Frankfurt

Das Gebäude „The Squaire“, das sich direkt am Frankfurter Flughafen befindet, gilt als die größte Gewerbeimmobilie Deutschlands. Nun soll diese riesige Struktur etwas mehr als zehn Jahre nach ihrer Fertigstellung „dekarbonisiert“ werden.

Der Vergleich mit dem berühmten Hochseeschiff „Titanic“ ist nicht ganz abwegig: „The Squaire“, entworfen vom Architekturbüro JSK und ursprünglich als „Airrail Center Frankfurt“ bezeichnet, gehört zu den Superlativen: Der 660 Meter lange, bis zu 65 Meter breite und 45 Meter hohe Komplex mit seinen geschliffenen Kanten erhebt sich über dem Fernbahnhof der Deutschen Bahn am Frankfurter Flughafen. Er ist unterteilt durch horizontale Fassadenbänder und beherbergt Büros, Hotels und Einzelhandel. Die gesamte Mietfläche beträgt rund 140.000 Quadratmeter. Das Projekt machte auch Schlagzeilen mit Bauverzögerungen, Baumängeln, steigenden Kosten und dem Zusammenbruch des Hauptinvestors IVG.

Seit zwei Jahren wird „The Squaire“ nun von Sonar Real Estate als Asset Manager betreut. Sonar hat vor, das Gebäude nun „dekarbonisieren“, wobei das gesetzte Ziel etwas bescheidener formuliert wird: eine weitere Reduzierung der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs von Deutschlands größter gemischt genutzter Gewerbeimmobilie. Unterstützung kommt von MeteoViva Deutschland, einem Anbieter von Smart-Data-Lösungen. Mit ihrer Hilfe werden Heiz-, Klima- und Lüftungsleistung auf Basis von Daten und einem thermodynamischen Modell so abgestimmt, dass in jedem einzelnen Bereich des Gebäudes das gewünschte Raumklima erzeugt wird. Die Prognose basierend auf einer ausführlichen Machbarkeitsstudie von MeteoViva verspricht eine Vermeidung von mindestens 400 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr, was 14 Prozent der bisherigen Emissionen entspricht. Zudem könnten durch den verbesserten Energieeinsatz etwa 20 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Dennoch bleibt der Hauptstrom von „The Squaire“ der Massenverkehr zu Land und zu Luft erhalten. mehr

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