Mont-Saint-Michel hat wie durch ein Wunder überlebt

Das beeindruckende Mont-Saint-Michel feierte kürzlich sein tausendjähriges Bestehen. Dieses beeindruckende Bauwerk hat im Laufe der Jahrhunderte nicht nur unzählige Pilger, Touristen und Historiker angezogen, sondern auch Architektinnen und Architekten aus aller Welt inspiriert.

Wenn man dann den Blick über die 40.000 Hektar große Bucht, die größte an der französischen Küste, schweifen lässt, erscheint der Mont-Saint-Michel wie eine Fata Morgana am Horizont: ein Kloster, ein Kerker, Camelot, himmlische Verheißung und irdische Verdammnis. Er war der Himmel auf Erden für mittelalterliche Pilger und die Hölle für die Unglücklichen, die hier zwischen 1789 und 1863 unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten wurden, in einer Zeit, in der der Mont-Saint-Michel nur noch als Gefängnis diente.

Berichten zufolge soll Victor Hugo im Jahr 1836, als er die Insel besuchte, um als Mitglied der französischen Denkmalspflege eine Bestandsaufnahme der heruntergekommenen Anlagen vorzunehmen, angesichts des Kerkers auf dem Mont ausgerufen haben: „Eine Kröte in einem Reliquienschrein!“.

Die Architektur des Mont-Saint-Michel hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen erfahren, von der romanischen zur gotischen und schließlich zur heutigen Form. Dieser ständige Wandel spiegelt die kulturellen und architektonischen Entwicklungen ihrer Zeit wider und ist für Architektinnen und Architekten von großem Interesse, da er zeigt, wie ein Gebäude über Jahrhunderte hinweg evolvieren kann, während es seinen ursprünglichen Charme bewahrt. mehr

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