiver zu machen. Die Ministerin plant, Ende des Jahres eine umfassende <strong>Strategie gegen den Leerstand</strong> vorzulegen, die im November fertig sein soll.</p>
<p><strong>Herausforderungen und Kritik:</strong></p>
<p>Trotz der positiven Darstellung der Ministerin gibt es erhebliche Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Strategie:</p>
<ol class="ak-ol" start="1">
<li><strong>Infrastruktur:</strong> Ländliche Gebiete leiden oft unter mangelnder Infrastruktur, einschließlich schlechtem <strong>Handyempfang</strong> und unzureichendem <strong>öffentlichen Nahverkehr</strong>.</li>
<li><strong>Arbeitsplätze:</strong> Obwohl Homeoffice zunehmend möglich ist, erfordert die Realität in vielen Unternehmen immer noch eine teilweise <strong>Präsenz im Büro</strong>. Dies kann für Bewohner ländlicher Gebiete problematisch sein.</li>
<li><strong>Kinderbetreuung:</strong> In knapp 70 Prozent der Familien mit Kindern sind beide Partner berufstätig. Eine verlässliche <strong>Kinderbetreuung</strong> ist daher essentiell, aber in vielen ländlichen Gebieten nicht ausreichend vorhanden.</li>
<li><strong>Wirtschaftliche Zentren:</strong> Städtische Regionen bieten neben Arbeitsplätzen auch bessere <strong>ärztliche Versorgung</strong>, <strong>Schulen</strong>, <strong>Einkaufsmöglichkeiten</strong> und <strong>Freizeitangebote</strong>.</li>
</ol>
<p><strong>Mögliche Lösungsansätze:</strong></p>
<p>Um die Attraktivität ländlicher Regionen zu steigern, werden verschiedene Maßnahmen diskutiert:</p>
<ol class="ak-ol" start="1">
<li><strong>Verbesserung der digitalen Infrastruktur</strong> für schnelles Internet und moderne Kommunikationsmittel.</li>
<li><strong>Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs</strong> zur Verbesserung der Mobilität.</li>
<li><strong>Förderung von Gemeinschaftsprojekten</strong>, bei denen verschiedene Generationen zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen.</li>
<li><strong>Finanzielle Anreize:</strong> Die Bundesregierung könnte eine <strong>Umzugsprämie</strong> für Familien anzubieten, die sich für mindestens drei Jahre in ländlichen Gebieten niederlassen. Dies orientiert sich an ähnlichen Modellen in <strong>Japan</strong>, wo Familien mehrere tausend Euro pro Kind für den Umzug aufs Land erhalten.</li>
</ol>
<p><strong>Beispiele und Pilotprojekte:</strong></p>
<p>Ein Beispiel für die Umsetzung dieser Strategie ist die Stadt <strong>Grabow</strong> in Mecklenburg-Vorpommern, wo bereits Menschen probeweise in leerstehende Häuser gezogen sind. Diese Initiative soll zeigen, wie <strong>Generationen zusammenleben</strong> und sich gegenseitig unterstützen können.</p>
<p><strong>Kritik der Opposition:</strong></p>
<p>Die <strong>Opposition</strong> kritisiert, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die <strong>Wohnungsbaukrise</strong> in Deutschland zu lösen. Sie fordert <strong>weniger Bürokratie</strong> und bessere Rahmenbedingungen für den Bau neuer Wohnungen. In Deutschland werden mehr neue Wohnungen gebraucht, als entstehen. Die Bundesregierung hatte sich zu ihrem Start vor drei Jahren <strong>400.000 Wohnungen pro Jahr</strong> vorgenommen. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit aber nur <strong>295.000 Wohnungen</strong> fertig.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Die Initiative von Bauministerin Geywitz zeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt, die Wohnungsnot in den Städten zu lindern und gleichzeitig das Leben auf dem Land attraktiver zu machen. Durch die Nutzung moderner Technologien, die Förderung von Gemeinschaftsprojekten und möglicherweise finanzielle Anreize könnte eine <strong>Win-Win-Situation</strong> für alle Beteiligten geschaffen werden. Allerdings sind die strukturellen Probleme in ländlichen Regionen so komplex, dass sie nur schrittweise angegangen werden können. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen die Ministerin in ihrem angekündigten Programm vorlegen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/wohnungsnot-in-staedten-bauministerin-setzt-auf-umzug-ins-gruene/">Wohnungsnot in Städten: Bauministerin setzt auf Umzug ins Grüne</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Innovative Lösungen gegen die Wohnungsnot</title>
		<link>https://baukunst.art/innovative-loesungen-gegen-die-wohnungsnot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jun 2023 08:48:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Premium]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Wohnungsbau]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://initiativebaukunst.de/?p=5306</guid>

					<description><![CDATA[<p>In vielen urbanen Zentren Europas stellt das Wohnen mittlerweile ein drängendes Problem dar. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum betrifft nicht nur die Ärmsten, sondern Millionen von Menschen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/innovative-loesungen-gegen-die-wohnungsnot/">Innovative Lösungen gegen die Wohnungsnot</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">In vielen urbanen Zentren Europas stellt das Wohnen mittlerweile ein drängendes Problem dar. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum betrifft nicht nur die Ärmsten, sondern Millionen von Menschen haben Schwierigkeiten, ein passendes Zuhause auf dem freien Markt zu finden. Ein alarmierendes Beispiel ist Deutschland, wo laut einer Studie des Pestel Instituts und der Bauforschungseinrichtung ARGE mit dem Titel &#8222;Bauen und Wohnen in der Krise&#8220; aktuell insgesamt 700.000 Wohnungen fehlen. Schätzungen zufolge wurden 2022 lediglich etwa 20.000 Sozialwohnungen geschaffen, obwohl die Regierung ursprünglich hunderttausende versprochen hatte. Diese Entwicklungen könnten zu einem drohenden Zusammenbruch des sozialen Wohnungsmarktes führen, wie von dem Bündnis Soziales Wohnen gewarnt wird, zu dem unter anderem der Deutsche Mieterbund und die Caritas gehören.</p>
<p>Es gibt verschiedene Gründe für die schleppende Entwicklung im Wohnungsbau: hohe Zinsen, explodierende Materialkosten, Fachkräftemangel, steigende Bodenpreise, politische Versäumnisse und Vorschriften, die die Kosten erhöhen und die dringend benötigte Transformation von Bestandsbauten oft unwirtschaftlich machen.</p>
<p>Trotz dieser Herausforderungen arbeiten engagierte Architekten und Architektinnen unermüdlich daran, nicht nur mehr, sondern auch bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Sie setzen auf klimaverträgliches Bauen, gemeindebildende Konzepte und innovative Grundrisse, um tristen Wohnburgen und Einheitsbauten in ganz Europa etwas entgegenzusetzen. Eine solche Pionierin in diesem Bereich ist die 49-jährige Sophie Delhay. Sie ist eine der Architekten, die mit Mut und kreativen Ideen daran arbeiten, das Wohnungsproblem zu bewältigen und die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern. <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/wie-koennte-der-soziale-wohnungsbau-der-zukunft-aussehen-18991609.html" target="_blank" rel="noopener">mehr</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft liegt in der Peripherie</title>
		<link>https://baukunst.art/die-zukunft-liegt-in-der-peripherie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2023 11:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Quartierentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://initiativebaukunst.de/?p=3626</guid>

					<description><![CDATA[<p>Obwohl der Großteil der Bevölkerung in Vororten lebt, wird mehr Energie in die Belebung der Zentren und in die Lebensqualität der Innenstädter gesteckt, als in die Verbesserung des suburbanen Raums.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-zukunft-liegt-in-der-peripherie/">Die Zukunft liegt in der Peripherie</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">Obwohl der Großteil der Bevölkerung in Vororten lebt, wird mehr Energie in die Belebung der Zentren und in die Lebensqualität der Innenstädter gesteckt, als in die Verbesserung des suburbanen Raums.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []">Um der Wohnungsnot entgegenzuwirken, entstehen jedoch mehr und mehr Quartiere in den Vorstädten. Eine Forschungsgruppe der Universität Kassel beschäftigt sich nun intensiv mit der Fragen: Funktioniert die Art des Zusammenlebens, die dort entsteht? Oder ist die Realität eine andere? <a href="https://www.architekturblatt.de/unerforschtes-suburbia-liegt-die-zukunft-der-staedte-wieder-in-den-vororten/" target="_blank" rel="noopener">mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/die-zukunft-liegt-in-der-peripherie/">Die Zukunft liegt in der Peripherie</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brandenburg</title>
		<link>https://baukunst.art/brandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2023 11:31:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://initiativebaukunst.de/?p=3902</guid>

					<description><![CDATA[<p>In vielen deutschen Städten und Regionen herrscht derzeit eine Wohnungsnot, da das Angebot an bezahlbarem Wohnraum nicht ausreicht, um die steigende Nachfrage zu decken. Auch in Brandenburg ist das ein Problem.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/brandenburg/">Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []">In vielen deutschen Städten und Regionen herrscht derzeit eine Wohnungsnot, da das Angebot an bezahlbarem Wohnraum nicht ausreicht, um die steigende Nachfrage zu decken. Auch in Brandenburg ist das ein Problem.</p>
<p>Aus diesem Grund hat die Landesregierung beschlossen, den Bau von Mietwohnungen wieder stärker zu fördern.</p>
<p>Konkret sollen in den nächsten Jahren 10.000 neue Mietwohnungen in Brandenburg gebaut werden. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Bau neuer Wohnungen attraktiver zu machen. So werden beispielsweise Fördergelder für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt, aber auch der Bau von preisgünstigen Mietwohnungen für Normalverdiener soll gefördert werden.</p>
<p>Ziel der Maßnahmen ist es, mehr Menschen in Brandenburg eine bezahlbare Wohnung zur Verfügung zu stellen und damit auch den Zuzug in die Ballungsräume zu verringern. Ob die Maßnahmen tatsächlich ausreichen, um die Wohnungsnot in Brandenburg zu lindern, bleibt abzuwarten. <a href="https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/wohnungsnot-brandenburg-fordert-bau-von-mietwohnungen-wieder-starker-9616691.html" target="_blank" rel="noopener">mehr</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/brandenburg/">Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wohnungsnot: Kann das Erbbaurecht Abhilfe schaffen?</title>
		<link>https://baukunst.art/wohnungsnot-kann-das-erbbaurecht-abhilfe-schaffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Feb 2023 07:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Erbbaurecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsnot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://initiativebaukunst.de/?p=4279</guid>

					<description><![CDATA[<p>In vielen Großstädten sind bezahlbare Wohnungen schwer zu finden und Wohnraum ist oft teuer. Ein Instrument, das hier Abhilfe schaffen könnte, ist das Erbbaurecht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baukunst.art/wohnungsnot-kann-das-erbbaurecht-abhilfe-schaffen/">Wohnungsnot: Kann das Erbbaurecht Abhilfe schaffen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://baukunst.art">Baukunst</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In vielen Großstädten sind bezahlbare Wohnungen schwer zu finden und Wohnraum ist oft teuer. Ein Instrument, das hier Abhilfe schaffen könnte, ist das Erbbaurecht. </p>
<p>Dabei wird das Grundstück nicht verkauft, sondern verpachtet. Der Pächter baut auf dem Grundstück eine Immobilie und erhält das Recht, diese zu nutzen und zu verkaufen. Das Grundstück bleibt im Besitz des Grundstückseigentümers.</p>
<p>Bundesministerin Geywitz will das Erbbaurecht nun stärker fördern, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Allerdings ist die Wohnungswirtschaft skeptisch: Sie befürchtet, dass das Erbbaurecht zu kompliziert und unattraktiv für Investoren ist und somit nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Es bleibt abzuwarten, ob das Erbbaurecht in Zukunft vermehrt genutzt werden wird. <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wohnen-erbbaurecht-100.html" rel="noopener" target="_blank">mehr</a></p>
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