Immobilienkrise im Schneeballsystem?

Wir befinden uns in einer eskalierenden globale Immobilienkrise, die ihren Anfang in China nahm und nun weltweit zu spüren ist. In China kollabiert der nächste Immobiliengigant, während der US-Markt für Gewerbeimmobilien eingebrochen ist und in Deutschland die erste Bank wegen dieser Krise strauchelt. Diese Entwicklungen deuten auf eine möglicherweise bevorstehende Krise hin, die ähnliche Ausmaße wie die letzte große Immobilienkrise erreichen könnte.

In China, wo einst ein beispielloser Immobilienboom herrschte, kämpfen nun große Bauträger wie China Evergrande und Country Garden mit enormen Schulden und drohender Liquidation. Die Krise hat weitreichende Folgen: Von Hongkong bis zu geplanten, aber nie vollendeten Projekten wie der „Forrest City“ in Malaysia, die mit massiven finanziellen Verlusten verbunden sind.

Die Schweizer Großbank UBS warnt vor einem „Global Real Estate Bubble Index“, der Orte wie Zürich, Tokyo und Frankfurt als hochrisikobehaftet listet. Auch die Bundesbank und andere internationale Finanzinstitute zeigen sich besorgt über die Auswirkungen dieser Krise auf die weltweite Finanzstabilität.

Die US-amerikanischen und europäischen Gewerbeimmobilienmärkte sind besonders betroffen, da der Trend zum Homeoffice und steigende Energiestandards die Nachfrage und damit die Preise sinken lassen. Die Situation hat bereits zu Bonitätsherabstufungen bei deutschen Banken geführt, die stark in US-Gewerbeimmobilien investiert sind.

Diese Entwicklungen könnten weitreichende Konsequenzen für die globale Wirtschaft haben, obwohl Experten eine Wiederholung der Weltfinanzkrise von 2007 für unwahrscheinlich halten, da die Banken heute besser kapitalisiert sind. Dennoch bleibt die Lage angespannt und die Zukunft des globalen Immobilienmarktes unsicher. mehr…

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