„A palaver“ ist Architektur im Radio

2002 hat David Pašek das Radioformat gemeinsam mit Bernhard Fordl gegründet, nachdem sie beide im Organisationsteam einer internationalen Studierendenkonferenz [changing strategies] an der TU Wien waren. Fordl hatte zu diesem Zeitpunkt sein Studium bereits abgeschlossen und Pašek befand sich in der Abschlussphase. Da der Aufwand, so eine Konferenz zu organisieren, in keinem Verhältnis zum Inhalt stand, suchten sie nach einer Möglichkeit, sich kontinuierlich und mit überschaubaren Mitteln mit Architektur zu beschäftigen.

Das freie Radio o94,0 war neu in Wien und sie bekamen einen Sendeplatz, indem sie eine Pilotsendung einreichten. Im Jahr 2004 haben sie eine einfache Website erstellt, um die Inhalte über die Sendezeit hinaus für einige Monate zur Verfügung zu stellen. Das funktionierte im Prinzip bis Ende Juli und aus der Radiosendung wurde auch ein Podcast. Das lange Bestehen der Serie ist aber nur dadurch zu erklären, dass es einen festen Sendetermin im Radio gibt. Seit 2010 wird die Serie auch regelmäßig in Innsbruck auf Radio Freirad ausgestrahlt.

Wichtig ist aber, dass es Sinn macht, Themen der Architektur und der Stadt in einem solchen zeitlich großzügigen Format zu diskutieren. Der Verzicht auf Bilder ermöglicht es, die grundlegenden Konzepte und Themen zu beleuchten und die Motivation, Denk- und Arbeitsweise der Akteure zu diskutieren. Da a_palaver keinen kommerziellen Zwängen unterliegt, ist es möglich, auch Themen abseits des Mainstreams zu diskutieren. Da die Reihe ein ehrenamtliches Projekt ist – und es kein Reisebudget gibt – kommen die Gäste oft aus dem Wiener Umfeld.

Durch die lange Laufzeit der Reihe ist ein Archiv entstanden – das mit dem Relaunch endlich gut nutzbar ist – mit einer feinen Suchfunktion und barrierefrei. mehr

zum thema

Werden unsere Häuser bald von KI gebaut?

Im Internet gibt es viele KI-generierte Fantasiearchitekturen. Mithilfe spezieller Software entstehen faszinierende Gebäude und Innenräume. Doch bedeutet das, dass Architektinnen und Architekten bald überflüssig werden?

Kunst ist kein Luxus

Lyonel Feinin­ger ist ein Klas­si­ker der moder­nen Kunst. Die Frankfurter SCHIRN widmet dem deutsch-ameri­ka­ni­schen Künst­ler die erste große Retro­spek­tive seit über 25 Jahren in Deutsch­land.

„Mastaba“

Zwei Jahr...