„Agency for better living“

Der Österreichische Beitrag zur Architekturbiennale 2025: Ein Dialog zwischen Wien und Rom

Einleitung:
Die Architekturbiennale 2025 in Venedig wird einen bemerkenswerten österreichischen Beitrag erleben, präsentiert von einem interdisziplinären Team bestehend aus Sabine Pollak, Michael Obrist und Lorenzo Romito. Der Fokus liegt auf innovativem Wohnen, wobei Wien und Rom als exemplarische Städte dienen, um verschiedene Ansätze im Wohnungsbau zu untersuchen und zu vergleichen.

Konzept und Zielsetzung:
Der Beitrag, benannt „Agency for Better Living“, versteht sich als eine Kombination aus Agentur, Ausstellung und Forschungslabor. Ziel ist es, aus den wohn- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Wien und Rom zu lernen. Wien wird hierbei als Vorzeigestadt für Top-down-Wohnbau präsentiert, während Rom als europäischer Hotspot für Bottom-up-Ansätze im Umgang mit historischen Ruinen und innovativer Bodennutzung herausgestellt wird.

Vergleich zwischen Wien und Rom:
In Wien entwickelt sich die Wohnsituation aufgrund steigender Grundstückspreise und technischer Anforderungen zunehmend herausfordernd. Rom hingegen zeigt sich mit seiner reichen Erfahrung in der Nutzung und Transformation von Leerständen und Bürohäusern zu Wohnzwecken und mit selbstorganisierten Wohnmodellen. Beispiele wie Corviale, Spin Time, Porto Fluviale und Metropoliz demonstrieren diese autonomen Strukturen und werden als „Magie der Zivilgesellschaft“ bezeichnet.

Innovative Gestaltung des Österreich-Pavillons:
Der Pavillon wird in eine Wohnung mit verschiedenen Räumen wie Foyer, Wohnzimmer, Home-Cinema und Küche umgestaltet und durch einen begrünten Innenhof mit einem temporären Salzwasser-Pool ergänzt. Dieser Pool, umgeben von einem Holzdeck und Lagunenpflanzen, soll für mikroklimatische Abkühlung sorgen und als Ort für kuratierte Gespräche zum Thema Wohnen dienen.

Interaktive Elemente und politische Dimension:
Die Besucher können an einer Lotterie teilnehmen, die Übernachtungen in einem der präsentierten Wohnprojekte in Wien oder Rom ermöglicht. Rote Faden- und Perlenvorhänge verleihen dem Pavillon eine südeuropäische Atmosphäre und strukturieren den Innenraum. Staatssekretärin Andrea Mayer hebt die Bedeutung des Projekts für die Diskussion über die soziale, kulturelle und politische Verantwortung von Architektur hervor.

Budget und Kontext:
Mit einem Budget von 600.000 Euro betont der Beitrag die Wichtigkeit der Investition in nachhaltige und sozial verantwortliche Architektur, insbesondere im Kontext der aktuellen wohnungspolitischen Diskussionen in Österreich.

Der österreichische Beitrag zur Architekturbiennale 2025 stellt eine innovative Plattform dar, um die vielschichtigen Herausforderungen und Potenziale im zeitgenössischen Wohnungsbau zu erkunden. Durch den Dialog zwischen Wien und Rom bietet das Projekt Einblicke in unterschiedliche Ansätze und schafft einen Raum für Reflexion und Diskussion über die Zukunft des Wohnens. mehr

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