Was geht noch im Büro ?

Im aktuellen Zustand der Architekturbüros in Deutschland zeigt sich eine gespaltene Situation. Einerseits wird die wirtschaftliche Lage der meisten Planungsbüros als gut oder zufriedenstellend betrachtet, da etwa 90 Prozent der Befragten ihre Existenz nicht gefährdet sehen. Andererseits mehren sich Anzeichen einer Krise. Eine wachsende Besorgnis über unzureichende Nachfrage wird deutlich, und viele Büros können nicht mehr in dem Maße Neuaufträge akquirieren wie in vorherigen Jahren. Besonders betroffen sind Projekte im Wohnungsbau sowie im Ein- und Zweifamilienhausbau, während Industriebau, Freizeit-, Tourismus-, Kultur-, Gesundheits- und Bildungsbauten stabiler scheinen.

Als Gründe für diese Entwicklung werden gestiegene Materialkosten, hohe Zinsen und langwierige Genehmigungsprozesse genannt. Interessanterweise bewerten Landschaftsarchitekten und Stadtplaner ihre Geschäftslage besser als Hochbau- und Innenarchitekten. Trotz der schwierigen Lage planen die meisten Büros keinen Personalabbau, was auf ein starkes Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung im Berufsstand hindeutet.

In Reaktion auf diese Situation hat die Bundesarchitektenkammer (BAK) Vorschläge zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums gemacht und beteiligt sich aktiv an der Diskussion um die Vereinfachung von Planungs- und Bauprozessen. Dazu gehört auch das Engagement für die Reduzierung unnötiger Normen und bautechnischer Regeln. mehr

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