Ulm

Die Heimatstadt des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein plant die Einrichtung eines Museums, das ihm gewidmet ist. Daniel Libeskind wurde als Architekt für dieses Projekt ausgewählt.

Das Albert Einstein Discovery Center Ulm wird von einem örtlichen Verein initiiert und von der lokalen Bevölkerung unterstützt, erhält aber auch internationale Anerkennung. Das Konzept sieht eine dreifache Herangehensweise vor: Erstens soll Einsteins Lebensweg und seine vielfältige Persönlichkeit beleuchtet werden, zweitens wird der Einfluss von Einsteins Theorien auf unsere moderne Welt erklärt, und der dritte Teil umfasst ein Science Center mit 250 bis 300 Experimentierstationen. Daniel Libeskind hat im Frühjahr dieses Jahres zugestimmt, das Center in Ulm zu entwerfen, und einen Vertrag mit dem Verein unterzeichnet. Neben seiner Arbeit am neuen Einstein-Museum an der Hebrew University in Jerusalem wird er sich auch aktiv um Sponsoren für das Projekt in Ulm bemühen.

Der genaue Standort ist jedoch noch nicht endgültig festgelegt, jedoch wird angestrebt, dass das Center zentral gelegen sein soll. Im Gespräch war diesen Sommer die alte Posthalle in der Nähe des Bahnhofs. Anfang Dezember signalisierte der Hauptausschuss des Ulmer Gemeinderats seine grundsätzliche Zustimmung zum K1-Standort. Dieses Kürzel bezieht sich auf den »Glaspalast« aus den späten 1970er-Jahren, der derzeit von den Stadtwerken genutzt wird, aber bald verlassen sein wird. Das Center, dessen Konzept etwas altmodisch wirken mag, soll im Jahr 2029 eröffnet werden, Albert Einsteins 150. Geburtstag. Es wäre interessant, das bestehende Gebäude des »Glaspalasts« mit Libeskinds Ideen für das Discovery Center zu kombinieren, anstatt einen völlig neuen Bau zu errichten. mehr

zum thema

KI – Jenseits des Menschlichen?

Künstliche Intelligenz ist im Bereich der Architektur und des Bauwesens angekommen. Sie läßt sich jetzt in breiter Art und Weise im Architekturbetrieb einsetzen. Mit Midjourney, Dall●E, Stable Diffusion, Craiyon, etc. werden offene Türen eingerannt. Michael Holze ist Professor für computergestützte Architekturdarstellung an der BHT Berlin. Bei BAUKUNST erklärt er, wie KI heute in der Architektur eingesetzt wird.

Initiative Baukunst wird Baukunst.ART

Heute, da ein Schwerpunkt meiner Arbeit in der ehrenamtlichen Auseinandersetzung mit Architektur liegt, freue ich mich, ein aufregendes neues Kapitel für unsere Zeitschrift „Baukunst“ einzuläuten.

Selbstversuch mit Künstlicher Intelligenz

In diesem kurzen Dialog zwischen einem Architekten und einer KI beleuchten wir die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit einer KI am Beispiel einer Planung für ein Wochenendhauses in Tirol.