In Amerika studieren?

Erfahrungen und Lernmomente: Ein Auslandssemester in den USA

Isolde Sellin, eine Austauschstudentin an der University of Denver in Colorado, berichtet in diesem Artikel im Spiegel von ihren Erfahrungen während ihres Auslandssemesters. Zunächst von Ängsten geplagt, hat sie sich mittlerweile eingelebt und teilt zehn prägende Erkenntnisse:

  1. Hohe Kosten: Das Studium in den USA ist teuer, insbesondere die Unterbringung und die Studiengebühren, die an privaten Universitäten wie der University of Denver 60.000 Dollar pro Jahr erreichen können.
  2. Campus-Leben: Der Campus bietet alles Nötige, allerdings zu hohen Preisen. Die Mensa und der Fanshop sind zentral, bieten jedoch limitierte Optionen für Vegetarier.
  3. Orientierungswoche für Eltern: Im Gegensatz zu Deutschland, wo Orientierungswochen vor allem dem sozialen Kennenlernen dienen, sind diese in den USA auch auf die Eltern ausgerichtet, was die jüngere Altersstruktur und die finanzielle Belastung durch das Studium widerspiegelt.
  4. Aufklärung und Bildung: Die Universitäten übernehmen Aufgaben der sexuellen Aufklärung, die in Deutschland meist von Schulen oder Eltern übernommen werden.
  5. Vorzugsbehandlung für Sportler: Sportler genießen an US-Universitäten viele Vorteile, darunter flexiblere Prüfungsbedingungen und weniger akademischen Druck, da ihre sportlichen Leistungen prioritär behandelt werden.
  6. Kursbezeichnungen und Lerninhalte: Kurse sind oft kreativ betitelt und bieten interessante Inhalte, wie z.B. Kurse zu indigenen Feminismen.
  7. Überschwängliches Lob: Die Kultur der positiven Rückmeldung ist sehr ausgeprägt, oft ohne kritische oder konstruktive Elemente.
  8. Leichte Bewertungen: Manche Professoren bereiten Studierende direkt auf Tests vor oder legen großen Wert darauf, dass alle Studierenden sehr gute Noten erhalten.
  9. Politische Korrektheit: An der University of Denver wird großer Wert auf politische Korrektheit gelegt, beispielsweise durch die Anerkennung der indigenen Bevölkerung als ursprüngliche Landbesitzer.
  10. Das Gefühl, älter zu sein: Sellin fühlt sich in der US-amerikanischen Universitätsumgebung älter als in Deutschland, was teilweise an der jüngeren Altersstruktur der Studierenden liegt.

Diese Erlebnisse geben einen tiefen Einblick in das akademische und soziale Leben an einer US-amerikanischen Universität und reflektieren die kulturellen Unterschiede zum deutschen Bildungssystem. mehr…

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