ZAHA-News

Während einer feierlichen Zeremonie in Xi’an gab die Daxia Group bekannt, dass Zaha Hadid Architects den zukünftigen Daxia Tower im pulsierenden Herzen der Entwicklungszone der Stadt errichten wird.

Xi’an, eine der größten Städte im Landesinneren Chinas mit einer Bevölkerung von fast neun Millionen Menschen, diente einst als historische Hauptstadt des Landes und als östliches Portal zur Seidenstraße. Im Laufe der letzten Jahre hat sich Xi’an zu einem florierenden Zentrum für Technologie entwickelt, dank nationaler und lokaler Regierungsinitiativen sowie der Präsenz renommierter Universitäten und Forschungseinrichtungen. Dieses aufstrebende technologische Ökosystem zieht sowohl nationale als auch internationale Unternehmen an und hat die Stadt zu einem bedeutenden Hub für Branchen wie Halbleiterherstellung, Robotik, Luft- und Raumfahrt sowie Biopharmazie gemacht.

Der Daxia Tower von Zaha Hadid Architects, der im Auftrag der Daxia Group entsteht, stellt das Herzstück der High-Tech-Entwicklungszone von Xi’an dar. Diese Zone, die sich im Südwesten der Stadt entlang der Linie 6 des Xi’an-Metrosystems erstreckt, beherbergt Standorte von über hundert Fortune-500-Unternehmen und multinationalen Konzernen in den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung. Der imposante Daxia Tower, dessen Höhe 210 Meter beträgt, thront auf einem 16.700 Quadratmeter großen Areal an der Schnittstelle von Jingye Road und Zhangbawu Road im Stadtteil Yanta. Das Gebäude wird eine Gesamtfläche von 127.220 Quadratmetern für Büros, Einzelhandel und Nebenflächen bieten und harmonisch in die städtische Landschaft eingebettet sein.

Die markante, sanft geschwungene Silhouette des Daxia Towers, die das Geschäftsviertel schmückt, wird durch kunstvoll gestaltete Glasfassaden und beeindruckende Atrien hervorgehoben. Diese Atrien lassen tief ins Innere des Gebäudes natürliches Licht eindringen und präsentieren sich als gestufte, bepflanzte Innenhöfe, die an malerische Bergwasserfälle erinnern. Von hier aus eröffnen sich Panoramablicke auf die historische Stadt im Norden und Osten sowie auf die aufstrebende High-Tech-Zone im Süden und Westen. Die Innenräume des Turms sind unter Einsatz von Datenanalyse und Verhaltensmodellierung konzipiert und bieten moderne, anpassungsfähige Arbeitsbereiche, die durch Echtzeitanalysen unterstützt werden. Diese innovativen Räume fördern das individuelle und kollektive Wohlbefinden der Mitarbeiter und schaffen gesunde und angenehme Arbeitsumgebungen.

In Xi’ans gemäßigtem kontinentalen Monsunklima wurde das Design des Daxia Towers mit Blick auf eine LEED-Gold-Zertifizierung sowie die höchste Drei-Sterne-Bewertung des chinesischen Green-Building-Programms entwickelt. Durch den Einsatz von High-Performance-Glas mit niedrigem Emissionsgrad, thermischer Beschichtung und Isolierung mit niedrigem U-Wert wird die natürliche Tageslichtbeleuchtung und Belüftung optimiert, um den Energieverbrauch zu minimieren und die Effizienz zu steigern. Die reaktionsfähige Fassade des Turms wird zudem Photovoltaikanlagen integrieren, die erneuerbare Energie für verschiedene Gebäudesysteme erzeugen.

Die großzügigen Atrien tragen zur natürlichen Belüftung bei, wodurch frische Luft im gesamten Gebäude zirkulieren kann. Die zahlreichen Terrassen, die auf die Atrien hinausführen, sind mit Pflanzen geschmückt und tragen zur Luftreinigung bei, reduzieren Schadstoffe in Innenräumen und fördern ein gesünderes Raumklima. Ein Regenwassersammelsystem dient als zusätzliche Wasserquelle, während das Recyclingsystem Grauwasser aufbereitet und wiederverwendet, um den Wasserverbrauch zu minimieren. Ein intelligentes Managementsystem überwacht und optimiert kontinuierlich den Energieverbrauch und die Umweltleistung. Sensoren und Automatisierungssysteme im gesamten Hochhaus erfassen Belegungsmuster und passen die Innenraumbedingungen entsprechend an, um höchste Effizienz und Bewohnerskomfort zu gewährleisten.

Der Turm wird unter Einsatz vorwiegend recycelter und lokal produzierter Materialien aus der Stadt Xi’an und der umliegenden Provinz Shaanxi errichtet.

zum thema

KI – Jenseits des Menschlichen?

Künstliche Intelligenz ist im Bereich der Architektur und des Bauwesens angekommen. Sie läßt sich jetzt in breiter Art und Weise im Architekturbetrieb einsetzen. Mit Midjourney, Dall●E, Stable Diffusion, Craiyon, etc. werden offene Türen eingerannt. Michael Holze ist Professor für computergestützte Architekturdarstellung an der BHT Berlin. Bei BAUKUNST erklärt er, wie KI heute in der Architektur eingesetzt wird.

Initiative Baukunst wird Baukunst.ART

Heute, da ein Schwerpunkt meiner Arbeit in der ehrenamtlichen Auseinandersetzung mit Architektur liegt, freue ich mich, ein aufregendes neues Kapitel für unsere Zeitschrift „Baukunst“ einzuläuten.

Selbstversuch mit Künstlicher Intelligenz

In diesem kurzen Dialog zwischen einem Architekten und einer KI beleuchten wir die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit einer KI am Beispiel einer Planung für ein Wochenendhauses in Tirol.