Treehouse

Kodomari Fuji, ein kürzlich eröffnetes privates Gästehaus, illustriert eindrucksvoll den ungewöhnlichen Baustil und die eigenwillige Herangehensweise des japanischen Architekten und Architekturhistorikers Terunobu Fujimori, der die Natur ins Zentrum seines Schaffens rückt. Die Begriffe „spielerisch“ und „skurril“, die oft mit Fujimoris Bauwerken assoziiert werden, finden auch in diesem jüngsten Projekt Anwendung.

Das Gebäude liegt auf einem ehemaligen brachliegenden Reisfeld und erstreckt sich über ein 4.000 Quadratmeter großes Grundstück, das einen ungestörten Blick auf die umgebende Landschaft gewährt. Es zeigt charakteristische handwerkliche Merkmale des Architekten, darunter verkohlte Holzverkleidungen, handgeschlagene Kupferplatten auf dem Dach und handverputzte weiße Wände. Eine Reihe von Kirschbäumen entlang des Dachgiebels zollt dem nahegelegenen 300 Jahre alten Trauerbaum derselben Art Tribut, der nur wenige Meter entfernt steht.

Fujimori, berühmt für seine unkonventionellen und phantasievollen Bauten, die eine fröhliche Unbekümmertheit ausstrahlen – wie seine schwebenden Teehäuser oder das Tampopo (Löwenzahnhaus) – greift in seinen Entwürfen oft auf historische Kontexte, einfache Behausungen und traditionelle Bauweisen zurück. Der selbsternannte „Architekturhistoriker, der von antiken Wohnlösungen fasziniert ist“, strebte bei Kodomari Fuji schlichtweg nach „Harmonie mit der Natur“. mehr

zum thema

Investition in zukunftsweisende Blue-Economy-Architektur

Auf der Halbinsel Ceiba in Puerto Rico soll ein Marinegebäude entstehen, das als Forschungs- und Innovationszentrum dienen soll. Die Idee vom Designstudio KOSY und Adorno Arquitectos, wollen wir Ihnen gerne vorstellen.

Habecks Grundsatzrede zur Bauwende

Robert Habeck eröffnete den Nachmittagsabschnitt des Architekt:innentags mit einer „Grundsatzrede zur Bauwende“ und betonte dabei die gesellschaftliche Relevanz von Architektur und Stadtplanung.

Rechtliche Aspekte zum Gebäudetyp-E

Ziel des Gebäudetyp-E ist es, die übermäßige Regulierung einzudämmen. Die Idee besteht darin, dass Planer und Bauherren sich darauf einigen können, lediglich die Schutzziele der Bauvorschriften zu erfüllen. Das wirft rechtliche Fragen auf.