Ein Pool für New York

Vor einem Jahrzehnt stellten sich Archie Lee Coates IV und Jeff Franklin von der Designfirma PlayLab sowie Dong-Ping Wong und Oana Stanescu vom Architekturbüro Family eine ungewöhnliche Frage: Wie könnte man den New Yorkern das Schwimmen in den Flüssen der Stadt ermöglichen? Zwei große Herausforderungen standen dabei im Fokus: die Wasserqualität und die gefährlichen Strömungen.

Das Quartett entwickelte daraufhin das Konzept für einen Pool namens
+ POOL, benannt nach seinem kreuzförmigen Design. Ähnlich einem riesigen Sieb, das in den East River platziert wurde, hat der + POOL laut den Entwicklern die Kapazität, täglich zwei Millionen Liter Wasser zu filtern. Dies geschieht durch konzentrische Schichten von Filtrationsmaterialien, die gleichzeitig die Wände des Pools bilden. Das robuste Becken schützt die Schwimmer vor den starken Strömungen.

Ein bedeutender Fortschritt wurde erzielt, als die Stadt New York nach eingehender Prüfung beschloss, das Projekt zu unterstützen. In einem historischen Schritt kündigte Gouverneurin Hochul vor Kurzem
an, die natürlichen Gewässer im gesamten Bundesstaat New
New York für das Schwimmen zu öffnen. Dazu wurden 16 Millionen Dollar für das Pilotprojekt bereitgestellt, für das auch schon einen Standort festgelegt wurde: etwas nördlich der Manhattan Bridge.

Es wäre nicht das erste „Floating Pool“-Projekt in New York. Als die Stadt im späten 19. Jahrhundert überfüllter wurde, wurden ähnliche Becken als öffentliche Bäder genutzt. Das erste wurde 1870 gebaut, und bis 1890 gab es fünfzehn solcher Pools im Hudson und East River. Mit der Verschlechterung der Wasserqualität in den folgenden Jahrzehnten wurden alle diese Becken bis in die 1940er-Jahre geschlossen. Heute ist der East River so sauber wie seit über 100 Jahren nicht mehr – ein entscheidender Faktor für die Realisierung des + POOL.

zum thema

Habecks Grundsatzrede zur Bauwende

Robert Habeck eröffnete den Nachmittagsabschnitt des Architekt:innentags mit einer „Grundsatzrede zur Bauwende“ und betonte dabei die gesellschaftliche Relevanz von Architektur und Stadtplanung.

Rechtliche Aspekte zum Gebäudetyp-E

Ziel des Gebäudetyp-E ist es, die übermäßige Regulierung einzudämmen. Die Idee besteht darin, dass Planer und Bauherren sich darauf einigen können, lediglich die Schutzziele der Bauvorschriften zu erfüllen. Das wirft rechtliche Fragen auf.