Städte aus dem Nirgendwo

Wenn große Versprechen der Stadtplanung zu großen Leerständen führen und erwartete Prachtstraßen sich als Sackgassen erweisen können, dann wird deutlich, wie komplex die Gestaltung von Metropolen sein kann.

Ein Paradebeispiel für eine dysfunktionale Planstadt ist Naypyidaw in Südostasien. Hier zeigt sich, dass nicht alle neuen Städte den Erwartungen gerecht werden können. Doch es gibt auch positive Beispiele, bei denen Planstädte erfolgreich funktionieren. Brasília ist ein solcher Fall. Seit ihrer Einweihung im Jahr 1960 ist die Planstadt kontinuierlich gewachsen und erfüllt weiterhin ihre Funktion als Hauptstadt Brasiliens, des größten Landes Südamerikas. Allerdings hat sich das Konzept einer „autogerechten Stadt“, das einst Brasília prägte, in europäischen Augen als überholt erwiesen. Die Anpassung an moderne urbane Herausforderungen und nachhaltige Mobilitätskonzepte ist heutzutage von großer Bedeutung. Der Bau von Planhauptstädten wird aus verschiedenen Gründen vorangetrieben, wobei eine bessere Verteilung der Bevölkerung oft eine wichtige Rolle spielt. Derzeit werden auch in Ägypten, Indonesien und China neue Millionenstädte aus dem Nichts geplant. Der Standard präsentiert zwei geplante Hauptstädte und eine geplante Trabantenstadt, die im Fokus stehen. Durch diese Beispiele wird deutlich, wie vielfältig die Ambitionen sind, ganze Städte von Grund auf zu entwerfen und zu entwickeln. mehr

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